Wie macht man eigentlich ein Pulled Pork im Kugelgrill? Pulled Pork gehört neben dem Beef Brisket zur Königsdisziplin beim BBQ. Mit diesem Bericht möchte ich euch zeigen, dass Pulled Pork eigentlich gar nicht so schwer ist, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Häufig werde ich gefragt, wie man ein Pulled Pork macht und was man dabei beachten muss. Da ich in den letzten Jahren schon einige hundert Kilogramm Pulled Pork zubereitet habe, habe ich mich dazu entschlossen diesen Leitfaden zu schreiben. Dabei gehe ich detailliert auf die Zubereitung im Holzkohle-Kugelgrill ein. Warum Kugelgrill? Ganz einfach, der Kugelgrill ist der wohl am häufigsten genutzte Grill und auch ich habe mein erstes Pulled Pork auf dem Kugelgrill gemacht. Wer ein Pulled Pork auf dem Kugelgrill meistert, der bekommt es auch auf (fast) jedem anderen Grill hin. 🙂

Was ist eigentlich Pulled Pork?

Pulled Pork ist ein klassisches amerikanisches BBQ-Gericht. Neben Beef Brisket und Spareribs gehört es zur „Holy Trinity“ (Heilige Dreifaltigkeit) des Barbecues. Als Fleisch verwendet man gewöhnlich Schweinenacken oder Schweineschulter. Pulled Pork ist ein Vertreter des Low&Slow-Garens. Es wird bei niedrigen Temperaturen zwischen 100 und 130 Grad Celsius klassischerweise im Smoker oder Kugelgrill zubereitet. Durch die Zugabe von Räucherholz bekommt es den typischen Barbecuegeschmack. Aufgrund der langen Garzeit (ca. 12-18 Stunden) bei niedriger Temperatur löst sich Fett- und Bindegewebe nach und nach auf und sorgt dafür, dass das Fleisch zart und saftig wird. Am Ende der Garzeit, wenn eine Kerntemperatur von 88-95 Grad Celsius erreicht ist, zerfällt das Fleisch fast von selbst und es kann leicht zerzupft (englisch „to pull“: ziehen, zupfen) werden. Serviert wird Pulled Pork üblicherweise auf einem Hamburgerbrötchen mit Coleslaw und einer BBQ-Sauce.

Was brauchen wir alles für Pulled Pork?

In erster Linie viel Zeit und Geduld, denn die Zubereitung von Pulled Pork nimmt viele Stunden in Anspruch. Wir sprechen hier von einem sogenannten „Long Job“. Das Fleisch liegt in der Regel 10-15 Stunden (wenn es schlecht läuft auch länger) auf dem Grill. Allerdings sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, denn wenn der Grill einmal richtig eingeregelt ist, läuft es von alleine und man muss nicht die ganze Zeit dabei bleiben.

Das Wichtigste ist natürlich ein adäquates Grillgerät. Wir brauchen einen Grill, mit dem man indirekt grillen kann. Mindestvoraussetzung ist da ein Kugelgrill, auf den ich mich in diesem Beitrag beziehe. Die Zubereitung ist aber auch in anderen Grills, wie einem Smoker, Keramikgrill, Holzpelletgrill oder in einem Gasgrill mit ausreichend großer indirekter Zone möglich.
Empfehlenswert sind Kugelgrills mit einem Durchmesser von 57cm, die eine vernünftige Zuluftregelung haben, wie zum Beispiel der 57er Weber Kugelgrill, welcher auch der beliebteste und meistverkaufte Kugelgrill ist. Auch ich habe mit einem 57er Weber Kugelgrill begonnen intensiver zu grillen und meine ersten Pulled Pork-Versuche und Erfolge habe ich mit diesem Grill gemacht. Empfehlenwert ist hier der 57er Weber Mastertoch GBS in der Special Edition

Sehr wichtig ist auch der Brennstoff. Wir brauchen langanhaltende, konstant niedrige Temperaturen über viele Stunden. Das gelingt nur mit wirklich guten Holzkohlebriketts. Ich habe hier sehr gute Erfahrungen mit Grillis von Profagus und mit Kokoko Eggs von McBrikett gemacht. Die Brennstoffe von Profagus und McBrikett sind hier als Referenz anzusehen. Nicht empfehlenswert sind Braunkohlebriketts (z.B. Grillprofi), da sich Braunkohlebriketts schwerer entzünden lassen.
Um den typischen BBQ-Geschmack und das Raucharoma ans Grillfleisch zu bekommen, braucht man Räucherholz. Für intensiven Rauchgeschmack sind die Holzsorten Mesquite und Hickory empfehlenswert. Für ein dezentes Raucharoma sind Obsthölzer wie Apfel oder Kirsche ideal. Ich mische auch gerne Hickory mir Apfelholzchunks.
Eine Tropfschale – entweder als Einwegprodukt (wie zum Beispiel von Weber) – oder besser eine wiederverwendbare Tropfschale aus Edelstahl gehört auch zur Grundausstattung für die Zubereitung von Pulled Pork im Kugelgrill.

Ausserdem benötigen wir ein Thermometer, um die Kerntemperatur im Fleisch und auch die Temperatur im Grill zu messen. Das aktuell beste Grillthermometer am Markt ist das Maverick ET-733, welches über Funksender und Funkempfänger, sowie zwei Temperaturfühler (einer für das Grillgut, einer für den Grill) verfügt. Der Empfänger hat eine Reichweite von bis zu 100m, so dass man entspannt von der Couch die Temperaturen am Grill verfolgen kann. Man kann Mindest- und Höchsttemperaturen einstellen und das Thermometer gibt Alarm, sobald diese Temperaturen erreicht sind.

Maverick ET732 Pulled Pork im Kugelgrill - Wie macht man das eigentlich?-pulled pork-MaverickET732
Ein zuverlässiges Thermometer wie das Maverick ET-732 ist ein wichtiges Hilfsmittel für ein gelungenes Pulled Pork

 

Brauche ich wirklich ein Thermometer mit zwei Fühlern? Mein Kugelgrill hat doch ein Deckelthermometer!
Das Deckelthermometer im Kugelgrill zeigt zwar auch die Temperatur in der Kugel an, jedoch am höchsten Punkt. Die Hitze der Holzkohlebriketts steigt nach oben und dort oben im Deckel ist die Temperatur deutlich höher als direkt auf dem Rost. Es ist nicht ungewöhnlich, das auf Rosthöhe 30 Grad weniger Temperatur ist, als das Deckelthermometer anzeigt. Daher empfiehlt es zwingend auf Rosthöhe zu messen, denn da liegt ja auch unser Grillgut. Man sollte den Temperaturfühler für den Garraum daher in unmittelbarer Nähe des Grillgutes platzieren. Ein Thermometer wie das Maverick ET-733 ist daher ein mehr als sinnvoller Zubehörartikel.

Wenn wir das Fleisch auch von innen würzen möchten, wird eine Marinadenspritze benötigt. Ein empfehlenswertes Produkt ist hier beispielsweise die Marinadenspritze von Rösle.

Wenn der passende Grill und das benötigte Zubehör vorhanden sind, sollte man sich Gedanken um die Fleischauswahl machen. Grundsätzlich kann man Pulled Pork aus nahezu jedem Stück Schweinefleisch machen. In den USA wird es auch häufig in großen Smokern aus dem ganzen Schwein (Whole Hog) gemacht. Das klassische Stück in den USA ist der sogenannte Boston Butt. Dabei handelt es sich um die Schweineschulter mit Nackenanteil. In Deutschland ist dieser Zuschnitt eher unbekannt und wenn ihr euren Metzger danach fragt, werdet ihr vermutlich nur Achselzucken zu sehen bekommen. Es gibt ein paar Onlineshops, wie beispielsweise Otto Gourmet, die diesen Zuschnitt relativ hochpreisig anbieten.
Üblicherweise wird in Deutschland Schweinenacken oder Schweineschulter für Pulled Pork genommen. Die Einen schwören auf die Schulter, die Anderen bevorzugen Nacken. Das ist letztendlich Geschmackssache. Ich bevorzuge generell Schweinenacken, da die Schulter häufig zu mager und das Fleisch zu lang-faserig ist. In meinen Versuchen ist die Schulter nie so saftig gewesen wie ein Nacken.
Man sollte bei der Fleischauswahl darauf achten, dass man ein gut durchwachsenes Stück mit einer schönen Marmorierung bekommt. Je gleichmäßiger das Fleisch mit Fett durchzogen ist, je saftiger und besser wird das Pulled Pork. Ich nehme in der Regel Schweinenacken mit einem Gewicht von 2,5-2,8 kg.
Natürlich kann man auch aus kleineren Stücken Pulled Pork machen. Allerdings hat man bei Pulled Pork einen Garverlust von 30-40%. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn von einem 2,5 kg schweren Schweinenacken nach 15 Stunden auf dem Grill nur 1,5-1,8 kg übrig bleiben. Ausserdem bekomme ich oft die Frage gestellt, ob es nicht deutlich schneller geht, wenn man kleinere Stücke um 1-1,5 kg nimmt. Sicherlich sind kleine Stücke etwas schneller fertig. Jedoch kann man nicht davon ausgehen, das man die Garzeit halbieren kann, wenn man ein Stück Nacken nimmt, das nur halb so schwer ist wie ein Großes. Kleinere Stücke trocknen auf dem Grill auch schneller aus. Daher ist es aus meiner Sicht nicht empfehlenswert, Stücke unter 2 kg zu nehmen.

Schweinenacken Pulled Pork im Kugelgrill - Wie macht man das eigentlich?-pulled pork-PulledPork01
Ein gut durchwachsener Schweinenacken ist ein ideales Ausgangsprodukt für Pulled Pork

 

Mit oder ohne Knochen?

Man kann Schweinenacken (oder auch Schulter) mit und ohne Knochen bekommen. Auf das Endergebnis hat es wenig Einfluss. Ich bevorzuge jedoch Schweinenacken ohne Knochen, da es hier einfach mehr Kruste beim fertigen Pulled Pork gibt. Nehme ich einen Schweinenacken mit Knochen, kann ich den Knochen am Ende der Grillzeit zwar problemlos vom Fleisch ziehen, aber dann fehlt mir auch ein Großteil der leckeren Kruste. Und die Kruste ist das Beste beim PP!

Standard-Schwein oder Edelschwein wie Stauferico, Buntes Bentheimer, Ibérico, Mangalitza oder Duroc?
Grundsätzlich ist es immer empfehlenswert ein möglichst hochwertiges Ausgangsprodukt zu nehmen. Wenn ich ein Schweine-Nackensteak grille, schmecke ich einen deutlichen Unterschied zwischen einem Edelschwein, wie Ibérico gegenüber einen normalen Nackensteak vom Hausschwein.
Allerdings ist das beim Pulled Pork eher selten so. Ich habe bereits Pulled Pork vom Duroc-Schwein und vom Bunten Bentheimer gemacht. Und wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen: Der Unterschied zum „Standardschwein“ ist minimal. Für mich eigentlich kaum wahrnehmbar. In einer Blindverkostung würde ich den Unterschied vermutlich nicht schmecken. Für mich habe ich hier die Entscheidung getroffen: Pulled Pork vom Edelschwein lohnt sich für mich nicht. Ich esse die Edelschweine lieber als gegrilltes Steak oder als Braten am Stück, jedoch nicht mehr komplett low&slow gegart bis zum Zerfall. Dafür ist mir das Fleisch schlichtweg zu schade.

Das Pulled Pork würzen (Rub auftragen, injizieren)

Wenn wir das passende Stück Fleisch für unser Pulled Pork gefunden haben, kann die Vorbereitung beginnen. Ich mache das in der Regel 24h bevor ich anfange zu grillen. Zunächst wird das Fleisch gewürzt. Dabei wird ein trockener BBQ-Rub auf das Fleisch aufgetragen. Einfach den Rub auf das Fleisch auftragen und rundherum ein wenig einmassieren, so dass alle Stellen grosszügig mit Rub bedeckt sind. Die Feuchtigkeit vom Fleisch sorgt dafür, dass der Rub hält. Das Fleisch muss vorher nicht mit Senf oder Öl eingepinselt werden. Wenn das Fleisch gewürzt ist, vakuumiere ich es in der Regel und lagere es noch für 24h im Kühlschrank. Hat man kein Vakuumiergerät, kann man das Fleisch auch in Frischhaltefolie einwickeln.
Ein guter Allround-Standard-Rub ist beispielsweise Magic Dust, den man sich beispielsweise nach diesem Rezept selber mischen kann. Wer nicht selber mischen möchte kann ihn auch fertig kaufen, beispielsweise von Ankerkraut. Dort gibt es sehr gute Rubs mit klangvollen Namen wie „Pull that Piggy“, „Tennessee Teardown“ oder „Hamburg Gunpowder“.
Welchen Rub man letztendlich nimmt ist Geschmackssache. Probiert einfach unterschiedliche Rubs aus und findet euren Favoriten.

