Mit großer Vorfreude begab ich mich im Juni 2014 ins The Bird in Hamburg. Einen der besten Burger Hamburgs sollte ich bekommen! So zumindest meine Erwartungshaltung, da ich vorab ein paar Kritiken in diversen Blogs gelesen habe. Da muss ja schliesslich was dran sein…

Und so begab ich mich an einem warmen Sommerabend im Juni 2014 ins „The Bird“. Etwas abseits der Reeperbahn gelegen in einer Seitenstraße. Das Äußere: Unscheinbar. Lediglich eine Speisekarte und eine kleine Leuchtreklame machen darauf aufmerksam, dass sich hier eine beliebte Burger-Braterei befinden soll. „The Bird“ ist keine Location, wo man sich beim vorbeilaufen denkt: „Ach das ist aber ansprechend hier, lass uns hier mal einkehren.“
Innen ist es einfach, aber zweckmäßig eingerichtet. Als ich gegen 18:30 Uhr dort war, waren etwa 60% der Tische besetzt.

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The Bird in Hamburg ist unscheinbar und versteckt gelegen

 

Die Internetseite des Birds ist komplett auf englisch gehalten. Ich frage mich warum? Ok, es soll eine „New York style bar and kitchen“ sein. Englisch als Sprache passt da natürlich schon. Ich persönlich habe auch kein Problem damit. Aber hey, wir sind hier in Deutschland und es soll auch Menschen geben, die kein englisch können. Muss das wirklich sein, das man eine Homepage für ein deutsches Restaurant komplett in englisch macht?
Ich hatte mich jedenfalls vorab auf der Internetseite informiert, um zu sehen was mich dort erwartet. US-Steaks, Burger & Fries. Alles frisch und „handmade“. Huch, jetzt bin ich auch schon beim denglisch. 😉

Die besten Burger diesseits des Atlantiks im The Bird in Hamburg?

Ich testete natürlich einen Burger. Denn die sollen vielversprechend sein. Ich zitiere einfach mal die Homepage:

All burgers are made from 250+ grams of premium German beef. The quality is high enough that other places would serve it as steak, but here it goes through our grinder every day to become the best burger this side of the Atlantic. Grilled to order and served with our freshly hand-cut fries, lettuce, tomato, red onion and a homemade pickle.

Die Burger haben klangvolle Namen wie „The Fat Stingy Gonzalez“ oder „The Drunk Ghetto“. Ich entschied mich für den „Filthy Harry“, eine klassische Variante mit Bacon und Cheddar. Und das bitte medium gegrillt. 12,50 Euro werden dafür aufgerufen, inklusive hausgemachten, handgeschnittenen Pommes.

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The Filthy Harry im „The Bird“

 

Serviert bekommen habe ich den Burger auf einem relativ kleinem Toastbrötchen, wie man sie aus dem Supermarkt kennt. Dazu reichlich Pommes. Der Gargrad ist auch ordentlich getroffen und mein Fleisch war medium gegrillt. Aber das Fleisch war leider trocken. Vermutlich ist Fettanteil im Hackfleisch hier deutlich zu gering gewesen. Der Burger erinnert auf Grund der Form eher an ein Frikadellenbrötchen. Das Patty ist klein und dick, statt flach und breit, wie es eigentlich üblich ist. Die Toppings (Bacon und Cheddar) sind ordentlich und die Portion Pommes sehr reichhaltig.

Datum des Besuchs: 10.06.2014 um 18:30 Uhr

Adresse:
The Bird in Hamburg
Trommelstr 4
20359 Hamburg

Telefon: 040/75662333
Fax: 040/74214234
Internet: www.thebirdinhamburg.com
E-Mail für Reservierungen: thebirdinhamburgreservations@gmail.com

Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag: 18 – 23 Uhr
Freitag: 17 – 24 Uhr
Samstag: 16 – 24 Uhr
Sonntag: 16 – 23 Uhr

Fazit: Meine Erwartungen wurden im Bird leider nicht erfüllt. Ein Burger auf einem Toastbrötchen serviert ist für eine anspruchsvolle Burgerbraterei meiner Meinung nach ein No-Go. Wenn ich zu Hause nichts besseres zur Hand habe, nutze ich auch schonmal ein Toastbrötchen, aber doch nicht als Gastronomiebetrieb mit dem Anspruch „die besten Burger auf dieser Seite des Atlantiks“ zu servieren. Wenn dann auch auch noch das Hackfleisch trocken ist, obwohl es medium gegrillt ist, dann wird es eng mit einer guten Bewertung. Sehr gut hingegen waren die hausgemachten Pommes und auch die Getränkeauswahl. Doch was nützen gute Pommes, wenn der Burger den Ansprüchen nicht genügt? The Bird in Hamburg ist leider weit davon entfernt, den besten Burger Hamburgs zu servieren. Vom besten Burger diesseits des Atlantiks reden wir mal gar nicht. Etwas viel Hype um einen unterduchschnittlichen Burger.


Allgemeines zu den Restaurant-Tests auf BBQPit.de:

Alles Restaurant-Tests, bzw. Restaurant-Kritiken stellen meine persönliche Meinung bzgl. der getesteten Speisen an diesem Tag dar. Es handelt sich keineswegs um eine allgemeingültige Kritik über das gesamte Angebot der getesteten Lokalität.

3 Kommentare

  1. Meine Empfehlung für einen wirklich Weltklasse Burger ist, ZsaZsa Burger in Berlin.
    Ausgezeichnete Qualität und Geschmack, Vielfältig und einfach nur gut.

    Ich kann es nur jedem ans Herz legen, bei Gelegenheit, dort vorbei zu schauen!

    Gruß Christopher

  2. Selbst zu hause habe ich einen eigenen Anspruch und benutze keine Toasties. Gefrorene Brioche Buns sind in zwei Minuten bereit. Soviel Zeit muss sein 😉

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