Chimichurri ist eine argentinische Kräutersauce, die in der Regel zu gegrilltem Rindfleisch und Steaks serviert wird. In Argentinien nutzt man die Sauce aber auch als Marinade für Fisch oder Geflügel. Die Zubereitung basiert auf spanischen und italienischen Vorbildern. Daher auch die Ähnlichkeit zum Pesto.

Woher kommt Chimichurri?

Der Ursprung des Namens ist recht unsicher. Einige Quellen vermuten die Herkunft aus dem Englischen. So soll der Ire Jimmy McCurry, welcher die Truppen während des Unabhängigkeitskrieges Anfang des 19. Jahrhunderts begleitete, die Sauce erfunden haben. Andere Geschichten deuten auf einen englischen Fleischhändler namens Jimmy Curry oder Jimmy Kerry hin, der die Sauce sehr geschätzt haben soll.

Eigentlich ist es aber auch egal, wer die leckere Kräutersauce erfunden hat. Fakt ist, dass die Sauce sehr lecker und aromatisch ist und man es in einem Mörser recht einfach zubereiten kann.

Es werden folgende Zutaten benötigt:

  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 Limette
  • hochwertiges Olivenöl (z.B. Jordan Olivenöl)
  • ½ TL Chiliflocken, getrocknet
  • ½ TL schwarzen Pfeffer, ganze Körner
  • 1 TL grobes Meersalz
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1 TL Thymian, getrocknet
  • 1 Lorbeerblatt

Die Petersilie, der Knoblauch und die Zwiebel werden fein gehackt. Alle Zutaten kommen in einen Mörser und werden mit dem Saft der Limette und dem Olivenöl vermischt, so dass sich eine dickflüssige Emulsion ergibt. Mit dem Mörser werden die Zutaten zerstoßen und zu einer Paste zermahlen. Die Konsistenz sollte ähnlich wie bei einem Pesto sein. Wer es dünnflüssiger mag kann aber jederzeit noch etwas Olivenöl hinzu geben.

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Hinweis: Das Lorbeerblatt läasst sich im Mörser nicht zerkleinern. Es sollte für das Aroma jedoch mit hineinkommen und erst vor dem Servieren wieder entfernt werden.

Chimichurri Chimichurri - Argentinische Kräutersauce-chimichurri-Chimichurri01
Die Kräutersauce wird im Mörser zubereitet

 

Die Aromen entfalten sich im Laufe der Zeit

Chimichurri sollte mindestens einen Tag durchziehen, damit sich alle Aromen entfalten. In Argentinien wird die Sauce sogar bis zu zwei Wochen ziehen lassen, bevor man es benutzt. Die Kräutersauce lässt sich mehrere Wochen lagern. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass die Oberfläche mit Öl bedeckt ist, denn sonst könnte es anfangen zu schimmeln. Aber diese Sauce ist so lecker, dass sie meist nach 1-2 Tagen schon weg ist. 😉

Argentinische Kräutersauce Chimichurri - Argentinische Kräutersauce-chimichurri-Chimichurri02
Chimichurri auf dry-aged Rumpsteak

 

Ich habe die argentinische Kräutersauce auf einem dry-aged Rumpsteak getestet und ich kann euch sagen: Das ist der Hit! Das trockengereifte Steak mit dem intensiven Rindfleischgeschmack harmoniert perfekt mit der würzigen Kräutersauce. Normalerweise bin ich ja Purist was den Genuss von Steaks angeht, aber die Sauce passt einfach perfekt zu Steaks und generell zu Rindfleisch. Frisch, würzig, aromatisch – das Zusammenspiel der gemörserten Gewürze und Kräuter ist einfach klasse. Die argentinische Kräutersauce ist auch ein toller Dip für Kartoffeln und Gemüse. Probiert es mal aus!

 

Das Rezept zum ausdrucken:

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      Zutaten
      • 1 Bund Petersilie (glatt)
      • 2 Knoblauchzehen
      • 1 rote Zwiebel
      • 1 Limette
      • Olivenöl
      • 1/2 TL Chiliflocken
      • 1/2 TL schwarzer Pfeffer (ganze Körner)
      • 1 TL Meersalz (grob)
      • 1 TL Oregano (getrocknet)
      • 1 TL Thymian (getrocknet)
      • 1 Lorbeerblatt
      Portionen:
      Anleitungen
      1. Petersilie, Zwiebel und Knoblauch werden fein gehackt und mit den anderen Zutaten in einen Mörser gegeben. Dazu kommt der Saft der Limette und Olivenöl, so dass sich eine dickflüssige Emulsion ergibt.
      2. Mit dem Mörser werden alle Zutaten zerstoßen und zu einer Paste zermahlen. Das Chimichurri sollte die Konsistenz eines Pestos haben. Wer es lieber dünnflüssiger mag, gibt noch etwas Olivenöl hinzu. Das Lorbeerblatt lässt sich mit dem Mörser natürlich nicht zerkleinern. Es sollte aber für das Aroma im Chimichurri bleiben und erst kurz vor dem Servieren entfernt werden.
      3. Das Chimichurri sollte mindestens 3 Tage durchziehen (besser eine Woche), damit sich alle Aromen entfalten. Die Sauce lässt sich in einem verschlossenen Glas mehrere Wochen im Kühlschrank lagern.
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      26 Kommentare

        • Das kann man nicht pauschal sagen. kommt immer drauf an, wie dick oder wie flüssig die Sauce werden soll. Einfach so lange Öl in den Mörser gießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

      1. Hab Dein Chimichurri-Rezept nachgebaut und gestern zu nem Flank gereicht!
        Perfekte Kombi, die Gäste waren begeistert.