Pulled Pork Pulled Pork im Kugelgrill - Wie macht man das eigentlich?-pulled pork-PulledPork02
Pulled Pork mit „Pull that Piggy“

 

Der Rub würzt das Fleisch jedoch nur von außen und man schmeckt die Würzung später nur an der Kruste. Daher kann man das Fleisch zusätzlich von innen mit einer flüssigen Marinade würzen, die man mit einer Marinadenspritze in das Fleisch spritzt. Die Injektion dient nicht nur zum Würzen, sie soll das Fleisch auch feucht und saftig halten. Folgende Injektionsmarinade verwende ich gerne:

  • 3/4 Tasse Apfelsaft
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 1/4 Tasse Salz
  • 2 Esslöffel Worcestershire Sauce
    (die Zutaten einfach zusammenrühren, bis sich alles aufgelöst hat)

Wenn man sich für eine Injektion entscheidet, sollte man die Marinade jedoch vor dem Auftragen des BBQ-Rubs in das Fleisch spritzen, denn ansonsten wird es eine recht matschige Angelegenheit, wenn die Marinade auf den trockenen Rub trifft.

Wenn das Fleisch fertig gewürzt ist, vakuumiert man es und lässt es einen Tag im Kühlschrank durchziehen. Falls du kein Vakuumiergerät hast und die einen Vakuumierer kaufen möchtest, schaue doch mal in meine Vakuumierer-Kaufberatung. Hat man kein Vakuumiergerät, kann man das Fleisch auch ein Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen. Ob man das Fleisch 2 Tage, 1 Tag, 10 Stunden, 5 Stunden oder nur 1 Stunde vor dem grillen würzt ist aber auch nicht entscheidend. Ich mache es aus Gewohnheit meistens einen Tag vorher.

Pulled Pork Pulled Pork im Kugelgrill - Wie macht man das eigentlich?-pulled pork-PulledPork03
Der Schweinenacken wird vakuumiert und über Nacht im Kühlschrank gelagert

 

Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind geht es endlich an den Grill. Während das Fleisch im Kühlschrank durchzieht, bereite ich den Grill vor. Im Kugelgrill empfiehlt sich die sogenannte Minionring-Methode. Mit der Minion-Methode kann man den Kugelgrill bis zu 20 Stunden auf Temperaturen zwischen 110-130 Grad halten, ohne Briketts nachlegen zu müssen. Zum Minion-Ring habe ich hier bereits einen ausführlichen Beitrag geschrieben.

Unter dem Fleisch platziert man eine mit Wasser gefüllte Tropfschale. Das Wasser in der Tropfschale sorgt zwar auch für eine feuchte Atmosphäre im Kugelgrill, dient aber in erster Linie dazu, dass der Grill nicht durch runter tropfendes Fett und Fleischsaft eingesaut wird. Wenn der Grill auf die gewünschte Temperatur eingeregelt ist und etwa 45-60 Minuten stabil läuft, legt man das Fleisch auf.
Entlang des Minion-Ringes legt man noch Räucherholz. Ich empfehle hier ungewässerte Chunks. Bitte keine gewässerten Chips oder Ähnliches, denn wir wollen ja Raucharoma am Fleisch haben und nicht mit Wasserdampf smoken. 😉
Gewässerte Chips sorgen für eine unsaubere Verbrennung und es „qualmt“. Dadurch kann ein beissender Rauchgeschmack entstehen. Einen Smoker befeuert man ja auch schliesslich mit trockenem, abgeleagert Holz um eine möglichst saubere Verbrennung zu haben.
Zuletzt wird das Fleisch mit dem Maverick-Thermometer „verkabelt“ und der Deckel des Kugelgrills geschlossen. Wenn der Kugelgrill jetzt richtig eingeregelt und gute Briketts verwendet wurden, sollte der Grill problemlos 15 Stunden und länger laufen, ohne das man etwas tun muss, geschweige denn Kohle nachlegen zu müssen.

Pulled Pork Pulled Pork im Kugelgrill - Wie macht man das eigentlich?-pulled pork-PulledPork04
Der Schweinenacken wird mit dem Maverick-Thermometer verkabelt

 

Wie lange dauert ein Pulled Pork eigentlich?

„Ein Pulled Pork dauert so lange bis es fertig“ – Diesen Spruch hört man immer wieder.
„Zwischen 12-24 Stunden“ – ist eine gängige Aussage.
Ich sage: Man kann ein Pulled Pork relativ genau timen!
Als ich mein erstes Pulled Pork auf dem Kugelgrill gemacht habe, habe ich auch mit dem Schlimmsten gerechnet. Es war nach 15,5 Stunden fertig. Das Nächste war nach 16 Stunden fertig. Dann war es nach 15 Stunden fertig. Ich komme beim Kugelgrill in der Regel eigentlich immer mit 14-16 Stunden aus. Dabei habe ich dann eine realtiv konstante Garraumtemperatur von 120 Grad (+/- 5 Grad).
Ich kenne genug Leute, die „quälen“ ihr Fleisch durch Gartemperaturen um 100-105 Grad. Dann ist es auch kein Wunder wenn ein Pulled Pork 20-24 Stunden dauert. Man kann es mit low & slow auch übertreiben. 😉

Die Plateauphase und die „Texas Crutch“

Wenn ihr euer erstes Pulled Pork macht und dabei regelmäßig auf die Kerntemperatur des Fleisches achtet, werdet ihr euch wahrscheinlich wundern, wie schnell die Kerntemperatur am Anfang steigt. Innerhalb von 3-4 Stunden sind 70 Grad erreicht. Die Reaktion ist dann meistens: „Hilfe, mein Pulled Pork ist zu schnell fertig!“.
Keine Sorge, denn ab ca. 70 Grad Kerntemperatur kommt es zur sogenannten Plateauphase (im englischen auch „Stall“ genannt). In dieser Phase ist es möglich, dass die Temperatur über mehrere Stunden (3-4 Stunden sind möglich) stagniert und ggf. sogar fällt. Keine Sorge, das Thermometer ist nicht kaputt wenn es über 3 Stunden bei 72 Grad verharrt. 😉
Häufig wird behauptet, dass in dieser Phase Fett und Bindegewebe zersetzt wird. Das ist jedoch nur bedingt richtig. Das passiert zwar auch in der Plateauphase, aber der Grund für die stundenlange Plateauphase ist schlichtweg Verdunstungskühlung. In dieser Phase fängt das Fleisch an zu schwitzen und Feuchtigkeit verdunstet. Dabei kühlt sich das Fleisch ab. Ihr kennt das ja vielleicht aus dem Sommer: Es ist heiß, wir fangen an zu schwitzen und der Schweiß kühlt uns ab. Genau das gleiche Prinzip sorgt für die Plateauphase. Erst wenn die Feuchtkugeltemperatur weit genug runter ist, steigt die Kerntemperatur wieder an und die Plateauphase ist überwunden. Einen interessanten englischsprachigen Bericht gibt es dazu auf AmazingRibs.com.

Mit der Texas-Krücke (Texas Crutch) kann man die Plateauphase unterbinden und das Pulled Pork beschleunigen. Packt man das Fleisch zu Beginn der Plateauphase (ab etwa 74 Grad Kerntemperatur) in Alufolie und verschliesst die Folie komplett dicht, wird die Plateauphase übergangen und das Pulled Pork wird einige Stunden eher fertig. Innerhalb der Alufolie gibt es keine Verdunstung, daher kühlt das Fleisch auch nicht ab und es ist schneller fertig. Im Gegensatz zum Brisket nutze ich beim Pulled Pork jedoch so gut wie nie Alufolie.

Der schwarze Meteorit – Moppen oder nicht?

Anfänglich habe ich mein Pulled Pork gemoppt. Doch irgendwann habe ich festgestellt, dass mir die Kruste pur ohne Moppsauce deutlich besser schmeckt. Durch zuckerhaltige Moppsaucen wird das Pulled auch meistens schwarz. Diese schwarzen „Meteoriten“ sind eigentlich üblich. Doch ich sage: Ein gutes Pulled Pork muss nicht pechschwarz sein! Eine dunkelbraune, mahagonifarbene Kruste schmeckt deutlich besser als eine pechschwarze Kruste. Daher mein Tipp: Kleistert das Pulled Pork nicht mit zuckerhaltigen Moppsaucen zu. Das Moppen ist beim Pulled Pork eigentlich gar nicht erforderlich. Das gepullte Fleisch wird später meist eh mit einer BBQ-Sauce vermischt.

Pulled Pork Pulled Pork im Kugelgrill - Wie macht man das eigentlich?-pulled pork-PulledPork06
Das perfekte Pulled Pork ist dunkelbraun und kein schwarzer Meteorit

 

Wenn das Pulled Pork zu früh fertig ist

Da man Pulled Pork meistens nicht auf die Minute timen kann, besteht die Möglichkeit es warm zu halten. Ich nehme den Schweinenacken meist bei einer Kerntemperatur von 93-95 Grad vom Grill. Das Fleisch ist dann butterweich und zerfällt schon fast von selbst. Man kann es jetzt direkt pullen, oder aber man wickelt es in Alufolie und hält es warm. Ich habe das Fleisch so schon problemlos 6-7 Stunden in einer Isolierbox mit Wärmflaschen warm gehalten. Zumindest eine Ruhephase von etwa einer Stunde in Alufolie sollte man dem Fleisch gönnen, bevor man es pullt. Gefühlt ist es dann deutlich saftiger, als wenn man es sofort zerrupft, wenn es vom Grill kommt.

Pulled Pork Pulled Pork im Kugelgrill - Wie macht man das eigentlich?-pulled pork-PulledPork09
Das Pulled Pork wird zerrupft

 

Nach der Ruhephase gibt man es in eine Schale und zerrupft es. Das geht problemlos mit zwei Gabeln, oder man nimmt die sogenannten „Bear Paws“ (Bärentatzen), mit denen man große Fleischstücke sehr schnell zerteilen kann.
Typischerweise isst man Pulled Pork in einem Hamburgerbrötchen mit Cole Slaw und BBQ-Sauce. Sehr lecker sind auch Pulled Pork Wraps. Erlaubt ist was schmeckt. Ich habe beispielsweise auch schon Pfannkuchenwraps mit Pulled Pork gemacht.

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Pulled Pork mit Coleslaw im Fladenbrot

 

Pulled Pork-Reste einfrieren

Grundsätzlich gilt: Man kann eigentlich nie genug Pulled Pork haben! Pulled Pork lässt sich auch wunderbar einfrieren. Ich vakuumiere immer Portionen a 150g in ein und friere das Pulled Pork dann ein. Wenn man dann mal Lust auf ein PP-Brötchen hat, kann man das Fleisch jederzeit auftauen, in einer Pfanne erhitzen, mit BBQ-Sauce vermischen und dann geniessen. Es empfiehlt sich eigentlich immer etwas PP im Froster zu haben. 🙂

Pulled Pork eindrieren Pulled Pork im Kugelgrill - Wie macht man das eigentlich?-pulled pork-WSMEW28
Pulled Pork lässt sich wunderbar vakuumieren und einfrieren

 

Man kann auch einen ganzen Schweinenacken komplett fertig smoken, erkalten lassen, vakuumieren und einfrieren. Wenn man ihn braucht, gibt man den gefrorenen Schweinenacken im Vakuumbeutel in einen großen Topf voll Wasser warmes und erwämt ihn dann. Jetzt kann man ihn wieder pullen und es schmeckt fast wie frisch vom Grill.

Das Doppelstock-Pulled Pork im Kugelgrill

Wie ich ja gerade erwähnt habe, kann man nie genug Pulled Pork haben. Und wenn der Grill schonmal 15 Stunden an ist, warum nicht gleich zwei Nacken auflegen? Nebeneinander geht das zwar anfänglich nicht, auf Grund des Minion-Ringes. Aber dank des Volumens eines Kugelgrills, kann man zwei Nacken übereinander stapeln. Dazu benötigt man einen zweiten Rost und zwei Ziegelsteine. Als zweiten Rost nehme ich einfach den Rost vom Go-Anywhere, welcher die ideale Größe für einen zweiten Scheinenacken hat. Den Rost legt man einfach auf die beiden Steine und schon kann man zwei Nacken übereinander garen. Aber Achtung: Der obere Nacken gart schneller, da die heisse Luft nach oben steigt und es direkt unter dem Deckel etwas heisser ist, als auf dem Rost. Sobald der Minionring etwa zur Hälfte abgebrannt ist, sollte man den oberen Nacken auch auf den normalen Grillrost über die bereits abgebrannten Kohlen legen. Auf diese Art und Weise lassen sich im 57er Kugelgrill problemlos bis zu 6kg Schweinenacken (zwei Nacken a 3kg) zubereiten.

