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Basilikum-Pesto – Pesto alla Genovese selber machen

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Basilikum-Pesto – auch Pesto alla Genovese genannt –  ist der Klassiker unter den Würzsaucen. Mit diesem Rezept zeige ich auch, wie man das klassische italienische Pesto selber macht. Und ich verspreche euch: Wer das einmal selber gemacht hat, der kauft kein fertiges Pesto mehr im Supermarkt!

Basilikum-Pesto oder Pesto alle Genovese

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Pesto kommt vom italienisches Ausdruck pestare und bedeutet “zerstampfen”. Es handelt sich um eine ungekochte Würzsauce von dickflüssiger Konsistenz, die in der italienischen Küche in erster Linie zu Nudeln serviert werden. Das Pesto nach genueser Art besteht nach traditionellen Grundrezept aus Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Olivenöl sowie geriebenem Parmesan oder Pecorino. Außer grobem Salz wird kein Gewürz beigemengt.

Mangelhafte Fertigprodukte

Basilikum-Pesto kann man heutzutage in jedem Supermarkt fertig im Glas kaufen. Der Begriff Pesto alla Genovese hat zwar eine lange Tradition in Italien, er ist aber nicht geschützt und so tricksen die Hersteller häufig mit billigen Zutaten. Statt Olivenöl wird einfaches Sonnenblumenöl verwendet, statt Pinienkernen werden günstigere Cashewkerne in die Würzsauce gemischt und der Käseanteil wird durch die Verwendung von Weizengries oder Kartoffelflocken gesenkt, so dass sich in manchen Produkten gerade mal 1-2 % Käse befinden. Außerdem wird häufig Zucker und Aromastoffe zugesetzt. Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2013 rund 30 Fertigprodukte getestet und jedes dritte Produkt wurde mit mangelhaft bewertet.

Basilikum-Pesto selber machen

Für ein authentisches Pesto alla Genovese benötigt man folgende Zutaten (ergibt etwa 200 ml Pesto):

  • 50 g Basilikumblätter (ohne Stiel)
  • 50 g Parmesan (frisch gerieben)
  • 40 g Pinienkerne
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL grobes Meersalz
  • 120 ml natives Olivenöl (z.B. Jordan Olivenöl)

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Die Zutaten für das Basilikum-Pesto auf einen Blick

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50 g Basilikumblätter klingt zunächst recht wenig. Aber wenn man so einen handelsüblichen Basilikum-Pott hat, ergibt das gerade mal rund 30 g Basilikumblätter. Um 50 g zu bekommen habe ich fast zwei komplette Käutertöpfe abernten müssen. Das Basilikum wird zunächst mit einem Küchenmesser etwas klein gehackt, wie auch die Knoblauchzehen.

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Basilikum und Knoblauchzehen werden grob gehackt

 

In einer Pfanne röstet man die Pinienkerne bei mittlerer Hitze etwas an, bis sie leicht gebräunt sind. Dabei sollte man aufpassen, dass die Pfanne nicht zu heiss wird, denn die kleinen Kerne verbrennen sehr schnell.
Basilikum, Salz, Knoblauch und die angerösteten Pinienkerne gibt man in ein hohes, schlankes Gefäss und gießt es mit dem Olivenöl auf. Mit Hilfe eines Zauberstabes zerkleinert man alle Zutaten zu einem flüssigen Pesto.

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Mit einem Zauberstab wird das Pesto püriert

 

Wenn es Basilikum-Pesto die gewünschte Konsistenz erreicht hat, gibt man den geriebenen Parmesan hinzu und rührt den Käse mit einem Löffel unter (nicht mehr mixen!). Der Parmesan sorgt so für eine etwas grobere Konsistenz. Das Pesto schmeckt am besten, wenn man es für einen Tag im Kühlschrank durchziehen lässt.

Die richtige Lagerung

Man kann das Pesto alla Genovese problemlos mehrere Wochen im Kühlschrank lagern, wenn man es mit Olivenöl übergießt und dann luftdicht in einem Schraubglas oder Weck-Glas lagert. Wichtig ist dabei, das die Oberfläche komplett mit Öl bedeckt, denn sonst fängt es nach einigen Tagen an der Oberfläche an zu schimmeln.

