Im Dezember 2015 war ich zu Besuch bei Albers Food in Düsseldorf. Inhaber Frank Albers hat mir die Möglichkeit gegeben einmal hinter die Kulissen des Premium-Fleischanbieters zu schauen.

Die Geschichte von Albers Food

Im Jahre 1962 übernahmen die Brüder Helmuth und Herbert Albers am Düsseldorfer Großmarkt einen Gemischtwarenhandel. Schon damals gab es drei Grundsätze, die bis heute aufrecht erhalten werden: Höchste Qualität ohne Wenn und Aber, absolute Orientierung an den Wünschen des Kunden und Innovationskraft beim Entdecken neuer Waren. Albers Food entwickelte sich nach und nach zu einem Premiumlieferant im Edelfleisch-Segment und setzt immer wieder neue Maßstäbe. So führte das Düsseldorfer Unternehmen in den 1990er Jahren als erster Importeur das Straußenfleisch in Deutschland ein. Seit dem Jahr 2000 importiert Albers Food Wagyu-Beef aus Australien und seit 2005 als erster Importeur Steaks von garantiert hormonfrei aufgewachsenen US-Rindern.

Im Jahr 2013 wurde an der Düsseldorfer Firmenzentrale ein Ladengeschäft mit Lagerverkauf für Endkunden eröffnet und es gelang den aktuellen Firmeninhabern Frank und Udo Albers erstmals das legendäre japanisches Kobe Rindfleisch auf den deutschen Markt zu bringen. Hierfür Bedarf es einer speziellen Akkreditierung durch die „Kobe Beef Marketing & Distribution Pro­motion Association“, welche nur wenige handverlesene Händler in Europa bekommen haben. Die Öffentlichkeit staunte nicht schlecht, als Albers Food auf der Anuga 2013 die ersten 300 kg original japanisches Wagyu-Beef präsentierte. Es war das erste japanische Kobe Beef, das legal nach Deutschland kam.
Albers Food ist seit Jahren ein verlässlicher Partner für die Top-Köche des Landes und setzt seit einigen Monaten auch auf einen eigenen Online-Shop, um auch Endverbraucher in den Genuss der exklusiven Zuschnitte kommen zu lassen.

Die Philosphie: Exzellenz von der Farm bis auf den Teller

Albers Food verkauft nur Ware, die die Firmeninhaber voll und ganz überzeugen kann. Persönlicher Kontakt zu Züchtern in der ganzen Welt ist obligatorisch, genau wie das Prinzip nur bei den Erzeugern direkt einzukaufen und nie über Groß- und Zwischenhändler. Nur so ist gewährleistet ein Premiumprodukt anbieten zu können.

Eines haben alle Tiere gemeinsam: Egal, ob Rinder, Schweine, Lämmer und Geflügel – alle Tiere haben ein artgerechtes Leben mit nachhaltigen Futter-, Aufzucht- und Schlachtbedingungen.
Streng kontrollierte Hygiene in den Schlachthöfen, konstante Temperatur, so wie die 100%-ige Kontrolle aller Waren gehören ebenfalls zur absoluten Qualitäts-Ausrichtung bei Albers. Jede importierte Rinderhälfte wird von den hauseigenen Metzgern ausgepackt, kontrolliert, geprüft und sofort verarbeitet, portioniert und ggf. in eigenen Kühlhäusern nachgereift.

Das beste Steak der Welt

Bei diesem Qualitätsanspruch ist es auch nicht verwunderlich, dass Albers Food das beste Steak der Welt liefert! Das Wagyu Roastbeef Steak der australischen Jack’s Creek Farm in der Marmorierungsstufe MS 7-8 wurde am 15.10.2015 im Lon­do­ner Hyde Park von 2 Jurys unter 70 Ein­sen­dun­gen aus aller Welt zum weltbesten Steak gewählt.

 

Mein Besuch bei Albers Food

Wenn man das Firmengebäude in der Nähe des Düsseldorfer Flughafen betritt, schaut man direkt auf eine große Wand auf der ein riesiges Kühlhaus in dem Rindfleisch gereift wird abgebildet ist. Ja, hier bin ich richtig, ist mein erster Gedanke.

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Schöne „Tapete“ im Eingangsbereich 😉

 

Nach der Begrüßung fragt mich Frank Albers, ob ich nicht Lust auf einen Rundgang durch die Firma habe. Natürlich habe ich das, denn dafür bin ich ja hier. 😉
Bevor ich die Kühlhäuser betreten darf, muss ich jedoch einen Kittel, ein Haarnetz und Überzieher für meine Schuhe anziehen. Hygiene wird hier groß geschrieben! Dann geht es auch schon direkt rein ins Fleischparadies. Tonnenweise Premiumfleisch lagern in den heiligen Hallen. Mehr als 2500 Tonnen Fleisch werden hier jährlich durchgeschleust, davon über 15.000 Rinder aus den USA, erklärt mir Frank Albers. Palettenweise lagert das Fleisch in den durchschnittlich 1-2 Grad kalten Kühlhäusern. Trotz der kalten Temperaturen wird mir warm um’s Herz. Ich weiss gar nicht wohin ich zuerst schauen soll. Feinstes Wagyu-Rindfleisch mit sensationeller Marmorierung, riesige Tomahawk-Steaks, Iberico-Racks und mehr. „Darf ich hier einziehen?“ denke ich mir….