Doppel-Pulled Pork im Kugelgrill Pulled Pork im Kugelgrill - Wie macht man das eigentlich?-pulled pork-PfingstPP07
Zwei Pulled Pork übereinander im Kugelgrill

 

Zu guter Letzt möchte ich nochmal betonen, dass es sich bei diesem Artikel um meine persönliche Ansicht zum Thema Pulled Pork handelt und ich diesen Artikel anhand meiner persönlichen Erfahrungswerte geschrieben habe. Es mag durchaus andere Ansichten und Wege geben um ein gutes Pulled Pork zuzubereiten. Aber wenn ihr es nach diesem „Leitfaden“ macht, wird es nicht so schlecht werden. 😉

Das Rezept zum ausdrucken:

Pulled Pork Anleitung
Pulled Pork
Stimmen: 57
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    Portionen Vorbereitung
    12 Portionen 1 Stunde
    Kochzeit Wartezeit
    10-18 Stunden 1-2 Stunden
    Portionen Vorbereitung
    12 Portionen 1 Stunde
    Kochzeit Wartezeit
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      12 Portionen 1 Stunde
      Kochzeit Wartezeit
      10-18 Stunden 1-2 Stunden
      Portionen Vorbereitung
      12 Portionen 1 Stunde
      Kochzeit Wartezeit
      10-18 Stunden 1-2 Stunden
      Zutaten
      • 1 Schweinenacken (möglichst groß 2,5 - 3 kg)
      Der Rub (z.B. Magic Dust)
      • 1/2 Tasse Paprikapulver (mild)
      • 1/4 Tasse Salz
      • 1/4 Tasse brauner Zucker
      • 2 TL Senfpulver
      • 1/4 Tasse Chilipulver
      • 1/4 Tasse Kreuzkümmel
      • 2 TL schwarzer Pfeffer (gemahlen)
      • 1/4 Tasse Knoblauchpulver
      • 2 TL Cayennepfeffer
      Die Injektion (optional)
      • 3/4 Tasse Apfelsaft
      • 1/2 Tasse Wasser
      • 1/2 Tasse Zucker
      • 1/4 Tasse Salz
      • 2 EL Worcestershire Sauce
      Portionen: Portionen
      Anleitungen
      1. BBQ-Rub (z.B. Magic Dust) großzügig auf den Schweinenacken auftragen, ggf. mit der Injektion von innen würzen (optional) und mindestens 1 Stunde einwirken lassen.
      2. Grill auf 110-130 Grad einregeln und Schweinenacken indirekt grillen. Dabei Räucherholz auf die Glut legen um den typischen Rauchgeschmack zu erhalten. Mit Grillthermometer die Kerntemperatur überwachen. Das Pulled Pork ist fertig, wenn das Fleisch butterzart ist und fast von selbst zerfällt. Die ist in der Regel bei einer KT von 93-95 Grad C der Fall.
      3. Das Fleisch kann jetzt direkt gepullt werden oder aber problemlos mehrere Stunden in Alufolie gewickelt warm gehalten werden. Das geht am besten in einer Isolierbox mit Wärmflaschen oder auch im Backofen bei 60 Grad. Bevor man es zerrupft, sollte man dem Fleisch zumindest eine Ruhephase von 60 Minuten gönnen, da es dann saftiger wird.
      4. Mit Coleslaw und Hamburgerbrötchen und BBQ-Sauce servieren.
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      200 Kommentare

      1. Sieht toll aus, schmeckt sicher auch lecker – trotzdem (vielleicht bin ich da einfach nur noch zu sehr Anfänger) … für mich hat Grillen immer noch was mit Feuer und Geruch zu tun und – vor allem – damit, daß man ziemlich schnell was zum Essen vor sich hat.
        Ich denke, ich brauche noch eine Weile, mich auf so ein langfristiges Grillen einzustellen. Abr da hilft so ein Text sicher.

        • Hallo,

          also Geruchs technisch bist du hiermit auch gut bedient 🙂
          Vorallem in den ersten Stunden des Räucherns.

          Was die Erklärung betrifft. Einfach nur Top. Habe mittlerweile auch schon mehrere male PulledPork gemacht und habe mich bei den ersten malen natürlich an Tipps und Tricks von anderen gehalten. Allerdings muss ich sagen: Hätte ich diesen Bericht schon damals gehabt hätte ich mir auch viel Frust erspart.

          Wirklich Top. Von A bis Z bestens erklärt. Vorallem wirklich nützlich ist zu wissen wie man den MinionRing legt und welche Kohle man nehmen sollte. Ich nehm auch immer die Grillis von Profagus (REWE).

          Ich weiß nicht ob ichs einfach nur überlesen habe oder ob es evtl. wirklich noch nicht erwähnt wurde. Und zwar die Belüftung. Ich habe meine Belüftung mit Edding markiert. Genauer gesagt habe ich einen Strich gemacht an welcher Stelle der Hebel stehen muss, damit innen ein Schlitz von 2-5mm vorhanden ist. Oben ist es komplett offen.

          LG
          Chris Braun

      2. Wow, da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen! Super einfach erklärt, mal gucken ob ich das am Samstag auch so hinbekomme 🙂

      3. Guten Abend!
        Hätte da eine Frage:
        Wäre diese Zubereitungsmetode auch auf dem Q240, also ELETRISCH möglich?
        Danke im voraus.
        LG aus Wien sendet
        Jörg Gollenbeck

        • Theoretisch schon, wenn man das PP in eine Schale legt um es indirekt zu grillen. Allerdings fehlt ja auch das Raucharoma. Wirklich empfehlenswert ist das nicht.

      4. Das sieht super aus und klasse beschrieben.
        Genau so wie ich auch mein PP Liebe, nicht schwarz und ohne BBQ-Soße drauf.

        Mit freuigen Grüßen
        Robboo

      5. Super Bericht. Als Ergänzung kann ich noch sagen, dass ich der Pork nie zerrupfe, sondern es ganz in einer Schale und Gabeln auf den Tisch stelle. Dann kann sich jeder selber was nehmen, das macht Spaß und das Fleisch wird nicht kalt und behält den Fleischsaft länger.

      6. Sieht super lecker aus, schöner Beitrag, aber ehrlich wer als normal Sterblicher mit Familie und Job kann bis zu 15h an einem Grill verbringen. Hut ab für die Leistung!!

        • Der Grill macht das von alleine, wenn er einmal eingeregelt ist. Ich lege abends auf und dann ist das Pulled Pork am nächsten Mittag fertig. Da muss ich nicht am Grill bleiben.

      7. Hallo Thorsten, am Freitag will ich mein erstes PP nach Deiner Anleitung starten. Dazu möchte ich heute Abend zusätzlich zum Rub eine Marinade in das Nackenstück spritzen. Nun stellt sich mir die Frage ob ich viele Einstiche mit weniger Menge oder wenige Einstiche mit viel Marinade tätigen soll? Tritt nicht Fleischsaft aus den Einstichkanälen aus? Vielen Dank!
        Ciao Stephan

        • Hi Stephan, ich mache an einem Standard-Nacken so etwa 6-8 Einstiche und spritze da dann auch recht viel rein. Der Fleischsaft tritt nicht aus. Das klappt wunderbar.

          • Gerade haben wir mein erstes PP nach Deiner Anleitung verputzt. Sehr lecker – so saftig und voller Aroma! Dies war auf alle Fälle nicht das letzte PP.
            Ciao
            Stephan

      8. Hallo,

        super Bericht. Hast du Tipps wie man den Weber am schnellsten einregelt? (z.B. unten komplett auf, und nur über den deckel ?)

        Viele Grüße,
        rouven

      9. Hi Thorsten
        Tolle Anleitung. bisher habe ich 3x PP auf meinem Q320 „gegast“, dazu habe ich das Fleisch auf eine Aluschale mit Rost gelegt (Koncis..), darunter ca. 1,5-2L Wasser. Nach ca. 3 Std. steigt die Garraumtemeratur merklich an, und ich muss wieder (heißes) Wasser nachfüllen. In Deiner Anleitung auf dem Weber OTP sprichtst Du davon, dass man nie(?) Wasser nachfüllen muss, obwohl die Schale neben den Kohlen liegen. Ist dem so) Frage deshalb, weil wir demnächst bei einem Kumpel auf dessen OTP ein PP grillen möchten. Vielleicht mache ich auch was flasch bei meinem Q 320?
        Thx und nochmals Gratz zur Meisterschaft!!!

      10. Heute nachgegrillt mit einem Hammer-Ergebis! Danke für die detaillierte Beschreibung, werden wir nun öfters machen. Freue mich auf weitere Grillideen zum Nachahmen!

      11. Hallo,

        danke für diese sehr detaillierte Beschreibung.
        Morgen wird mein erstes Pulled Pork aufgelegt.
        Vorher habe ich noch 2 kleine Fragen und würde mich sehr über eine Antwort freuen:

        Wieviel ml enspricht in deinem Fall das Maß der Tasse für „Injektion“ des Nackens ?

        und

        Wieviel kochendes Wasser kommt in die Tropschale?´

      12. Moin Thorsten,
        was soll ich sagen, hab Gestern mein erstes PP auf meinem Billigkugelgrill vom Dehner Gartencenter gemacht. Nach ersten Schwierigkeiten beim einregeln des Grills hatte alles Super geklappt und das Fleisch war nach 15 Stunden auf 90°C und Perfekt!!
        Danke für die Megaanleitung und den Hammerblog den du hier auf die Beine gestellt hast!
        War bestimmt nicht mein letztes PP und ich werde ganz sicher noch mehr von deinen Rezepten ausprobieren,
        p.s. Meine Freundin hat deine „Perfekten Burgerbrötchen“ dazu gemacht und du hast wirklich nicht übertrieben, da kommt kein gekauftes mit

      13. Also besser kann man es nicht erklären, mein Kompliment. Bin neu auf dem Gebiet, aber bei 2 pulled pork die ich bisher gemacht habe ( binnen einer Woche ) 🙂 habe ich beide Male ein traumhaftes Ergebnis gehabt. Gleich im zweiten Anlauf habe ich über Nacht laufen lassen…überhaupt kein Problem wenn der Grill gut eingestellt ist. Burger auf dem Weber Kugelgrill sind ebenfalls ein Gedicht. Zart rosa von innen, super saftig, einfach herrlich und absolut empfehlenswert. Ein unbedingtes Muss für jeden Burgerfan.

      14. Ich muss mal einfach Kommentar los werden

        DANKE für diese geniale Anleitung und Erklärung. Ich habe viel gelesen aber das meiste hier und so ist mein erstes PP auch super geworden.

      15. Hi,
        eine kurze Frage: Wenn ich aus organisatorischen bzw. Zeitgründen ab ca. 70° KT die „Texas-Krücke“ anwenden möchte, bleibt diese bis zum Schluss dran? Wenn nicht, ab welcher KT kann/sollte/muss man sie wieder entfernen? Danke im Voraus für eine kurze Antwort hierzu.
        BTW: Geplant ist PP aus 2,9kg Schweinenacken auf einem Weber Spirit E-210

      16. Hi Thorsten, ich bin richtig happy, dass ich auf deine Seite gestoßen bin. Endlich eine 1a-Anleitung für Pulled Pork auf dem Kugelgrill. Nachdem meine ersten beiden Versuche nicht gelungen sind, denke ich, dass es mit dem Minion-Ring klappt, die Temperatur über lange Zeit konstant zu halten.
        Heute Nachmittag werden die Zutaten besorgt und Sonntag morgen der Grill angeschmissen. Die Krönung zum Superbowl.

      17. Hallo Thorsten, auf deine Seite bin ich gestoßen bei der Suche nach einem guten Kugelgrill. Eigentlich wollte ich keinen und habe mich dem Willen der Hausherrin gebeugt. Geworden ist es der Master-touch-GBS black special edition, der dann für Frau und Familie unter dem Weihnachtsbaum lag.
        Beim stöbern auf der Seite bin ich bei diesem Gericht und Anleitung gelandet. Für den zweiten Weihnachtsfeiertag hat sich die Familie zum Essen angemeldet. Was lag näher für mich, als gleich mal das PP auszuprobieren? Noch keine 48 h den grill aufgebaut und gleich an sowas wagen, war die Äußerung meiner Frau. Ich hatte heimlich schon Material und Zutaten besorgt und der Versuch wurde gestartet. Was soll ich schreiben? Mega gute Anleitung, es ist nichts schief gegangen, auch ohne Funk-Thermometer. Das Ergebnis war top und alle haben es geliebt. Beef Brisket und Boston Butt waren wirklich Achsel zucken bei meinen Metzgern, aber das bekomme ich auch noch hin. Das nächste PP ist für kommenden Samstag geplant und ich habe absolut keine Angst davor, bei der mega Anleitung! Auch die anderen Rezepte werde ich noch ausprobieren.
        Vielen, vielen Dank an Dich und weiter so!!!

      18. Hallo Thorsten,

        wie auch alle anderen Anleitungen von dir, ist diese ebenfalls der absolute Knaller und überragend hilfreich. 🙂
        „Daumen hoch“
        Am Wochenende werde ich meinen ersten Versuch eines PP mithilfe deiner Anleitung angehen.
        Freitag Abend wird der Grill und das Fleisch vorbereitet und auch der Minion-Ring schon gesetzt.
        Somit steht dem Start am Samstag morgen um ca. 05:00Uhr nichts im Wege. 😀
        (Meine Frau würde gerne gegen 18Uhr essen)
        Daher werde ich auf die Texas-Krücke zurückgreifen müssen.

        Was ist deine Erfahrung oder Meinung zu der Krücke beim PP?
        Wirkt sich das auf den Geschmack, Fettgehalt oder ähnliches aus?
        Da du geschrieben hast, dass du die Alufolie beim PP weglässt.

        Viele Grüße
        und immer weiter so!

        Patrick

        • 5 Uhr aufstehen wäre mir ja zu früh 😉
          22 Uhr auflegen… 24 Uhr ins Bett gehen ist doch viel angenehmer. 🙂
          Es ist kein so großer Unterschied ob mit oder ohne Folie. Gefühlt zersetzt sich das Fett in de Folie nicht ganz so gut…

          • So, am Samstag Abend wurde dann, dass nach deiner Anleitung, gegrillte PP verputzt.
            Und es war herrlich! 😀
            Ohne Beaufsichtigung darf ich den Grill nicht brennen lassen.
            Also bin ich um 03:30 Uhr aufgestanden, hab das Tier aus dem Kühlschrank genommen und die Kohlen vorgeglüht um den Grill einzuregeln.
            Den Minionring hatte ich am Freitag Abend schon gesetzt.
            Gegen 04:45 Uhr kam das Schwein auf den Grill. 😀
            Ohne die Texas Krücke zu benutzen, war das Fleisch um 18:15 Uhr fertig und ich habs in Alufolie zum ruhen gepackt.
            Um 19:15 Uhr wurde dann gegessen! 😀
            Es war ein Gedicht!
            Bei mir waren es nun 13, 5 Stunden grillen und 1 Stunde ruhen.
            14, 5 Stunden gesamt.