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Selbstgemachtes Basilikum-Pesto ist deutlich geschmacksintensiver als ein Fertigprodukt

 

Das selbstgemachte Basilikum-Pesto ist deutlich geschmacksintensiver als ein gekauftes Pesto aus dem Supermarkt und stellt diese deutlich in den Schatten! Es ist frisch, nussig, cremig und richtig aromatisch. Man schmeckt die hochwertigen Zutaten einfach heraus. Wenn man beispielsweise Nudeln macht, braucht man auch deutlich weniger Pesto, da es einfach richtig geschmacksintensiv ist! Auch als Topping für einen Burger ist dieses Pesto der absolute Knaller! Für mich steht fest: Pesto im Supermarkt kaufe ich nur noch im äußersten Notfall, denn diese selbstgemachte Variante ist um Längen besser als jedes Fertig-Pesto. Probiert es mal aus, ihr werdet begeistert sein!

Tipp: Die argentinische Version der grünen Würzsauce heißt übrigens Chimichurri (hier geht’s zum Rezept) und passt perfekt zum Steak!

 

Das Rezept zum ausdrucken:

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Basilikum-Pesto

Basilikum-Pesto - auch Pesto alla Genovese genannt - ist der Klassiker unter den Würzsaucen. Mit diesem Rezept zeige ich auch, wie man das klassische italienische Pesto selber macht. Und ich verspreche euch: Wer das einmal selber gemacht hat, der kauft kein fertiges Pesto mehr im Supermarkt!
4.22 von 411 Bewertungen
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Arbeitszeit: 15 Minuten

Zutaten

Anleitungen

  • Die Basilikumblätter werden zunächst mit einem Küchenmesser etwas klein gehackt, genau so wie die Knoblauchzehen. In einer Pfanne röstet man die Pinienkerne bei mittlerer Hitze etwas an, bis sie leicht gebräunt sind. Dabei sollte man aufpassen, dass die Pfanne nicht zu heiss wird, denn die kleinen Kerne verbrennen sehr schnell.
  • Basilikum, Salz, Knoblauch und die angerösteten Pinienkerne werden in ein hohes, schlankes Gefäss gegeben und mit dem Olivenöl übergoßen. Mit Hilfe eines Zauberstabes zerkleinert man alle Zutaten zu einem flüssigen Pesto.
  • Wenn es Basilikum-Pesto die gewünschte Konsistenz erreicht hat, gibt man den geriebenen Parmesan hinzu und rührt den Käse mit einem Löffel unter (nicht mehr mixen!). Der Parmesan sorgt so für eine etwas grobere Konsistenz. Das Pesto schmeckt am besten, wenn man es für einen Tag im Kühlschrank durchziehen lässt.
Haben Sie dieses Rezept ausprobiert?Lass uns wissen wie es war!
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Thorsten Brandenburg
Thorsten ist einer der erfolgreichsten Griller Europas. Mit seinem Team BBQ Wiesel wurde er Deutscher Grillmeister der Amateure 2014, Deutscher Vize-Grillmeister der Profis 2015, Vize-Europameister 2016 und Grill-Weltmeister 2017! Im Januar 2013 startet er BBQPit.de und teilt dort seine Grill-Leidenschaft mit der großen weiten Welt. 😉

35 Kommentare

  1. Hallo zusammen, das Rezept ist super ? Meine Frage, kann ich den Basilikum gegen Rosmarin einfach austauschen? Oder ändern sich die Mengen der Zugaben dann? LG Tine

  2. Hallo,
    Möchte mich heute nach einer ertragsreichen Basilikumernte an einer Pesto versuchen. Freu mich schon riesig, hört sich sehr lecker an… meine frage, als Anfänger:
    Müssen die Pinienkerne noch warm sein oder abkühlen lassen?
    Lieben Dank

    • Hallo Susie, die Pinienkerne müssen nicht warm sein. Es schadet aber auch nicht, wenn sie warm sind. 😉

  3. Also Haltbar machen geht sehr einfach! ins Glas mit dem Olivenöl drauf und ab in den Tiefkühler!
    Ansonsten sehr leckeres Rezept, genauso mache ich es auch.
    Habe gerade 200 g Basilikum geerntet und gleich gehts zur Sache 😀
    Danke für deine tollen Rezepte.