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Japanisches Wagyu Kobe Beef

 

Zu jedem Fleisch Stück erzählt mir Frank Albers die Geschichte. Vom Ursprung, vom Züchter, ich erfahre nahezu alles und bin schwer beeindruckt. Dieser man lebt Fleisch! Solch ein geballtes Fachwissen über Fleisch habe ich noch nirgendwo erlebt. Es gibt keine Frage auf die Frank Albers nicht eine Antwort weiß. Jetzt weiss ich auch, warum dieser Mann als weltweit anerkannter „Meat Scout“ Ansprechpartner Nummer 1 in Sachen Fleisch für viele Spitzenköche ist.

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Frank Albers ist lebt für Premium-Fleisch

 

„Ein Wochenende mit einem Grill in den heiligen Hallen von Albers-Food eingeschlossen zu sein, das wäre es!“

Dieser Nachmittag bei Albers Food war sehr lehrreich für mich und ich kann mich nur bei Frank Albers bedanken, dass er sich Zeit genommen hat und mir nicht nur den Betrieb gezeigt hat, sondern auch ausführlich Rede und Antwort auf viele Fragen gestanden hat. Ich habe Einiges über Fleisch gelernt und werde in Zukunft mehr denn je darauf achten, Fleisch aus artgerechter Haltung zu konsumieren. Dieser Tag hat mir wieder einmal die Augen geöffnet, dass man Fleisch einfach bewusster genießen sollte. Zugegeben, die Produkte von Albers Food sind nicht gerade günstig. Aber hier vertrete ich dann auch lieber die Auffassung: Besser 1-2 Mal pro Woche ein richtig gutes Stück Fleisch, als täglich Billigfleisch aus Massentierhaltung vom Discounter zu konsumieren. Weniger ist hier einfach mehr.

Hier noch ein paar Bilder aus dem „Paradies“:

 

Rindfleisch, Schwein, Geflügel und mehr…

Albers Food bietet natürlich in erster Linie Premium-Rindfleisch, denn Beef ist King! Vom original japanischen Wagyu (Kobe) Rindfleisch, über australisches Wagyu, amerikanisches Black Angus, Nebraska Beef und irischem dry-aged Beef bis hin zu kanadischem Bisonfleisch reicht das Sortiment. Beim Schweinefleisch bekommt man 100% Iberico und Duroc, beim Geflügel reicht die Bandbreite von Label Rouge aus Frankreich über Proethika bis hin zu Kikok. Das Lammfleisch kommt von Donald Russel aus der schottischen Grafschaft Aberdeenshire.

Im Grunde bleiben bei diesem Sortiment keine Wünsche offen, denn nahezu alle populären Cuts sind verfügbar: Egal ab Bavette, Flank, Tri Tip, Tafelspitz, Filet, Brisket, Roastbeef oder Entrecote – hier wird für jeden Geschmack etwas geboten.

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Australisches Wagyu von Jack’s Creek

 

Ich habe den Besuch bei Albers Food natürlich auch dazu genutzt, um ein paar schöne Stücke Fleisch für zukünftige Rezepte auf BBQPit mitzunehmen. Ihr könnt euch schon jetzt auf einige tolle Rezeptbeiträge freuen. 🙂

7 Kommentare

  1. Schade, gerade letzte Woche habe ich was dort bestellt ohne 10% 😛

    Die Qualität war wirklich gut. Allerdings hatte ich insgeheim nach deinen Bildern hier noch mehr erwartet. Zumindest optisch war es zwar sehr gut, aber noch nicht so gut wie die Beispielbilder teilweise 🙂

    Egal: War lecker, zart und saftig. Insofern alles in Ordnung

      • Hab das Rezept gemäß http://bbqpit.de/gesmokter-tafelspitz/ gemacht. Ebenfalls genau das verlinkte Stück „Greater Omaha Gold Label Culotte“ bestellt.

        Wie gesagt: War richtig, richtig lecker. Leider habe ich vom Stück alleine knapp 350g an Fettdeckel entfernt. Demnach bliebt einfach nicht mehr so viel über. Hat mich lediglich bei dem KG Preis etwas geärgert. Gerade da das Bild bei Albers einen sehr, sehr kleinen Fettdeckel zeigt. Evtl ist es auch normal, dafür fehlt mir der Vergleich.

        Es sollte auch keine Kritik sein. Gerade da es ein Naturprodukt ist, ist halt jedes Stück anders. Zumal es ja fix eingepackt ist und die Leute bei Albers das (so vermute ich) auch nicht weiter kontrollieren können.

        100% zufrieden bin ich nicht, „nur“ zu 85%. Der Versand und alles weitere war aber extrem gut und ich werde beim nächsten Mal wieder dort bestellen.

        • Ok, das ist in der Tat etwas, was man nicht beeinflußen kann. Wenn der Fettdeckel zu dick ist, nächstes Mal vielleicht direkt Picanha machen, dann wird es richtig lecker.
          Fettabschnitte kann man aber auch weiterverwenden (auslassen, oder mit in Burger wolfen), so dass der Schmerz nicht zu groß ist. 😉

          • Stimmt schon. Hatte aber für Burger nichts da. Insofern: Pech gehabt. Passiert mal, sonst war ja auch alles in Ordnung!

  2. Mist, leider deinen Artikel erst jetzt gelesen, 12h nach Gutschein-Ende. Deine Freunde werden die Kennenlernaktion nicht zufällig verlängern? 😛

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