            Viele Grüße

      19. Moin Thorsten,
        seit Monaten bin ich Fan Deines Blogs und wir haben schon einige leckere Rezepte ausprobiert.
        Nach genialen PP Erfahrungen in den USA im letzten September will ich mich bald selber an Pulled Pork wagen, habe aber nur einen großen Gasgrill (3 separate Zonen).
        Kannst Du mir Tipps für die Zubereitung dort geben? iGrill 2 mit Garraumfühler und zwei weiteren habe ich auch zur Verfügung. Auch eine Smoke Box für Chips steht zur Verfügung.
        Vielen herzlichen Dank schon einmal.
        Jörg aus Lübeck

        • Hallo Jörg, am besten machst du mal einen äußeren Brenner an und lässt den auf Minimalstellung laufen. Du solltest dann irgendwie auf Temperaturen um 120 Grad kommen. Wenn es noch zu heiss ist, muss du irgendwas unter den Deckel klemmen (Stück Holz oder so), damit etwas Hitze entweicht.

          • Moin Thorsten,
            mein erstes PP ist seit gestern spät abends auf dem Gasgrill.
            Nun habe ich zwei Fragen und hoffe auf Hilfe:
            1) Wo misst Du die Garraumtemperatur? Mein PP liegt auf einem GN Einsatz + Rost neben dem einen äußeren Brenner, der brennt. Wenn ich den Garraumfühler von meinem iGrill 2 direkt auf dem Rost platziere oder oben auf der Brotablage knapp unter dem Deckel habe ich Temperaturunterschiede von 30-40 Grad gemessen.
            Ich habe oben jetzt direkt am Fleisch 120 Grad – macht unten ca. 90 Grad. Die Nacht über hatte ich unten gemessen und lag konstant bei 85 Grad. Über ca. 8 Stunden habe ich das Fleisch von 5 auf 55 Grad gezogen. Ist das normal?
            2) Wenn ich den äußeren Brenner auf kleiner bis mittlerer Flamme habe, bekomme ich die Holzchips in der Räucherbox nicht richtig zum brennen. Heißer drehen steigert aber die Garraumtemperatur zu krass. Hast Du einen Tipp?
            Vielen Dank und Viele Grüße
            Jörg

            • Hallo Jörg, hoffe meine Antwort ist noch nicht zu spät. 😉
              Die Garraumtemperatur sollte man immer möglichst nahe am Fleisch messen. Wenn du dein PP in einer Schale machst, schirmt die Schale das PP natürlich zu einem gewissen Teil ab. Es soll ja eigentlich im warmen Luftstrom gegart werden. Ich würde es besser direkt auf den Rost legen. Gibt auch eine bessere Kruste. Die Temperatur oben am Deckel ist im höher, da die warme Luft ja nach oben steigt. Wichtig ist aber auf dem Rost. Innerhalb von 8 Stunden von 5 auf 55 Grad ist wenig. Normalerweise müsste es jetzt schon bei rund 70 Grad sein. Das liegt aber daran, dass deine Temperatur am Felsich einfach zu niedrig ist mit 85-90 Grad. Wenn die Chips nicht anfangen zu glimmen, packe sie mal in ein Alupäckchen und steche 3-4 Löcher rein.

              • Hallo Thorsten,
                noch einmal vielen dank. Antwort kam nicht zu spät. Zudem hat meinen Facebook Kommentar ein Freund gesehen und mich umgehend angerufen und auch noch geholfen.
                Den Hinweise mit dem Fühler am Fleisch habe ich später oben im Beitrag auch noch gesehen – stand ja beim Thermometer – hatte nur unten gesucht, wo Du das Grillen an sich beschreibst.
                Wie auch immer: die Temperatur war einfach zu gering und als ich hochgezogen habe, ging es dann. Auch die Chips haben dann gezündet und geräuchert.
                Letztendlich hat es 20 h gedauert. Da ich Dank konstanter Temperatur auf dem Gasgrill nicht dabei stehen musste, war es aber nicht schlimm und da PP war genau rechtzeitig fertig, so dass wir genau nach Ruhezeit essen konnten – Warmhalten etc. konnte ich mir sparen.
                Ich denke auch, dass die Wanne mit Wasser verzögert hat – gerade, wenn ich mal Wasser nachgefüllt habe, merkte ich das. Nur als ich die Wanne zum Schluss betrachtet habe, fand ich die Entscheidung doch gut, denn die Wanne ließ sich deutlich einfacher reinigen, als der Grill. So wie die aussah, hätte Grillschruppen ewig gedauert.
                Beim Holzkohlegrill und Pelletsmoker machst Du das ja auch, oder? Da verteilt sich aber anscheinend die Wärme besser?
                Als Dankeschön für den tollen Support noch eine spezielle PP Sauce, die ich entdeckt habe: http://www.rezeptwelt.de/saucendipsbrotaufstriche-rezepte/pulled-pork-bbq-sauce/546324
                Wir waren mega begeistert!!!
                Nächstes Wochenende gibt es Deine Cherry Bomb Ribs – Deien Sauce habe ich shcon gemacht und die ist super lecker!
                Vielen Dank aus Lübeck

              • Ja das macht Sinn 🙂 Warm hatte ich es schon genommen, aber war wohl noch viel zu wenig.

      20. Moin Moin, ich möchte mich für die tolle Beschreibung des Rezeptes und aller dazugehörigen Massnahmen bedanken, echt hammer geil.
        Ich habe von meinem Frauchen einen Weber Grill geschenkt bekommen

        • Ich habe.eigentlich viel mehr geschrieben, aber naja. Ich danke Dir auf jeden Fall für die tolle Rezeptbeschreibung, denn es war mein erstes Grillereignis dieser Art und auf keinen Fall das letzte. Bishet haben wir „nur“ gegrillt aber dieses Event war der Hammer. Meine Gäste waren sehr begeister. Danke Euch/Dir für die Seite und die Rezepte.
          Gruss Andi.

      21. Hi,
        absolut megageil,Deine Seite!!!

        Mußte leider meinen Smoker und meinen Grill wegen Umzug still legen.Bei der Suche nach Alternativen bin ich auf Deine Seite gestoßen.

        Hab das PP paarmal im Backofen gemacht….super Ergebnis.Rauchgeschmack durch entsprechende BBQ Saucen.(….klar,nicht ganz so wie im Grill)

        2,7kg Hals liegen vorbereitet im Kühlschrank….gespritzt,Rub aufgetragen,vacuumiert.
        Wird gegen 22.00 in den Ofen geschoben,bei 120°C Umluft zwischen 12 und 15 Stunden.

        Meine Familie ist immer wieder aufs Neue begeistert.

        Gruß Micha

      22. Sagenhafter Blog. Ich bin auch begeisterter PP Griller, aber da hab ich noch einiges gelernt. Ihc mach das PP auf dem Weber Spirit. Ich gehe mit der Temperatur meist 10 Grad höher, weil ich bisher noch nicht die Muße hatte so lange auf das Essen zu warten. morgens Schweineschulter drauf und abends mit Gästen Essen, das war bisher mein Ziel (8 Stunden auf dem Grill, 1,2-1,5 kg Fleisch) aber vlt. probier ich es mal. Danke

      23. Hey,
        sind am Do. auf die Idee gekommen PP zu machen. Dank der Anleitung überhaupt kein Problem und ist super geworden …. war v.a. bzg. der konstanten Temp. mit dem Minion Ring begeistert. War ne bissen irritiert bzg. dem beschriebenen Temperatur Plateau. Haben mal die Fleisch-Kerntemperatur. Ist kein Plateau, sondern nur ne kurve die mit zunehmender Zeit abflacht (Logarithmisch; y = 26,823ln(x) + 9,728 mit nem R2=0,995) 🙂

        DANKE für den guten Block … Vorschläge für das nächste Project in nem Weber 56cm DM Grill

        Wieviel smoke nehmt ihr her?

      24. Vielen Dank für diese geniale Anleitung. Am 1. Mai werde ich mein erstes PP versuchen. Habe noch eine Frage zur Marinadeninjektion…Kannst Du sagen, wieviel mm ungefähr in jedem Einstich kommen? Und stichst man die Nadel rein und spritzt alles auf einmal oder zieht man die Nadel langsam heraus und spritzt auf der gesamten Einstichslänge?
        Vielen Dank im Voraus!
        Ein echt genialer Block…

      25. Hallo,

        erstmal super Beitrag, ich werd in den nächsten Wochen mein erstes Pull pork in meiner Weber Kugel 57cm in der Minionring-Methode machen.

        Kurze Frage hab ich noch: Ich wohn auch nicht weit von der Firma Schmitz weg. Sollte ich bei meinem ersten Versuch direkt auf die Grillis von Profagus setzen oder auf die Grillbrikkis der Firma Schmitz die ja deutlich günstiger sind?

      26. Hallo Thorsten,
        ich habe eine Frage zur Brikettsetzung. Ich besitze einen Weber Smokey Mountain und wollte fragen ob ich mit einem Minionring arbeiten soll oder lieber eine andere Variante wählen soll? ich hab die 47 cm Durchmesser Variante.

      27. Vielen Dank für diese Anleitung, ich habe am Wochenende das erste Pulled Pork in meiner Kugel gemacht und es wird definitiv nicht das letze gewesen sein.
        Nochmal herzlichen Dank und alles Gute.

      28. Hallo Thorsten,

        vielen Dank für deinen tollen Blog! Bin grad mitten und es läuft wie geschmiert.
        Einfach SUPER!!! Danke!

        Gruß Fritz

      29. Wenn ich eine zweite Schulter über der ersten plaziere, tropft das Fett von der oberen nicht direkt auf die untere? Die Idee, möglichst viel Fleisch unter zu bekommen find ich ja top 😉

      30. Hallo Thorsten,
        eine tolle Seite hast Du aufgebaut. Habe mir jetzt ein Gasgrill von Weber Genesis gekauft und möchte gerne auch ein Polled pork machen. In dein Bericht habe ich rausgehört, dass Du mit Holzkohle grillst. Kann ich deine Erfahrung was Du in deinem Bericht geschrieben hast auf Gasgrill umsetzten.

        schönen Gruß
        Christoph

        • Hallo Christoph, grundsätzlich gilt das natürlich auch für den Gasgrill. Da musst du dir dann nur Alupäckchen mit Räucherchips machen, die auf den Brenner legst, damit du Raucharoma ans Fleisch kriegst.

          • Hallo Thorsten,
            wollte mir jetzt Zubehör zulegen wie termometer und der meveric 733 ist dein Favorit. Gelesen habe ich dass das Gehäuse sehr billig ist und teilweise funtionier der Funk nicht richtig. Hattes du auch sowas gehabt.
            Gruß
            Christoph

      31. Hallo Thorsten,

        Vielen Dank für deine Anleitung 🙂
        Damit kann wirklich fast nichts schief gehen.

        Ich hatte allerdings Rennschwein Rudi Rüssel (2,7kg Schweinenacken). Abends um 22:00 aufgelegt damit es zur Mittagszeit durch ist.
        Pustekuchen!!
        Plateuphase übersprungen (ohne Alufolie) und um 8:30 war es bei KT von 95.
        Hat dem ganzen aber nicht geschadet da es Zeit hatte in der Kühlbox auf der faulen Haut zu liegen.
        Gartemperatur lag dabei relativ stabil bei 115-125 Grad.

        Das ganze gab es dann mit Frischen Brötchen vom Bäcker American Coleslaw und der South Carolina Mustard Sauce.

        Ein wahrer Gaumenschmaus!!

      32. Hallo,

        soeben habe ich mein erstes PP vom Rost geholt.
        Kanns kaum erwarten zu pullen – der Coleslaw steht seit gestern im Kühler.

        Super Anleitung, Minionring hat super geklappt. Musste nur einmal an den Grill, hatte plötzlich 140C° Garraumtemperatur, kein Plan warum. Lüftung kurz etwas weniger und den Rest der Zeit hatte ich dann fast immer genau120C°.

        Echt Klasse die Tipps auf deiner Seite, für Anfänger wie mich eine echte Hilfe. Danke dafür 🙂

        Gruß Klaus

      33. Hallo,
        Vielen Dank für deine tolle Anleitung. Ich mache das Pulles Pork gerade zum zweiten Mal. Und es ist jetzt gerade schon wieder passiert und ich weiß nicht warum. Ich habe einen Weber 57 cm. Ich stehe mitten in der Nacht auf. Zünde den Kerl an, Regel alles ein und nach 5-6 Stunden hat das Fleisch schon 91 Grad. Ich glaube es findet keine Plateau -Phase statt. Wie kann das sein? ist mein Grill zu dicht oder denkt er, er steht in Texas? 😉
        Gruß Dodo

      34. Hallo,
        Du hattest in deiner Anleitung für PP noch ein Rezept für eine Honigsauce mit beschrieben. Kann sie leider nicht mehr finden. Kannst du mir helfen?
        Gruß Marion

        • Hallo Marion, da muss ich leider passen. Ein Rezept für Honigsauce habe ich leider nicht auf meinem Blog. Ich nutze gerne die BBQUE Honig & Senf. Die passt auch gut zu Pulled Pork.

