Das Rezeptbuch des Kölner Burger-Restaurants „Fette Kuh“ ist da! „Das Fette Buch – Rezepte aus dem Kölner Kult-Imbiss“ hat 240 Seiten und ist im Sepember 2016 im Verlag Edition Fackelträger erschienen. Es handelt sich nicht um ein typisches Rezeptbuch, da es sich um nicht nur um Rezepte dreht, sondern auch um den Imbiss selbst, die Menschen und das Drumherum.

Das etwas andere Burgerbuch

Der Burgertend ist ungebrochen und auch die Zahl der Burgerbücher nimmt stetig zu. Nicht ganz unschuldig am Burgerboom ist vermutlich „Die Fette Kuh“ in Köln, wo seit 2011 Burger der Spitzenklasse serviert werden. Für mich ist die Fette Kuh einer der Vorreiter in Sachen Burgerkultur und auch eines der besten Burger-Restaurants Deutschlands.

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Die Fette Kuh in Köln

 

Umso gespannter war ich auf das Fette Buch, denn es sollte anders sein, als alle anderen Burgerbücher. Schon die Optik des Buches ist äußerst vielversprechend. Das matte Cover mit glänzenden Spotlack-Akzenten und die vielen stimmungsvollen Fotos machen direkt Lust auf einen saftigen Burger. Schon beim ersten Durchblättern läuft mir das Wasser im Munde zusammen und ich würde mich am liebsten gleich ins Auto setzen und zur Fetten Kuh fahren.

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Das fette Buch: Auch die Top-Burger der Fetten Kuh sind im Buch enthalten

 

Nachhaltigkeit und Regionalität

In der fetten Kuh legt man besonders viel wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit. So werden die Buns der fetten Kuh bei einem Bäcker ins Braunsfeld gebacken mit Mehl aus einer Mühle vom Niederrhein. Ebenso stammt das Fleisch aus niederrheinischer Weidetierhaltung. Selbst der Kartoffelanbau für die Fritten wird thematisiert.

Bier, Wurst Case Szenario und mehr

In der Fetten Kuh geht es nicht nur um Burger. Auch Craftbeer und Street Food Festivals sind Themen, denen sich die Macher Walter Schnerring und Martin Block widmen. Nachdem sich der Veranstalter des Kölner Street Food Festivals darüber beklagte, dass es keine Hot Dogs auf ihrem Festival geben würde, wurde kurzer Hand das Wurst Case Szenario – ein Foodtruck der kreative Hot Dogs in hoher Qualität anbietet – ins Leben gerufen. Auch dazu gibt es ein Kapitel im fetten Buch mit einigen kreativen Hot Dog-Rezepten.
Auch im Craftbeer-Bereich ist man in der fetten Kuh aktiv. Braumeister Sebastian Sauer kreierte zunächst „Das Fette IPA“, dem folgte „Das Fette Weiße“ und Anfang 2016 „Das Fette Wiess“.

 

Die Burgerrezepte

Natürlich kommen auch die Rezepte nicht zu kurz. Es sind Rezepte für Buns, Saucen, Fritten und auch zahlreiche komplette Burgerrezepte im Buch vorhanden, so dass man sich eigentlich die komplette Speisekarte und mehr zu Hause nachbauen kann. Eine besonders interessante Kategorie sind die „Fancy Burger“, bei der wirklich außergewöhnliche Kreationen wie beispielsweise ein Burger mit Gin-Kirschen vorhanden sind.
Rein theoretisch müsste der Umsatz in der fetten Kuh jetzt einbrechen, da man sich letzt all die leckeren Burger zu Hause machen kann. Vermutlich wird genau das Gegenteil eintreten und es wird schwieriger denn je einen Platz im Burger-Restaurant zu bekommen, da die „Kuh“ durch das fette Buch weiter an Bekanntheit gewinnen wird.

 

Der Burgerbaukasten

Neben kompletten Burgerrezepten, Rezepten für Buns, Saucen und Fritten gibt es auch einen umfangreichen Burgerbaukasten. Hier werden alle Einzelzutaten aufgelistet und beschrieben. Was mir besonders gut gefällt: Die Eigenschaften der einzelnen Zutaten werden beschrieben. So erfährt man beispielsweise die geschmacklichen Eigenschaften der unterschiedlichen Salat- oder Käsesorten und welche weiteren Zutaten dazu passen – Stichwort Foodpairing.

 

Ein paar Einblicke in das Fette Buch:

 

Das Fette Buch im Detail:

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Edition Fackelträger
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3771646391
  • ISBN-13: 978-3771646394
  • Abmessungen: 26,2 x 21,2 x 2,4 cm

 

Fazit: 240 Seiten echte Burgerliebe

Heutzutage ist es schwer mit einem Burger-Rezeptbuch zu punkten, da es bereits zahlreiche gute Burgerbücher gibt. Daher gefällt mir der Ansatz des fetten Buches sehr gut, die Burger-Rezepte in eine Story zu packen. Man erfährt etwas über die Betreiber, über den Laden an sich, über die Herkunft der Zutaten und über die Prinzipien der Fetten Kuh. Auch die Rezepte kommen nicht zu kurz und anhand des Burger-Baukastens im Buch kann sich der Leser seinen Wunschburger selber bauen und das in der Qualität, wie er in der Fetten Kuh serviert wird. Das Fette Buch ist eine Liebeserklärung an den Burger und an den Kölner Burger-Imbiss Fette Kuh. Wer die Fette Kuh mag und wer Burger mag, wird dieses Buch lieben.

Das fette Buch: Burger, Bier und Fritten
4 Bewertungen
Das fette Buch: Burger, Bier und Fritten*
  • Alex Ziegler (Hrsg.)
  • Edition Fackelträger
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten

 

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