        Grüße
        Frank

      2. ….wird mit dem Zauberstab aber leicht bitter(gilt für die Kräuter) und zu fein,die Aromen gehen im Mörser deutlich besser auf.Zehn minuten mehr passion -100% mehr lecker,wie fast immer !

      3. Danke für das Rezept. Werde es heute Abend mal zu einem dry-aged Entrecote ausprobieren.
        Allerdings passen die Bilder nicht so richtig zu der Anleitung. Es sind noch die kleinen Zwiebelwürfel und die Chili Flocken zu erkennen… Und Sollten die nicht nach der Mörserbehandlung fein zermahlen sein? Oder mörserst du die trockenen Kräuter zuerst und gibst die Zwiebeln hinterher dazu?

        • Es kommt alles gleichzeitig in den Mörser. Natürlich kann es immer mal wieder borkommen, dass man nicht alles erwischt. Und ein paar „Stücke“ im Chimichurri machen sich auch ganz gut. 🙂

      4. habe heute dein Rezept ausprobiert ( leider hatte ich kein Mörser nur ein Zauberstab ) danach wahr mein fertiges Chimichurri sehr bitter weisst du vielleicht abhilfe

        • Hallo Sebastian, woran es genau liegt, dass es bitter wurde kann ich leider nicht sagen. Ich habe schonmal irgendwo gelesen, dass evtl. zu viel Oregano für den bitteren Geschmack sorgt.

          • Hallo Thorsten,
            Also meiner Ansicht nach kommt die Bitterkeit durch den Zauberstab, wenn dieser zuviel Luft unterzieht und es zur Oxidation des Chlorophylls kommt. Passiert auch bei Pesto ganz gerne. Mit dem Mörser passiert das nicht.
            Ich bin übrigens von dem Rezept begeistert; Familie und Freunde ebenfalls. Ich mache zusätzlich noch etwas Limettenabrieb hinein (bei Biolimetten). Das hebt das Aroma nochmal gewaltig. Gruß und danke für das Rezept!
            Claus

      5. Hallo Thorsten,

        wie ist das mit dem Lorbeerblatt? Hat man da im Mund nicht noch kleine unangenehm harte Stücke im Mund?
        Kann man das wirklich so klein Mörsern das man das nicht mehr spürt?

        Gruß André

          • Hallo Thorsten,

            Also wird das Lorbeerblatt nicht mit dem Mörser zerkleinert?
            Denn laut Text sollen alle Zutaten in den Mörser…
            „Alle Zutaten kommen in einen Mörser und werden mit dem Saft der Limette und dem Olivenöl vermischt“

            • ….. kannst das Lorbeerblatt natürlich auch zermörsern , viel Spaß dabei 😜
              ….. oder kann es vorher unendlich klein schneiden , hat es dann aber trotzdem zwischen den Zähnen hängen ! Spaß beiseite …..
              deshalb alles so wie oben beschrieben machen nur im Glas dann ein oder zwei Lorbeerblätter dazu legen zum durchziehen …. und vor dem Verzehr rausnehmen .

            • Hallo André, das Blatt sollte mit rein, jedoch vor dem Servieren entfernt werden. Habe es jetzt nochmal etwas deutlicher in den Text geschrieben.

      6. Moin …
        … ich hab’s jetzt auch mal probiert und muss leider sagen: Absolut nicht meins.
        Ich habe es gut eine Woche im Weckglas ziehen lassen, aber es schmeckte einfach nur „sauer“ und irgendwie „muffig“ (kann ich schlecht beschreiben …).
        Die erwartete leichte Schärfe war überhaupt nicht vorhanden.
        Zuviel Limette vielleicht? Habe eine mittelgroße BIO-Limette ausgespresst und etwas vom Abrieb mit reingemacht.
        Rein optisch zieht es bei mir jedenfalls genauso aus, kann aber mit den in den Kommentaren beschriebenen Erfolgen nicht mithalten ;(

        • Hallo Rico, schade dass es bei dir nichts geworden ist. Eine Ferndiagnose ist immer schwer… zu viel Limette könnte natürlich sein.

        • ….für das „sauer“ ist die Limette verantwortlich,kann man mit ein zwei Tropfen Akazien Honig beheben ….für das muffige ?!
          ….was für ein Öl (Sorte/Preis/alter) wurde benutzt?
          ….könnte das Öl sein ,ich habe die Sauce seit über 6Wochen im Kühlschrank,und ich schmecke noch immer das „gute Olivenöl „!

      7. Danke für die Infos …
        Also zum Einen war die Limette wohl deutlich zu mächtig. Nächstes Mal eine kleinere 😉
        Und das Öl könnte natürlich auch in Frage kommen …
        Ich habe zwar nicht gerade das günstige aus einem Discounter genommen, aber die Fläsche (0,7l) hat auch keine EUR 10,- gekostet …
        Aber auch Ich als Laie schmecke schon einen deutlichen Unterschied zu ALDI & Co. heraus.
        Ich kann nicht glauben, dass meine Geschmacksnervon so getrübt sind 😉
        Also nochmal ein anderes Öl testen und weniger Limette dazu.

      8. Ich mag es gerne scharf, daher schneide ich selbstgezogene Chilischoten rein. In diesem Fall Equador purple. Die Flocken lasse ich weg.

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