Ein Tomahawk Steak vom Grill ist einfach etwas Besonderes. Es ist groß, es ist mächtig, es ist dick geschnitten, es sieht aus wie ein Kriegsbeil der Indianer, was dem Steak auch letztendlich den Namen gegeben hat.

Tomahawk Steak – das Männersteak

Im Grunde handelt es sich um eine Rib-Eye Steak mit Knochen, auch Bone-In Rib-Eye genannt. Wenn der Metzger den Rippenknochen dran lässt, hat man direkt einen praktischen Griff am Steak und das Tomahawk-Steak ist geboren. Es hat etwas Archaisches – ein echtes Männersteak eben!

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Greater Omaha gold Label Tomahawk Steak von Albers Food

 

Und wenn Männer Steaks grillen, dann gehen Sie keine Kompromisse in Sachen Qualität ein. Dann ist das Beste gerade gut genug. Ich habe mir ein 1,2 kg schweres Gold Label Tomahawk Steak der Greater Omaha Packers aus Nebraska bestellt. Hier handelt es sich um Rinder, die artgerecht auf den Weiden Nebraskas gehalten werden und garantiert keine Hormonzusätze bekommen. Eine feine Marmorierung und eine tiefrote Farbe sind hier Qualitätsmerkmale. Als Beilage zu diesem Tomahawk Steak gab es eine klassische Folienkartoffel und Bacon-Butter (ja, Bacon Butter!).

Folgende Zutaten habe ich verwendet:

Tomahawk Steak nach „Reverse Sear“-Methode

Das Tomahawk habe ich rückwärts gegrillt. Bei dieser „Reverse Sear“-Methode wird das Steak zunächst indirekt gegart und anschliessend kurz und heiss angegrillt um Röstaromen zu erzeugen. Diese äußert schonende Garmethode sorgt dafür, dass man das Steak wunderbar saftig und gleichmäßig gegart auf den Punkt zubereiten kann. Da dieses Tomahawk auch 5 cm dick ist, muss man natürlich eine entsprechende Garzeit einplanen. Generell gilt: je niedriger die Temperatur, je zarter und saftiger wird das Steak. Ich habe das Tomahawk Steak im Backofen bei 100 Grad gegart, anschliessend beidseitig gesalzen und dann in die Koncis Ofenform mit Rost gegeben. Das hat den Vorteil, das Fleischsaft in die Ofenform tropft und somit den Backofen nicht einsaut. Gleiches gilt natürlich auch für den Grill, wenn man das Steak im Grill zubereitet.

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Das Steak wird mit dem Maverick ET-733 verkabelt

 

Das Steak habe ich dann mit meinem Maverick ET-733 Funkthermometer verkabelt. Hier sollte man darauf achten, dass der Fühler mittig im Fleisch platziert wird. Der Fühler sollte beispielsweise nicht zu nah am Knochen platziert werden, was die Meßergebnisse verfälschen kann. Ziel war es, das Steak bis zu einer Kerntemperatur von 52 Grad Celsius zu garen und anschliessend kurz und heiss auf dem Grill mit Röstaromen zu versehen.

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Das Tomahawk Steak wird rückwärts zubereitet

 

Das Tomahawk Steak wird schonend gegart

Auf Grund der Fleischdicke und der niedrigen Gartemperatur von 100 Grad Celsius, war mir vorher schon klar, dass hier eine Garzeit von mindestens zwei Stunden zu erwarten ist. Die Zeit habe ich genutzt um die Beilagen (Folienkartoffeln und Bacon Butter) zuzubereiten. Als das Steak dann die gewünschten 52 Grad Kerntemperatur erreicht hat, habe ich es aus dem Backofen geholt und den Temperaturfühler vom Maverick ET-733 aus dem Fleisch gezogen. Dann ging es an den Grill, den ich bereits vorher auf etwa 300 Grad direkte Hitze vorgeheizt habe. Das Tomahawk wurde dann nach dem 90-90-90-90 Prinzip scharf angegrillt. 90 Sekunden auf dem Rost, dann um 45 Grad drehen um das Grillmuster zu erzeugen und nach 90 Sekunden wenden und den Vorgang wiederholen.