      35. Hallo,

        vielen Dank für Deinen tollen Blog. Mit den Hinweisen habe ich mich jetzt auch mal an PP gewagt und es hat schon klasse geklappt, wobei die Kerntemperatur bei mir auch schon deutlich schneller erreicht war. Bei nächsten Mal werde ich auch mal von innen „marinieren“ um dort auch noch etwas mehr Würze zu bekommen. Auf jeden Fall eine Superanleitung! Besten Dank dafür.

        Gruß, Bruce

      36. Hallo Thorsten,
        hat mein ersten PP hinter mir nach deiner Anleitung und die marinade habe ich mit der Marinadespritze in den Nacken reingespritz und das Ergibniss war Top. Die Marinade habe ich mit singel malt Whisky verfeinert. Funktermometer von Meverick 733 ist nicht mehr wegzudenken. Danke für dein tip.
        Gruss
        Christoph

      37. Moin, am WE möchte ich mein erstes Pulled Pork machen, hatte beim Schlachter EIN Stück Nacken ca 3,5 Kg bestellt, bekommen habe ich jetzt ZWEI kleine a ca. 1,8 KG :(. Kannst Du mir so ungefähr sagen wie lange die dann brauchen, wenn ich sie übereinander mache, da sie wohl neben- hintereinander nicht auf den Grill passen….

        • Die werden fast genau so lange brauchen wie ein großer Nacken. Nebeneinander geht schon, du musst nur umschichte, sobald die Glut unter dem zweiten Nacken ankommt.

            • Moin,
              so Pulles Pork erfolgreich gegrillt, es war megalecker, auch die Buns schön fluffig. Das war ein perfektes Grillevent :).
              Danke für die Rezepte.

              VG
              Marc

          • Hallo Thorsten,

            genau die Idee hatte ich auch, statt übereinander einfach zwei nebeneinander zu legen und dann umzuschichten. Kannst du aus der Erfahrung heraus sagen, wie groß/schwer beide Stücke sein dürfen, damit sie auf einen 57er Weber passen? Grob geschätzt…

            MOG vermutete ja schon, dass zwei mal 1,8kg nicht passen könnten. Aber das kann ich mir fast nicht vorstellen.

              • Hallo Thorsten,

                ich hatte ca. 2 x 2,9 kg. War gefühlt etwas eng, hat aber unterm Stricht gut funktioniert. Stück 1 war schon nach 9,5 Stunden bei 95 Grad Kerntemperatur und Stück 2 nach 12,5. Gerade ersteres hat mich stutzig gemacht.

                Das einzige was nicht so recht wollte war der Minionring. Dieser war entweder zu heiß oder zu „kalt“. So fein konnte ich die Luftzufuhr gar nicht regeln wie relativ schnell +/-20 Grad Abweichung zu den angepeilten 120 Grad waren. Musste somit leider ein mal die Stunde von Hand nachjustieren.

                Dem Endergebnis hat dies zwar nicht geschadet, es war jedoch etwas Arbeit nötig 😉

              • Hallo Micha, das „Problem“ bei der Steuerung ist die Empfindlichkeit. Wenn du auch nur einen Milimeter verstellst, wird es Auswirkungen haben. Aber das dauert auch ’ne Zeit bis es reagiert. Häufig ist es so, dass die Leute zu ungeduldig sind. Einfach etwas länger warten und nicht zu viel an der Steurerung berstellen, dann wird es entspannter. 🙂

      38. Hallo Thorsten,

        dass dein Blog erstklassig ist, habe ich schon mehr als einmal geschrieben und auch schon die Startseite meines Browsers eingenommen hat! 😀

        Folgendes…
        in zwei Wochen wollte ich mal fast alle meine Grillgeräte zum Einsatz bringen und hätte geschwind
        ne Frage.
        Es sollen vier PP auf meinen WSM57, auf die 57´er Outdoorchef – Kugel kommt deine neue Bacon-Variation „Cinnamon Sugar Bacon Twists“ und den Coleslaw mache ich auch selbst…allerdings ohne Majo.
        😀
        Jetzt ist noch der Petromax DO frei…. und mir fällt nix ein, was ich passendes dazu dopfen könnte. 🙁
        Hast du ne Idee…vielleicht einen guten Nachtisch?
        Ich habe den FT9, und es müssen 12 Personen befüttert werden.

        Viele Grüße
        und Dank im Voraus!
        Patrick

      39. Hallo Thorsten,

        dein Blog ist der Hammer!
        Seit nunmehr 3 Jahren setzte ich den 57er von Weber – und gerade habe ich mein allererstes Pulled Pork aufgelegt 😉

        Vielen für alle Tips und weiterhin viel Erfolg!

      40. Servus Thorsten,
        Deine Seite und Bloggs sind einfach genial!!!
        Pulled Pork nach dieser Anleitung hat bestens geklappt. Habe abends um 18 hr den Grill eingestellt, um ca. 19.30Uhr das Kammstück mit 2,7kg aufgelegt, am anderen morgen um 10 Uhr in Alufolie gepackt und um 11.30Uhr das ganze mit Familie genossen. Es war super!!!
        es macht Spaß in deinem Forum zu stöbern, Danke!!
        Gruß aus dem Frankenland
        Tino

      41. So, es ist jetzt 4:21 Uhr und ich habe seit 18:30 Uhr mein Pulled Pork auf der 57er Kugel. Kerntemperatur sind gerade 89 Grad. Deine Anleitung ist wirklich top, allerdings nutze ich in der Kugel einen Smokenator Nachbau.

      42. Hi,
        Habe schon ein paar PP nach deiner Anleitung gemacht. Wie immer super!! Nun bin ich gerade dabei 4 Stück aufeinmal zu machen. Sollen für den 7.11. auf meiner Geburtstagsparty sein. Habe aus Zeitmangel heute schon angefangen. Und möchte die dann einfrieren. Ist es besser gepulled oder im ganzen? Wie lange dauert so ein 3 kg Stück im ganzen, wenn ich es im warmen Wasser erwärme? Hast du da Erfahrungen? Vielen Dank schonmsl für deine tollen Tipps!!

        • Hi Dom, die fertigen PPs am Stück auskühlen lassen, vakuumieren und einfrieren. Dann im Vakuumbeutel gefroren in etwa 60-70 Grad warmes Wasser geben für ca.60-90 Minuten. Anschließend Aufschneiden, Pullen und warm servieren. Schmeckt wie frisch vom Grill!

      43. Danke für die tolle Beschreibung!

        Ist es eine gute Idee einen Bräter mit Rosteinsatz zu verwenden? Dann müsste doch das Fleisch saftiger bleiben, oder?

      44. Wirklich eine tolle Anleitung. Aber bei der Fleischwahl habe ich einen anderen Eindruck. ich habe letztens PP von einem sündhaft teuren Iberico-Nacken gemacht und meine Frau die sonst nicht so begeistert von PP ist hat sich zwei Portionen genommen und gesagt, daß ihr dieses PP diesmal besonders gut schmeckt. Ich fande das Fleisch insgesamt vom Geschmach reifer und fleischiger. Ob jemand soviel Geld für PP investieren will, überlasse ich jedem selber. Ich würde es im kleinen Kreis wiederholen.

      45. Kann eine viertel Tasse für die Injektionsmarinade schon stimmen? Kommt mir heftig viel vor. Habe den ersten Mix weggeschüttet und mit einem halben EL neu gemacht – wesentlich besser :)!

          • Ja, hatte das so gemeint. Hatte Angst, das PP zu versalzen. Werde es mal so versuchen, beim nächsten Mal eventuell mit mehr. Danke für das rasche Feedback 😉

            • Injektionsmarinaden schmecken pur immer bescheiden. Aber das Zeug bleibt ja für viele Stunden im Grill und soll lange Zeit für Geschmack sorgen. Daher ist es normal, dass es deutlich überwürzt schmeckt. Das Endresultat wird dann aber genau richtig sein. 😉

      46. Hallo Thorsten,
        Ich habe die 67er Kugel von Weber. In deiner Beschreibung des Minioringaufbau stehen zwei Brickets nebeninander und eine liegt oben auf. Funktioniert dies so auch beim 67er oder sollte zusätzlich eine dritte Reihe Brickets gestellt werden ( zwecks zu wenig Hitze ? ).

      47. Klasse Anleitung. Mit Minionring im 67er Weber ging es wunderbar. Lediglich die Zeitangaben passten bei mir nicht ausserdem hatte ich nahezu keine Plateauphase bei 72-74°!?!

        Ich habe 2.6Kg Nacken aus der Metro gehabt und die waren nach 8 Std. schon bei 92° Kerntemperatur.

        Wie dem auch sei, es war extrem lecker.

      48. Vielen Dank, am 4. Advent gab es ein leckeres Pulled pork mit Krautsalat im Brötchen. Hat für zwei Tage gereicht und alle waren begeistert. Dein Magic Dust Tipp hat mich auch überzeugt.

        Ein gesundes neues Jahr
        Steffen

      49. Moin „Brandenburggemeinde“ ?.

        Ich würde das gerne zum ersten Mal machen. Und zwar dieses Wochenende. (57 Weber).
        Wie sind denn die Erfahrungen bei diesen Außentemperaturen?

        LG. Dirk

          • Moin, Frost ist soeben vorbei. Es regnet bei 3Grad Plus. Fleisch ist fertig mariniert und geimpft. Die Axtschlaghölzchen sollen heute noch eintreffen. Profagus liegt bereit. (Gab es dieses Jahr, bei uns im Norden, den ganzen Sommer beim Discounter im Angebot). Wenn der Grill eingeregelt ist und das Fleisch auffliegt, werde ich die Wartezeit überbrücken mit Buns backen und vielleicht noch ein Apfelküchlein im Dopf backen. Hardware will ja schließlich benutzt werden. ?

            Ick freu mir… LG Dirk

            • So, was für ein Event. Minion Ring gelegt, Temperatur geregelt, die halbe Nacht aufgepasst, war aufgeregt wie ein kleiner Junge der mit seiner Märklin spielt, lief aber wie von alleine! Fleisch gegrillt, brauchte exakt 14 Stunden. War etwas klein, nur 1,9 Kg. Die perfekten Buns gebacken und zum Nachtisch Blaubeer Zimtschnecken aus dem Dutch Oven. Alle Daumen nach oben für deinen Blog.

              Liebe Grüße aus Hamburg,
              ein dicker, fetter Dirk.

      50. Hallo Thorsten,
        das „Pulled Pork“ habe ich 1:1 (zwei Nacken a 2,6 kg) auf dem „Monolith Classic“ nachgemacht, superzart, der absolute Oberhammer!!
        Garzeit 16 h auf´m Kopf, 93 Kt bei festgenagelten 110 Gt!
        …Eine Frage; wird das PP im Monolith „noch zarter“, wenn ich die Auffangschale mit Wasser fülle?
        Vielen Dank für die tolle, einfache Erklärung!
        Liebe Grüße aus Cappeln
        Thomas B.

        • Hallo Thomas, im Keramikgrill muss man eigentlich keine Wasserschale verwenden. Der Unterschied sollte eigentlich nicht zu merken sein. Aber vielleicht probierst Du es einfach mal aus und berichtest dann… 😉

          • Hallo Thorsten,
            ich hab noch mal das PP nach Deiner Methode wiederholt,
            dass gelingen von PP im Keramikgrill ist so was von garantiert, als das man die Geschichte mit der Wasserschale wirklich unberücksichtigt lassen kann – es geht nicht zarter, einfach nur supersaftig!!!.:D
            ….Nächste Frage :-), für die Bestückung des Keramikgrills, bin ich auf der Suche nach der „perfekten“ Grillkohle (große, fette Stücke), kannst Du mir eine Kaufempfehlung geben?

            Vielen Dank und immer weiter so!;-)
            Schöne Grüße aus Cappeln
            Thomas B.

      51. Moin Thorsten,
        Samstag steht bei mir erneut eine PP – Sitzung an 🙂 – ich möchte 3 Nacken ( a 2,7 kg) im
        Monolith Classic auflegen!
        Meine Frage: Würdest Du alle 3 Nacken auf einen Rost legen (dann liegen die Kameraden aber sehr weit außen) oder den Warmhalterost für den dritten Nacken nutzen, da wäre der oben liegende Nacken wahrscheinlich deutlich eher fertig, was meinst Du??

        Schöne Grüße aus Cappeln
        Thomas

      52. Hallo Thorsten,

        ich bin auf diesen tollen Bericht gestoßen und freu mich jetzt schon, wenn ich demnächst mein erstes PP versuchen werde.
        Was ich mich aber frage (weil ich es auch im Fernsehen gesehen habe): Kann ich das Fleisch auch statt auf den Rost in eine Edelstahl-Bratenform legen? Ich denke mir nämlich, dass es so schade um den Saft ist, der nach unten ins Wasser tropft.