  4. Wirklich richtig gut. Ich habe es gestern gemacht, gerade gab es Spaghetti. Nicht zu vergleichen mit einem fertigen aus dem Glas. Da es mein Basilikum dieses mal gut meint, mach ich es diese Woche nochmal und versuche es mit Öl haltbar zu machen, da wir in Urlaub fahren. Danke für das Rezept.

    • Habe schon mehrmals das Rezept angewendet und muß sagen daß dieses Pesto alles um Längen schlägt. Es ist extrem lecker. Beim Olivenöl sollte man ebenfalls darauf achten ein hochwertiges Öl zu nehmen. Das billige von ja oder gut und günstig vermasseln den Geschmack. Tip: sehr gutes Olivenöl bekommt man vom Türken. Kostet etwas mehr aber es ist ein sehr sehr gutes Öl.

  5. Hallo, ein schönes Rezept. Dazu aber ein paar Anmerkungen: Ich ziehe auf meinem Balkon relativ große Mengen an Basilikum und zwar jedes Jahr möglichst viele Sorten, diesmal 7. Ich verwende dann auch möglichst alle. Alle dürfen blühen, das ist nur ein umlaufendes Gerücht, das die Blüten den Blättern das Aroma entziehen. Die Blüten ziehen vor allem die Bienen und Hummeln an, es ist die reine Freude. Wer pikantes Basilikum möchte, sollte sich die Farben der Blattadern und vor allem der Stiele ansehen: je dunkler desto pikanter. Da ich große Mengen verarbeite, hilft mir kein Mörser und kein Mixer. Ich nehme die Küchenmaschine und das rotierende Messer, das geht gut, vor allem hat man die Hände frei. Fleischwolf geht übrigens auch. Dann mal guten Apetit

  6. Hallo. Das Rezept ist super.
    Nur man muss darauf achten dass es nicht zu salzig wird deswegen werde ich in Zukunft nur einen Tl Salz nehmen.Aber trotzdem empfele ich es weiter. Danke für das super Rezept?.
    Lg Damian

    • Da steht doch, dass man einen halben (1/2) Tl Salz nehmen sollte und du nimmst einen ganzen, damit es nicht so salzig wird?

  7. Endlich mal ein Rezept mit genauen Angaben. Vielen Dank dafür! Ist sehr lecker und werde ich nach diesem Rezept wieder zubereiten.

  8. Hallo Thorsten,

    wieviele Gläser mit welchem Füllvolumen verwendest Du für deine angegebene Menge?

    Liebe Grüße
    Sara

    • Knoblauch ist immer schwierig zu dosieren. Für die Einen kann es nie genug sein, Andere hingegen reagieren schon auf kleine Mengen ablehnend.

  9. Habe eben das Pesto fertig bekommen. Es ist der Hammer und wirklich mit nichts Gekauftem zu vergleichen.
    Danke für das Rezept.

    • Hallo Christine, das freut mich zu hören! Vielen Dank für das Feebdack! 🙂

  10. Hallo ? Ich hätte ein paar Fragen, bitte.

    Die Pinienkerne, werden ohne Öl geröstet, oder?

    Könnte ich für die gesamte Zubereitung auch einen “Smoothiemaker” verwenden?

    Und..reicht ein Glas mit Schraubverschluss um es wirklich luftdicht zu verschliessen?

    • Ja, die Pinienkerne werden ohne Öl geröstet. Ich habe keinen Smoothiemaker, daher kann ich das nicht beurteilen. Vom Prinzip müsste es aber gehen. Es sollte schon ein gutes Schraubverschlussglas sein, was oben auch abdichtet.