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Flame-Grilled Tomahawk Steak

 

Anschliessend wird das Steak mit den Folienkartoffeln serviert und man reicht etwas Bacon Butter dazu. Da dieses Steak mit 1,2 kg Gewicht reichlich Fleisch hat, reicht dieses Steak problemlos um 3-4 Personen satt zu bekommen. Ich habe das Fleisch daher vom Knochen getrennt und in Scheiben aufgeschnitten serviert.

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Das Tomahawk Steak im Anschnitt

 

Wer möchte gibt noch ein paar Murray River Salzflocken und etwas guten Steakpfeffer über das Fleisch. Der Eigengeschmack dieses Greater Ohama Tomahawks war jedoch so gut, dass ich das Fleisch pur genossen habe. Selbst die geniale Bacon Butter, die eigentlich für das Fleisch vorgesehen war, habe ich weggelassen und im Endeffekt mit der Folienkartoffel gegessen, da ich den Fleischgeschmack unverfälscht genießen wollte. Ich habe schon viele gute Steaks in meinem Leben gegessen, aber dieses Tomahawk Steak war definitiv eines der besten Steaks, die ich jemals zubereitet habe. Kerniger Fleischgeschmack und dennoch eine butterzarte Konsistenz. Ja, das ist meiner Meinung nach ein perfektes Steak!

Die Optik beim Tomahawk Steak wird mit bezahlt

Man kann ein Tomahawk Steak natürlich auch kritisch hinterfragen. Es stimmt natürlich, dass man hier einen recht großen Knochenanteil mitbezahlt, den man letztendlich nicht mitisst. Aber genau dieser Knochen macht ja das Tomahawk Steak aus. Man bezahlt hier in erster Linie für die Optik. Der Knochen sorgt aber auch für mehr Geschmack, denn wenn man ein Steak am Knochen grillt, ist es immer etwas geschmackvoller. Tomahawks sind echte Männersteaks: groß, saftig und aromatisch! Kein Steak für jeden Tag, aber wenn ich mir mal etwas Besonderes gönnen möchte, dann greife ich gerne zum Greater Omaha Tomahawk Steak!

 

Das Rezept zum ausdrucken:

Tomahawk Steak
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    Portionen Vorbereitung
    4 Portionen 5 Minuten
    Kochzeit
    2,5 Stunden
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      2,5 Stunden
      Zutaten
      • 1 Tomahawk Steak (a 1,2 kg)
      • 4 Folienkartoffeln
      • Bacon Butter
      • Murray River Salz
      • Steakpfeffer
      Portionen: Portionen
      Anleitungen
      1. Das Tomahawk Steak wird "rückwärts" zubereitet. Das Steak wird gesalzen und im Backofen bei 100 Grad ca. 2-2,5 Stunden (je nach Dicke) auf die gewünschte Kerntemperatur (in diesem Fall 52 Grad C) gezogen.
      2. Anschliessend auf dem heißen Grill von beiden Seiten scharf angrillen. Dazu passt eine klassische Folienkartoffel und Bacon Butter.
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      4 Kommentare

      1. Der Link zum Tomahawk Steak geht leider nicht mehr, auf er Seite findet sich nur das Greater Omaha Cowboy Steak und das Jack’s Creek Black Angus Tomahawk Steak, welches wäre denn hier zu empfehlen?
        Bzw. was ist der Unterschied zwischen den beiden?

        Gruß
        Felix

      2. Hallelujah. Dieses Rezept kann was, danke dafür. Hatten soeben ein Tomahawk vom Spar. Ein gutes Rind aus Österreich. War echt fein. Trotz IKEA-Thermometer und Weber IQ240 Elektrogrill der leider in angemessener Zeit nicht mehr als 270 Grad schafft. Ich mag mir gar nicht vorstellen was los ist wenn man ein fantastisches anstatt eines guten Steaks nimmt und mit einer gewissen Nonchalance den Gasgrill anwirft .

        Muß mich jetzt beruhigen, werde mal nachschauen wie sich der Räucherlachs entwickelt (es läuft der zweite Durchgang). Jedenfalls glauben alle ich bin in der Küche so gut seit ich deine Rezepte gefunden habe.

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