        Grüße aus Graz
        Berni

      53. Am kommenden Donnerstag wird das zweite PP angegangen, das Erste war schon super. Rechtzeitig zu Ostern muss da ein eneus her, da die Vorräte aus der Kühltruhe leider auch aufgebraucht sind.
        Eine Frage hätte ich da noch:
        Wieso verwendet man denn nur Salz bei der Marinade zum injizieren und nicht den Rub selbst? Hat das negative Auswirkungen oder bringt das Salz gewisse Vorteile?

        Freue mich schon auf das PP

        Um das wichtigste nicht zu vergessen, deine Seite und deine Berichte und Rezepte sind wirklich klasse und bringen mich immer wieder in Versuchung. Ich hoffe du machst noch lange weiter 🙂
        Gruß Frank B.

        • Hallo Frank, man kann natürlich auch den Rub injizieren. Dabei kann jedoch das Problem auftreten, dass der Rub die Injektionsspritze verstopft, da er sich – im Gegensatz zu Salz – nicht vollständig auflöst.

      54. Hallo, vielen Dank für den tollen Beitrag, auch ich mache mein PP im 57er Weber nach dieser Anleitung und es wird immer prima. Ich denke man kann nicht genug betonen sich bei der Vorbereitung und beim einregeln des Grills genügend Zeit zu nehmen und zu warten, bis er stabil läuft bevor das Fleisch drauf kommt, auch wenn es mal länger dauert. Es macht Spaß zu sehen, wie der Grill dann stundenlang mit konstanter Temperatur läuft, ohne das man was tun muss. Wenn man aber schon mit Hektik und Zeitdruck anfängt bevor er stabil läuft, liegen schnell die Nerven blank und man ist nur noch am nachregeln und dann wird es schnell unentspannt, vor allem wenn man Nachts nicht zum schlafen kommt ;). Ich habe heute 5kg Nacken auf 2 Ebenen gemacht, hat prima geklappt. Ich muss aber mal ne Lanze für die Weber LL Kohle brechen, ich habe damit gute Erfahrungen gemacht, auch im Vergleich zu den Profagus Gillis. Also allen viel Erfolg beim ausprobieren und Kopf hoch wenns mal nicht so klappt, ich finde eine schlaflose Nacht gehört mal dazu – sonst kann man nicht mitreden 🙂

      55. Hallo Thorsten, bald werde ich auch das PP ausprobieren. Hast du eigentlich schon mal den Outdoorchef Classic Charcoal 570 getestet? Ich habe diesen Grill und er hat zu den Weber und co einen entscheidenden Vorteil: Der Trichter erlaubt es mir auf der gesamten Grillfläche indirekt zu grillen. So muss kein zweiter Rost für mehrere PP verwendet werden.

      56. Hallo Thorsten! Wir haben uns endlich an das PP getraut. Dank dir, denn Rezepte und Anleitung für alles, ist absolut ein Gedicht.
        Wir haben den Rub, Cole Slaw und die Buns (Hamburgerbrötchen) alles selbst gemacht. Kein großer Aufwand und trotzallem super lecker.
        Wir sind Fan von deiner Internetseite geworden!!
        Mach weiter so!!!
        Lg Katja

      57. Erst einmal vielen vielen Dank für die tolle Erklärung, hab lange nach einer vernünftigen Zubereitungsart gesucht und hier gefunden. Am kommenden Samstag wird es dann das erst mal getestet, ich freu mich schon so derbe darauf, dass meine Freundin schon total genervt ist, da sie nichts anderes mehr als Pulled Pork zu hören bekommt =).
        Natürlich auch gleich ein paar Freunde eingeladen, also bitte die Daumen drücken das nichts schief geht.

        PS: Die Seite hier von dir ist der Wahnsinn =) weiter so!!!!!

        Gruß Daniel

      58. Hallo Thorsten, das PP soll ja ca. 14 – 16 Stunden brauchen. In deinem Bericht über das PP vom Iberischen Duroc hatte es nur 12 Stunden gebraucht. Lag es daran, dass es nur 2,2 kg waren? Unser Metzger hier hat 3 – 4 kg Stücke, brauchen die länger als 16 Stunden?
        Gruß

      59. Hallo
        kann diesen Ablauf auch so für meinen Monolith übernehmen ?

        Finde Deine Seite übrigens supi .Habe mir schon viele Anregungen hier geholt .Mach weiter so.

      60. Hi Thorsten ich hätte da mal ne frage.
        Ich bin noch Neuling auf dem Gebiet und habe bisher noch keine für mich passende BBQ Soße gefunden.
        Ich mag sie Rauchig aber auch Süß welche kannst du mir da empfehlen.
        Danke schonmal im vorraus.
        Gruß Michael

      61. Hallo Thorsten,
        bis lang lief mein Monolith in der Temperatureinstellung wie festgenagelt (unterer Schieber ca. 10 mm, oben ca 3 mm). Bei meinem letzten PP hatte ich in der „Schlussphase“ Probleme die Temperatur konstant zu halten (an dem unteren Schieber hat sich Kondenswasser gebildet), ich musste unten ganz schön anblasen (unterer Schieber 50 – 60 mm).
        Als Brennmaterial habe ich die Rodeo Steakhousekohle eingesetzt.
        Meine Überlegung geht jetzt in Richtung Kohlekorb, hast Du da schon Erfahrungswerte mit dem neuen Kohlekorb von Monolith oder hat das doch was mit dem Kondenswasser zu tun!?

        Besten Dank vorab!
        Lieben Gruß aus Cappeln
        Thomas

      62. Hi!

        Haben das erste Mal Deine PP auf nem Weber, Johann Lafer Edition gemacht. Mussten schon ein paar Mal nachregulieren (wie kriegt man das über Stunden stabil?!), aber mit dem ET-733 war das kein Problem. Nach ca. 11 Stunden dann 94 Grad Kerntemperatur. Runtergenommen, in Alufolie ruhen lassen und dann gepullt. Geschmacklich der Knaller!!! ABER: „von alleine zerfallen“ ist da nix. War schon noch recht viel zu zerren. Da es unser erstes PP war, wissen wir nicht, ob das normal ist? Wie gesagt – geschmacklich der Knaller und auch das Fleisch war qualitativ sehr hochwertig (Bio-Bauer, bei dem die Schweine zu Tode gestreichelt werden).

        Viele Grüße und bitte die Seite genauso weiter betreiben. Seit der Entdeckung meine Nummer eins was Food-Sites angeht.

        Marcel

        • Bei 94 Grad Kerntemperatur sollte es eigentlich butterweiche sein. Wenn man ohne Widerstand einen Thermometerfühler ins Fleisch stecken kann, dann ist es eigentlich so weit, dass es von selbst zerfällt. Vielleicht war der Fühler aber auch nicht ganz mittig im Fleisch und du hast etwas weiter außen gemessen?

          • Hm. Halte ich für unwahrscheinlich. Hab extra darauf geachtet, das Thermometer genau mittig einzustechen. Da blieb es dann auch die ganzen 11 Stunden. Die beschriebene Plateauphase war auch gut ausgeprägt (bei 69/70Grad), insofern glaub ich nicht, dass es am falsch positionierten Thermometer lag. Komisch

      63. Ich habe auch schon 2 mal das PP gemacht und beides Male Ist das Fleisch sehr fest gewesen. Ich hatte auch eine Kerntemperatur von 94 Grad. Beim ersten Mal war es auch schon nach 8 h fertig. Ich habe es über Nacht laufen lassen, insofern weiß ich leider nicht , ob ich Plateaus hatte.

      64. Stimmt es, dass das PP deutlich saftiger wird, wenn ich es nach ca. 4 Std Garzeit in einer Edelstahl-Schale weiter garen lasse?
        Der Fleischsaft bleibt also erst einmal erhalten und später beim „pullen“ vermischt sich alles wieder.
        Ich praktizire es so nicht, aber mich würde mal interessieren, ob jemand hiermit bereits Erfahrungen gemacht hat.

        • Hallo Markus, generell wird es schon saftiger, wenn es im eigenen Saft schmort. Man kann es ja auch theretisch im Dutch Oven machen. Aber das ist dann halt auch kein echtes Pulled Pork mehr. Ich stehe am meisten auf die rauchige Kruste. Wenn ich es in einer Schale Gare geht ein großer Teil der Kruste verloren. Man muss hier also einen Kompromiß eingehen. Es ist letztendlich Geschmackssache.

      65. Hi memyself, ich hatte heute nacht die Generalrpobe für 2,5 kg Nacken pulled pork auf dem Kugelgrill und es ist traumhaft geworden, das Fleisch war allerdings schon nach 11 1/2 std. bei einer Kerntemperatur von 95°, ich hab es danach noch mit 2 Wärmflschen für ca. 1 Std. in die Kühl/Wärmebos gelegt, es zerfiel schon fast, als ich es mit der Gabel vom Grill genommen habe, das waren tausende Geschmacksorgasmen, dazu habe ich noch euer Rezept für den Coleslaw ausprobiert, allerdings mit Selleriesalz anstatt Sellerisamen, die hab ich auf die Schnellke nirgends bekommen, hatte aber den selben Effekt. Ich werde in Zukunft mehrere eurer Rezepte austesten, wenn die alle so gelingen, wie mein pp, dann ist alles in Butter. Macht weiter so, ich empfehle euch gerade via facebook überall weiter. Einfach klasse!

      66. Der Minion-Ring hat auf Anhieb geklappt und das Fleisch war ein Traum, bei mir allerdings schon nach neun Stunden fertig. In Alufolie gepackt und im Backofen warm gehalten, so hat es dann klaglos nochmal gute sechs Stunden ausgehalten. Ich hatte mit 12-15 Stunden kalkuliert und das Fleisch dementsprechend abends um 1900 Uhr auf den Grill gelegt damit es zur Mittagszeit am nächsten Tag fertig wäre. Bin dann also notgedrungen um 0400 Uhr in der Frühe raus, da waren es schon knapp über 95°C Kerntemperatur.

        Dazu Burger Buns am Vorabend gebacken, die sind wirklich klasse und nicht so labbrig wie die fertig gekauften. Schön stabil auch wenn es rundherum tropft und herausquillt. Hatte aus der Menge 12 Stück gemacht, jeweils 75 Gramm Teigmasse. Die waren mir letztendlich bisserl zu klein, beim nächsten Mal werden dann acht draus.

        Den Cole Slaw musste ich notgedrungen ohne Selleriesamen machen, als Alternative nahm ich Selleriesalz. Außerdem habe ich das Dressing zur Hälfte mit Miracel Whip zubereitet. War letztendlich bisserl viel, beim nächsten mal darf ich dann nicht gleich alles auf einmal über das Kraut kippen 😉
        Zudem muss ich mal schauen ob es für meine Bosch MUM noch eine andere Raspelscheibe gibt. Ich hatte grob-mittel-fein zur Verfügung, die mittlere war immer noch bisserl zu fein, die grobe wäre eher z.B. für Rotkohl geeignet. Tat aber dem Geschmack nicht aua, war große klasse.

        Für die Sour Cream habe ich eine Packung Magerquark, also 500 Gramm, anstelle von 400 genommen. War geschmacklich auch kein Beinbruch. Unisono besser als alles was wir jemals unter dem Namen „Sour Cream“ gekauft haben, also gibt es die in Zukunft auch nur noch selbst gemacht. Allerdings wären mir persönlich die zwei Knoblauchzehen zuviel (ich hatte gleich die doppelte Menge gemacht, weil wir am Vorabend noch Folienkartoffel hatten und dazu drei Knobizehen genommen), mir reicht da in Zukunft auch eine Zehe zum Originalrezept.

        Alles in Allem durchweg gelungen, herzlichen Dank für die Rezepte und für die Mühe die hinter allem steckt. Endlich mal Rezepte die die Resultate bringen die sie vorher versprechen 😉

        Viele Grüße

        Achim

        PS: zum Thema Oettinger …. das Export ist wunderbar süffig, das Pils mir persönlich zu bitter, das alkoholfreie Weizen spritzig erfrischend (vor allem als Bananenweizen) und das Kellerbier herrlich rund im Geschmack. Dabei bin ich vernarrt in fränkische Bierspezialitäten … Blindverkostet merkt eh keiner den Unterschied 😉

        Mir egal ob hier was gesponsort wird, Hauptsache die Rezepte passen 😀

          • Das war dann halt mein Vatertag, ohne Stress zum Grillvergnügen 😉

            Endlich mal weg von dem 08/15-Einerlei und den Grill mal richtig ausnutzen wofür er gemacht ist. Diese Woche kam noch mein Grillrost aus Gußeisen, den werde ich demnächst mit hübschen T-Bone Steaks einweihen … geht halt immer weiter.

      67. Hallo Thorsten

        Zuerst einmal muss ich mir allen Vorrednern anschliessen. Wirklich fantastisch geschrieben und andere Rezepte verlinkt.
        Ich habe wirklich fast alle Weber Bücher und grille schon seit einiger Zeit, aber so gut wie das Pulled Pork mit Coleslaw und Buns ist noch nie etwas geworden. Fleisch ist butterzart und fällt auseinander.
        Ich hatte aber wohl viel Glück mit dem BBQ.
        Ich habe noch mit den 3 Jahre alten „Weber Long Lasting Brikett“ gegrillt. Du hattest vollkommen recht, es hat über 1 1/2h gebraucht bis die im Anzündkamin mal heiss wurden. Ich habe aber wohl das schlimmste gemacht, was man machen kann. Habe die Weber Briketts (3/4 Ring) mit Mikros Briketts (1/4 Ring) gemischt. Das hat man dann auch zum Schluss gemerkt, da die Temperatur nicht mehr richtig hochging. War aber auch egal. Fleisch war fertiiiiiiiiiiiiiiiiiig!