  11. Ich stimme Karl zu, dass das Basilikum im Mörser zerstampft intensiver schmeckt. Mit dem Mixer püriert bekommt es nach meinem Eindruck einen etwas bittereren Beigeschmack.Wichtig ist auch, dass man beim Olivenöl darauf achtet, dass es einen möglichst geringen Säureanteil hat. Auch das beeinflusst den Geschmack.

  12. Mein Zauberstab ist nicht geeignet für derlei Dinge. Er ist dafür viel zu empfindlich. Ich habe einen Mörser genommen.

    Lecker lecker. Danke fürs Rezept.

  13. Dein Rezept werde ich die Tage mal ausprobieren, denn ich habe 2 Töpfe Basilikum die nicht mehr ganz so aussehen, als würden sie noch lange leben wollen.
    Ich bin gespannt, wie dein Pesto schmeckt 🙂

    LG
    claudi

    • Hallo Claudia, gutes Gelingen! Wir hoffen, dass dir das Pesto gefällt! 🙂

    • Die leben lange! Darfst nur nicht die Blätter abzupfen! Bevor sie zu blühen anfangen mit dem scharfen Messer abschneiden(am besten vormittags, bevor es Heiss und sonnig wird/wegen dem intensiveren Aroma)! Wichtig: lass 2-3 Augen(Blætter) stehen! Dann treiben sie wieder aus! Sogar besser als vorher(kriegen Verästelungen und werden buschigen)! LG aus dem Abruzzen!

  14. Hallo, eine kleine Ergänzung hätte ich noch. Zerstampft man die Blätter im Mörser wird das Pesto richtig lecker. Die Zubereitung ist dann nicht ganz so unsportlich 😉 Für die Frische gebe ich noch gerne einen spritzer Zitronensaft dazu. Die Idee von Hans mit der Zitronenschale klingt auch super.

    • Hallo Karl,
      Zitronensaft gibt fast nur Säure, schmeckt aber kaum nach Zitrone, deshalb alles was auch nach Zitrone schmecken soll mit Zitronenabrieb.
      Das funktioniert auch nachträglich sehr gut weshalb ich mir das immer als Option
      aufspare, eben je nach Lust und Essen.

      Der Zauberstab ist das einzig sportliche Gerät denn das hängt von der Menge ab 🙂
      Ich fülle die Mixbecher dann immer in eine große Schüssel um damit dann
      alles identisch schmeckt und da kommen lässig 10 Gläser zusammen.
      Bärlauch immer auf Vorrat, das reicht dann bis Jahresende.
      Mörser geht nur mit Minimenge für den direkten Verzehr und einen geschmacklichen
      Unterschied kann ich nicht erkennen.

    • Kommt auf die Größe des Mörders und dem Material an! Original mit Mörser gemacht! Sagt schon der Name Pesto(zerstampft)! Existiert schon hier bedeutend länger als der Zauberstab oder Elektrizität! Lach

  15. Hallo,
    wie immer super Rezept – das ist das perfekte Pesto und auch Basis für Varianten und Ergänzungen.
    (kein Sonnenblumenöl, kein Cashew und sonstiges Gedöns)
    Mein Tipp: weil es das nur im Frühjahr gibt – Basilikum durch Bärlauch ersetzen
    (Vorrat lohnt sich! – hält im Kühlschrank Monate und kann in Portionen entnommen werden
    nur Glasrand sauber halten und immer mit Olivenöl bedecken.)
    Als schnelle Variante kann das auch noch kurz vor dem Verzehr mit dem Abrieb von Zitronenschale
    ergänzt werden. Passt auch super zu Spargel oder auch zu Fisch (ggf. mit etwas Olivenöl verdünnen).

  16. Hey Thorsten
    Noch als kleiner Tipp sollte man viel herstellen und dieses lange lagern will, lohnt es sich das Glas mit
    Alufolie zu umwickeln das kein Licht dran kommt.
    So Bleibt das Pesto länger Kräftig grün 😉

    LG Jupp

  17. Sehr klassisch, sehr lecker! Hast du auch ein Rezept für ein rotes Pesto, etwa für deinen italienischen Nudelsalat?

    Vielen Dank!
    Martin

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