        Extra um 6 Uhr aufgestanden.
        – Grill gereinigt
        – Minionring gelegt
        *6:30
        6 Briketts versucht im Anzündkamin zu starten
        *8:30
        – Minionring gestartet
        *08:45
        – Teig für Buns
        – Coleslaw fertig und in den Kühlschrank
        *10:00
        – Grill hat endlich die Temperatur von 120 Grad
        *14:00
        – Grill hat auf einmal die Temperatur von 150 Grad
        *15:30
        – Kerntemperatur von 74 Grad erreicht und Fleisch in Alufolie eingewickelt.
        *17:15
        – Kerntemperatur von 91 Grad erreicht
        – Grill hat auf einmal nur noch 110 Grad
        *18:00
        – Kann nicht mehr warten und habe Hunger.
        – Öffnen der Alufolie und der Fleischsaft und das Fleisch kommen mir praktisch entgegen. Es fällt förmlich auseinander.

        Bedeutet acht Stunden nachdem ich das Fleisch gestartet hatte, konnten wir es schon essen.
        Ich finde, wenn man sich schon die Mühe macht um das Fleisch zu grillen, dann lohnt sich auch Magic Dust mit „frischen“ Gewürzen. Ich wiederhole mich aber zum Abschluss noch einmal: „Es war wirklich mehr als perfekt.“ Vielen Dank für die tollen Rezepte und Beschreibungen. Auf noch viele weitere tolle Blogs.

        Die restlichen vier Buns wurden heute von der Familie zum Frühstück verspeist. Einfach suuuuuuper! Danke Thorsten!

      68. Hallo Thorsten…
        Super Beitrag…
        Mich beschäftigt mal eine technische Frage:
        Ich habe einen Jamie Oliver Classic BBQ Holzkohlegrill ( http://www.amazon.de/Jamie-Oliver-Classic-BBQ-Holzkohlegrill/dp/B00ID8BDBG/ref=cm_cr_arp_d_bdcrb_top?ie=UTF8 )
        geschenkt bekommen…
        Du hast ja das Maverick-Thermometer erwähnt – bloß wie führe ich die Kabel nach außen?
        Einfach unter der Haube einklemmen? – Wäre sicher nicht so optimal…
        Ich denke aktuell darüber nach, ein Loch in den Alu-Ring zu bohren…
        Aber evtl. hast Du da eine bessere Lösung…

        • Hallo Mike, ich klemme die Fühler bei meiner Weber-Kugel auch immer unter die Haube. Das macht dem Kabel nichts aus. 🙂
          Alternatov kannst du es auch durch den oberen Lüftungsregler führen. Anbohren würde ich die Kugel nicht.

          • Guten Abend Thorsten,
            Danke für die schnelle Antwort.
            Ich meinte mit „Durchbohren“ eher den ALU-Zusatz- Ring… und nicht eine der beiden Kugel-Hälften – da emailliert, wären die mir auch zu schade 😉 .
            Beim Ring könnte ich die Bohrung auch wieder abdichten…
            Aber für den ersten Test werde ich es mal mit dem „Zwischenklemmen“ testen.
            Jedoch muss ich eh vorher das Thermometer noch auf meinen Wunschzettel setzen 😉
            Für weitere Fragen melde ich mich gerne wieder – man will ja bei dem Zeitaufwand ja nix verkehrt machen…

      69. Hallo Thorsten,

        wie viele Andere bin ich auch der Meinung, dass dieser Artikel wirklich hervorragend ist!
        In Verbindung mit Deiner ausführlichen Erläuterung zum Minion Ring habe ich mich von Sonntag auf Pfingstmontag das erste Mal an eine Pulled Pork gemacht. Vielen Dank also schon mal für die Inspiration!

        Das Ergebnis war lecker, insbesondere die Kruste. Allerdings gab es vielleicht auch ein paar Dinge, die ich hätte besser machen können. Ich werde den Verlauf und das Ergebnis mal beschreiben und sofern Dir etwas auffällt, bin ich dankbar für weitere Tipps.

        Zunächst habe ich tags zuvor einen Testlauf mit Minion Ring (mein erster) ohne Grillgut gemacht.
        Da ich nicht darauf geachtet habe, dass ich besondere Briketts brauche, habe ich im Testlauf und beim Grillen danach je zwei Ringe aus Aldi Kohle benutzt. Nach jeweils ca. 8 Stunden musste ich den Ring erneuern/verlängern.

        Mariniert habe ich meine 3kg Schweinenacken mit Knochen mit Deiner Flüssigmarinade durch Injektion an 10 Stellen und durch die Memphis-Version von Magic Dust als Rub, dann einen Tag ziehen lassen.

        Beim Grillen des Pulled Pork habe ich zwei Ringe hinbekommen, die konstant 118 bis 125 Grad am Rost (Temperaturfühler ca. 3cm vom Fleisch entfern platziert) hatten. Auch das Deckelthermometer war wie „festgenagelt“, die Bedingungen in Sachen Temperatur scheinen mir also optimal gewesen zu sein. Als ich um 00:30 nachts den ersten abgebrannten Ring erneuerte, habe ich das Fleisch vom Rost genommen, schnell mehrfach in dicke Grill-Alufolie eingeschlagen und dann in den auf 120 Grad geheizten Backofen gelegt, um keine Vorgänge im Fleisch zu unterbrechen. Nach ca. 5-10 Minuten war der Ring wieder auf volle Länge verlängert und das Fleisch wanderte wieder drauf. Ca. 10-15 Minuten nach dieser Aktion war die Temperatur wieder konstant bei ca. 120 Grad. So ging ich dann zubett.
        Am nächsten Morgen um 08:00 Uhr war 93 Grad Kerntemperatur im Fleisch erreicht, um 09:30 dann 95 Grad. Nach insgesamt 14:55h Grillzeit war es fertig. Dann wanderte es vierfach in Alufolie und in eine mit zwei Wärmflaschen gefüllte Kühltasche, wo es drei Stunden bis zum Verzehr um 12:30 Uhr lag.

        Nun mein Ergebnis:
        Das Fleisch war beim „Pullen“ weich und ließ sich auseinander ziehen, aber es war nicht „butterweich“. Die Kruste war sehr würzig und lecker, das Fleisch innen mit einem leichten Geschmack nach Schwein, von der Würzung durch Flüssigmarinade hat man geschmacklich gar nichts gemerkt. Es gab einige Stellen im Fleisch, wo die Fasern sehr lang waren und auch etwas trocken. Andere wiederum, die stärker mit Fett durchzogen waren, waren weicher und saftiger. Insgesamt fehlte mir etwas das erwartete „so weich, es zerfällt am Gaumen“-Gefühl, sowie geschmacklich die Würzigkeit im Fleisch. Das Fleisch selber kommt von meinem regional bekannten und beliebten Metzger des Vertrauens, sollte also nicht schlecht gewesen sein. In Bezug auf die akribische Vorbereitung und den Aufwand war ich aber etwas ernüchtert. Es gab schon mehrere Gelegenheiten, wo ich noch deutlich zarteres, wirklich „göttliches“ Schwein (z.B. richtig gutes Spanferkel oder ganz am Spieß geröstetes Schwein) essen durfte, mit dem mein erster Versuch PP deutlich nicht mithalten konnte.

        Hast Du oder andere Leser einen Tipp für mich, woran es gelegen haben könnte? Habe ich etwas falsch gemacht? Wird es tendenziell eher zarter oder härter, wenn man mehr oder weniger als 95 Grad Kerntemperatur hat bzw. noch länger oder kürzer gart? Oder darf man bei PP nicht ganz so viel erwarten? Was könnte ich besser machen, wenn ich einen zweiten Versuch starten möchte?

        Für alle Kommentare oder Hinweise bin ich dankbar!

        Viele Grüße

        Alex

        • Fleisch ist ja nunmal ein „Naturprodukt“ und da kann es dann schonmal Unterschiede geben. Vielleicht hätte dieses Schwein 98 Grad gebraucht? Ist schwer zu beurteilen. Was falsch gemacht, hast du nach deine Beschreibung nicht. Vielleicht war dein Nacken einfach zu trocken und er hatte nicht genug Fett in sich. Die langen trockenen Fasern sind übrigens der Rückenteil des Nackens. Da ist es normal, dass er etwas trockener ist.

      70. Hallo,

        Toller Artikel. Ich habe nur ein Problem mit den Mengenangaben beim Rub. Da ich mehr als 12 Personen zuverköstigen vorhabe wird die Angabe der Tassen ungenau da ich nicht weiß welche ml Menge du genommen hast. Schön wären es wenn man Gramm Zahlen bekommen würde. Falls das ginge

        Vielen Dank im Vorraus
        Gruß
        Carl

      71. Hi, hast Du schonmal drei PP auf einer 57er Kugel gemacht?
        Möchte in ein paar Woche mit rund 30 Leuten feiern. Bei 3 x 3Kg wären das rund 300Gr. für Jeden.
        Bis zur Hälfte des Rings könnte ich ja Deine Methode des Doppeldeckers anwenden und den Dritten auf die Seite legen, wo die Kohlen noch nicht gezündet sind.
        Nur ab der Hälfte schlägst Du ja vor, das Obere herunterzunehmen, da es oben doch etwas zu heiß für die gesamte Zeit ist.

        Eventuell passen aufgrund des Gewichtsverlust nach ca. der Hälfte des Rings, auch alle Drei auf die bereits abgebrannte Seite?!?

        • Hallo Jochen, in deiner Rechnung gehst du von 300 g Rohware pro Person aus. Wenn du dann Garverlust rechnest, bleiben max. 200 g pro Person. Drei Stück habe ich in der Kugel noch nicht gemacht. Rhein theoretisch könnte es klappen, so wie du es beschreibst.

        • Hallo Jochen,
          Ich habe schon einmal vier PP in der 57’er Kugel gemacht. Allerdings nicht von Weber sondern der von Outdoor-Chef mit dem Trichter-System. Dort kannst du die ganze Grillfläche verwenden.
          Aber es kam noch zu einem anderen Problem….
          Die Energie des „normalen“ Minion-Rings reicht nicht aus! Meine Kugel kam nicht über 85 Grad aufgrund der Fleischmenge.
          Erst als ich nach sehr viel Aufwand den Ring dann um das 2,5-fache vergrößert hatte, also nicht in der Länge, sondern in der Breite und Höhe und dazu ca. 15 durchgeglühte Briketts an den Anfang legte, kam ich endlich auf ca. 105 Grad.
          Das solltest du unbedingt berücksichtigen! Sonst bekommst du tierisch Zeitnot, da die PP auf einmal 20 Stunden brauchen!
          Glaub mir, ich spreche aus bitterer Erfahrung, meine 25 Gäste mussten warten.
          Seitdem habe ich zusätzlich einen 57’er WSM. 😀

          Ich hatte bei 25 Gästen vier PP gemacht und es war fast alles weg. Die Reste wurden dankbar verteilt. 🙂

          Viel Erfolg und Grüße
          Patrick

      72. Ahoi Grillmeister:)

        Welches Fleisch empfiehlst du für ein Pulled beef?
        Kann ich dein PP Rezept auch für ein Pulled Beef nehmen?

        Gut Glut,

        Thomas

      73. Hallo Thorsten!
        Man kann es nicht oft genug sagen: danke für diese tolle Anleitung !!!
        Ich habe nun schon 3-4 mal danach gegrillt und glaube nicht, dass das Ergebnis ohne diese Anleitung so gut geworden wäre!

        Ich habe jetzt aber eine Frage zum Einfrieren und Auftauen „am Stück“:
        Wie lange muss der (ehemals) 3kg – Nacken wohl ins Wasserbad, bis er warm genug zum verzehren ist?
        ich würde ihn 24h bevor er ins Wasser kommt aus dem Eis in den normalen Kühlschrank packen.

        Hat schon jemand Erfahrungen damit gesammelt? Nach meiner Logik dauert das ja wieder 16h… oder wenigstens so lange, wie es mit Texas Crutch dauern würde…

        1000 Dank und Gruß
        Ingo

          • Wow, danke für die schnelle Antwort!
            Dann bin ich ja beruhigt, dass ist wesentlich schneller als ich dachte 🙂
            (PS.: mache grade schrittweise 12kg für die Hochzeit eines Kumpels 😉 )

            Danke nochmal!!!!

      74. Hi, wie ich sehe nimmst du sozusagen die Temp. Am Rost an der kältesten Stelle, ist das so auch richtig oder wäre es an dieser Stelle nicht sinnvoll wenn man hier so regelt das es nur noch 100 C sind?

      75. Hallo Thorsten !
        Letztes Wochenende habe ich mich dann ans PP getraut.
        Dank deiner hervorragenden Beschreibung ist es SUPER geworden !

        Gegen 5 Uhr habe ich meinen 57er Weber mit dem Minionring aus Grillis von Profagus angeheitzt.
        Mit geöffneten Luftschieber bin ich gerade so auf 115°C gekommen.
        Zum räuchern habe ich Räucherchunks vom Apfelbaum verwendet.
        Das erste Plateu war gut ausgepägt, ein zweites konnte ich nicht unbediengt feststellen.
        Nach gut 12 1/2 Stunden hat ich eine Kerntemperatur von 92°C.
        Zum Schluß wurde der Schweinenacken zum ruhen in Alufolie eingewickelt und für ne weitere Stund in einen Wärmebehälter gelegt.
        Das Fleisch ist fast von alleine zerfallen und es war Butterzart !

        Dazu gab es Coleslaw nach deinem etwas abgewandelten Rezept.
        Der Verkäufer im Naturkostladen hat mit von Selleriesamen angeraten da dieser bitter wäre.
        Besser wäre es frische Sellerieknolle unter zu raspeln.

        Die Gäste waren total begeistert und es war auch nicht das letzte PP ! ! !

        Nochmals vielen Dank für die Inspiration !
        Herzliche Grüße aus Gießen
        Martin

      76. Was soll ich sagen, das 1.PulletPork läuft verwirrend.Den Grill auf 120°eingeregelt und dann 2,8Kg Nacken aufgelegt. Damit ging das Elend dann los.Meine Temperatur ist völlig eingebrochen und auch nach rd.10h erreicht mein Grill gerade einmal 96° Garraumtemperatur. Immerhin ist die Kerntemperatur bereits bei 86° und steigt
        hoffentlich noch weiter. Der Minionring ist 2+1reihig mit Profagus Grillis gelegt und bereits zu Hälfte abgebrannt, soweit so gut. Bodenlüftung ist ganz auf und Deckelschieber weitestgehend geschlossen. Ob es Sinn macht vorgegaste Grillis zusätzlich auf den restlichen Ring zu legen? Hatte schon einmal jemand dieses Problem ? Thorsten, hast du einen Tipp für mich?
        Gruß / Stefan

        • Hallo Stefan, wenn die Temperatur zu niedrig ist, braucht dein Grill mehr Zuluft. Einfach beide Lüftungsschieber ein wenig weiter öffnen. Wenn dein Ring nach 10 Stunden erst zur Hälfte abgebrannt ist, lass ihn laufen, denn so sehr lange wird es ja nicht mehr dauern.

      77. Es ist vollbracht, das 1. Pulled Pork ist fertig. Im gewissen Sinne, Gewicht und Aufregungsfaktor, eine schwere Geburt die mich so manches Mal unruhig werden ließ. Die komplette Vorbereitungsphase war Dank dieses herausragenden Blogs völlig entspannt und unproblematisch und wurde bereits 2 Tage vorher abgearbeitet, so dass die 2,8 Kg Nacken ohne Knochen im Kühlschrank verschwinden konnten. Fein in Frischhaltefolie, im offenen Tupper, wurden es dort in Form gebracht und zog durch.
        Also konnte es gestern Abend um 22Uhr ans anheizen des 57er Jamie Oliver gehen um die geplanten 14-16 Stunden zum Nachmittag zu beenden. Soweit der Plan.
        Um 24Uhr hatte der Grill konstant 126°C, ich regelte noch einen kleinen Spalt runter, nahm die vorgewärmten Grillis vom Grill, goss kochendes Wasser in die Topfschale und legte den Nacken auf. Das dauerte natürlich etwas und die Temperatur sank auf ca.50°C. Deckel zu und das Maverick ET733 beobachtet. Die Temperatur stieg, 60…70…80…, Kerntemperatur Fleisch 9°. Alles gut dachte ich, wird schon. Ab in die Falle und das Maverick neben das Bett. Des Nächtens wach ich auf, schaue aufs Display und falle aus allen Wolken. 60°C steht da und Kerntemperatur 45°C. Oje, fix nach unten und die Lüftung auf. Pustekuchen…. das Thermometer steht wie angenagelt bei finalen 65°C und geht nicht weiter. Da ich ja noch in der Smoking Phase bin den Deckelschieber nur zu 2/3 auf aber nichts geht. Bodenschieber ebenfalls größer aber keine wesentliche Besserung in Sicht. Egal, dickfällig wieder ins Bett und den Morgen abgewartet.
        10 Uhr: Gar Raum 96°C, Kerntemperatur 86°C. Boa denk ich, ob die finalen 94°C Kerntemperatur so erreicht werden. Also erst mal den Hilferuf an Thorsten abgesetzt und weiter experimentiert. Alle Lüfter auf, bin ja jetzt dabei und kann beobachten. Und tatsächlich….. die Temperatur steigt nach 11h auf finale 117°C und endlich fängt das Maverick bei der erwünschten Zieltemperatur an zu piepen.
        Geil, Thorsten meldet sich auch noch und schlägt die gleiche Lösung vor, Danke nochmal für die tolle Unterstützung, hatte ich nicht wirklich mit gerechnet.
        PP vom Grill und ab in die Thermobox, mit 2 Wärmflaschen und Handtuch, zum Ausruhen.
        Zeit die Buns zu backen: Die wurden zwar flach wie eine Flunder, waren aber trotz der 8mm Stärke erstaunlich stabil und ließen sich sogar aufschneiden und füllen. Ich zog es vor zwischen 2 Buns das Fleisch und deinen vorgeschlagenen Krautsalat zu schichten, so reichte dann ein Burger.
        Das Ergebnis: Der Knaller, das Fleisch zerfiel förmlich unter meiner Gabel. Saftig und Dank der Hickory Rauchnote ein kräftiger aber dennoch milder Rauchgeschmack. Das wird definitiv nicht der letzte PP gewesen sein.
        Wieder einmal zeigt sich das alle Aufregung umsonst war, am Ende wird alles gar und wenn es noch nicht gar ist, ist es halt noch nicht das Ende.
        Danke noch mal für diesen tollen Blog und ich freue mich bereits auf die nächsten aufregenden Experimente.
        Gruß / Stefan

      78. Ich möchte demnächst auch das PP nach deiner Anleitung machen. Aber ich bin mir noch nicht sicher wieviel kg Schweinenacken ich nehmen soll. Es sind 6 gute Esser am Start. Hast Du evtl eine Richtung dafür?
        Gruß Patrick

      79. Hi Thorsten!
        Vielen Dank für die super Anleitung! Ich habe gerade mein PP am laufen und sieht echt gut aus. Ich bin mal auf das Ergebnis gespannt. Hab jetzt 78 Grad Kerntemp. und 125 Grad Garraum.
        Ich bin nur irritiert wegen dem Minionring. Für das PP hab ich extra die Grillies von Profagus besorgt und einen vierreihigen Ring aufgebaut. Beim einregeln hatte ich dann 150 Grad im Grill. Also wieder zwei Reihen runter und dann ging’s bei 120 Grad ganz gut. Nach 3 Stunden hatte ich dann einen kleinen Schockmoment als ich gesehen hab, dass der halbe Ring schon abgebrannt war. Nach 7 Stunden war der Ring komplett abgebrannt und ich musste mit den ausgegasten Grillies nachlegen. Hoffe die reichen jetzt, denn ich habe keine ausgegasten mehr.

        Hast Du die Erfahrung mit den Grillies auch schon gemacht? Was kann ich tun wenn der jetztige Ring immernoch nicht reicht?

        MfG
        Ruben

        • Hallo Ruben, ich 2 Reihen Grillis sind etwas wenig, ich würde 3 Reihen legen: 2 unten und 1 oben. Dann hält das auch 14-15 Stunden. Ansonsten probiere beim nächsten Versuch mal die Kokoko Eggs aus: https://bbqpit.de/KokokoEggs
          Die sind deutlich ergiebiger. Wenn alle Stricke reißen kannst du es zur Not auch immer noch im Backofen fertig garen.

      80. Danke für die schnelle Antwort!
        Ich hoffe die Grillies reichen. Die Kerntemp steigt jetzt wieder schneller (4 Grad in 45 min) und ich habe schon 82 Grad. Das Plateu dürfte geschafft sein 🙂

        • Noch ein letztes Update:
          Nach 13,5 Std war das PP fertig. Hab’s dann noch ein bisl warm gehalten. Die Gäste waren alle begeistert.
          Leider war es etwas trocken geworden. Nächstes Mal werde ich es nur bis 92 Grad bringen statt 95 Grad und vorher auch die Injektion verpassen. Die habe ich dieses Mal noch nicht gemacht.

      81. Hallo Zusammen,
        Wie schütze ich die Kabeln des Grillthermometers, vor allem den Teil zum Grilltemperatur messen?
        Wie fädle ich das ein, über den oberen Lüftungsschlitz?
        Hat hier jemand evtl. Bilder, hab mir den empfohlenen Thermometer gekauft und möchte ihn nicht gleich schrotten.
        Gruß David

      82. Hallo Thorsten,

        super Anleitung. Bisher 3 Pulled Pork nach der Methode und mit Deinem Rezept zubereitet. Alles klasse geworden. Habe jetzt 2 für ne Party vorab gemacht, im warmen zustand am Stück vakuumiert und eingefroren. Lasse diese gerade auftauen um sie dann morgen im Vakuubeutel zu erhitzen. Mein Plan war es diese im Dampfgarer bei 90 Grad zu erhitzen. Ist die Temperatur zu hoch? Wie lange braucht der Braten in etwa bis er heiss ist? Bin von 2 Stunden ausgegangen? Haut das hin? Hast du damit Erfahrung?

        Gruss Marco

        Lg

      83. Hallo Thorsten.

        Danke für die Antwort. Probiere es dann heute abend mit 120 Minuten aus. Meinst Du denn 90 Grad sind zuviel? Müsste dem Fleisch doch egal sein im Vakuumbeutel. Austrocknen kann es darin ja nicht. Dachte nur die hohe Temperatur das es länger heiss bleibt. Werde dann mal auf 80 Grad den Dampf einstellen. 🙂

        Gruss
        Marco

      84. Moin moin aus dem nasssen Norden der Republik,
        tolle Beschreibung, es war einmal wieder super hier Vorgehensweisen zu erhaschen und in den eigenen Ablauf zu integrieren … =)

        Ich habe trotzdem eine Frage … Mein „PP“ ist lecker und kommt auch immer gut an. Überrascht bin ich immer über die Zeiten, welche im Raum genannt werden von 12 – 16 Stunden. Ich liege bei meinem PP für 2 KG bei 8 1/5 Stunden. Bin ich zu schnell? Meine Raumtemperatur befindet sich zu Beginn für 4 Stunden bei 110-125 Grad Celsius. Im weiteren Verlauf steigt diese dann Richtung 145 Grad Celsius hoch. Ich fange dann immer an den Deckel zu versetzen, um hier einen Spalt von 2-3cm für eine Zuluft zu erhalten. Meistens singt die Temperatur dann wieder und pendelt sich bei 125 Grad ein.

        Nun meine Frage: Über welcher Mechanismen regelt Ihr Eure Temperatur im Kugelgrill … Eventuell über die Steller von Zuft und Abluft – funktioniert bei mir nicht wirklich, oder seid Ihr da entspannter und zieht es durch trotz hoher Temperatur?

      85. Hi!
        Ich hab dein Rezept gefunden und war direkt begeistert, super beschrieben, alles was man braucht usw.
        Heute Nacht war es dann soweit: ich habe alles gemacht so wie du es beschrieben hast (hoffe ich zumindest)! Da wir so gegen Nachmittag essen wollten habe ich heut Nacht um 1 den Grill (57er) angemacht und nach ca ner 3/4h das 2kg Stück Fleisch drauf. Als ich heut morgen aufgewacht bin, nach leider nur 5,5h schlaf, war das Fleisch schon bei 91 Grad ?
        Hast du vielleicht eine Idee woran das liegt?

        Danke trotzdem schonmal für das Rezept 🙂

        Viele Grüße
        Fabian

        • Es lässt sich eben nicht immer zu 100% vorher sagen. Vielleicht war die Temperatur zwischenzeitlich zu hoch?
          es kann aber auch passieren, dass ein PP mal eben deutlich schneller fertig wird. Kein Grund zur Beunruhigung, warm halten geht immer. 🙂

      86. Hallo Thorsten,
        Toller Blog! Da will man nur noch vom Grill essen 😄
        Nächste Freitag werde ich mein erstes PP grillen. Freu mich schon auf das Abentuer.
        Könnte man für die Spritzmarinade auch braunen Zucker benutzen? In manchen Rezepten wurde noch etwas von RUB mit dazugegeben. Was hältst du davon? Ich werde mit Pull that Piggy rubben.
        Muss ich bei Nachttemperaturen von 0 Grad mehr als die veranschlagten 14-16 Stunden einplanen oder wird sich das nur für die Anheizeit etwas zeitintensiver auswirken?
        Viele Grüße
        Christian

        • Hallo Christian, wenn es so kalt ist, wird der Brennstoffverbrauch in jedem Fall deutlich ansteigen und es kann auch etwas länger dauern. Rub in der Marinade geht natürlich auch. Je nachdem welche Spritze du verwendest, kann es hier aber auch Probleme geben und die Spritze kann evtl. verstopfen, wenn sich nicht alle Bestandteile des Rubs in der Marinade auflösen.

      87. Hallo Thorsten,
        vielen Dank für den tollen Blog. Ich habe vor zwei Wochen das erste Mal Pulled Pork gemacht und es war ein Traum. Nun möchte ich gerne Weihnachten zwei Stücke Fleisch machen, nur leider finde ich das von Dir vorgeschlagene Rost nirgendwo mehr. Hast Du vielleicht noch ein anderes Rost welches in den 57er Kugelgril passt?
        Viele Grüße
        Thorsten

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