Dass ich mich mit Grillhandschuhen und den richtigen Anzündern vor Verbrennungen schütze, ist für mich beim Grillen selbstverständlich, dass man sich aber auch vor Zecken schützen muss, haben nur die wenigsten auf dem Zettel. Und dabei sind diese kleinen Tierchen deutlich gefährlicher als zum Beispiel Wespen, da sie gefährliche Krankheitserreger wie das FSME-Virus übertragen können.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, die schwere gesundheitliche Konsequenzen wie Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen oder Atemschwäche auslösen kann.

Zeckenvorsorge und FSME-Impfung

Da ich als Griller häufig in der freien Natur bin und auch bereits mit Zecken in Kontakt gekommen bin, halte ich das Thema Zeckenvorsorge für besonders wichtig. Ein guter Freund von mir hat durch einen Zeckenstich massive gesundheitliche Probleme bekommen. Gerade deshalb finde ich es sehr wichtig, dass man sich in der freien Natur von den kleinen Spinnentieren schützt. Zum einen durch die richtige Kleidung und Repellents, zum anderen kann eine Impfung vorbeugen, sich bei einem Zeckenstich mit FSME zu infizieren.

Auch wenn Zecken überall in Deutschland lauern, gibt es sogenannte FSME-Risikogebiete wie beispielsweise weite Teile Baden-Württembergs, Bayerns, Südhessens und das südöstliche Thüringen, in denen die Gefahr der Übertragung von FSME besonders hoch ist. Eine FSME-Impfung ist also vor allem für Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder dorthin reisen, sinnvoll. Ich lebe zwar nicht in einem solchen Gebiet, trotzdem schütze ich mich vor Zecken, die ja auch andere Krankheitserreger wie zum Beispiel Borreliose-Bakterien oder eben FSME-Viren übertragen können.

Vorbeugemaßnahmen

Zecken können beim Blutsaugen gefährliche Krankheitserreger übertragen, die Erkrankungen wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose auslösen können. Um das Gesundheitsrisiko zu minimieren, sollte man vorbeugen. Neben der FSME-Impfung beim Arzt gibt es einige Vorsorgemaßnahmen, die man treffen kann. Beim Aufenthalt in der freien Natur ist es wichtig, dass möglichst lange Kleidung und geschlossenes Schuhwerk getragen wird. Auch sollten die Socken über die Hose gezogen oder Gummistiefel getragen werden, um es den Zecken schwerer zu machen, an den Beinen hoch zu krabbeln. Wer sich zusätzlich schützen möchte, kann Kleidung und Hautteile mit speziellen insektenabweisenden Mitteln, sogenannten Repellents, einsprühen.

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Zeckenschutz mit Repellents

 

Dass sich die Zecke auf den Körper setzt oder gar sticht, bleibt in der Regel unbemerkt. Daher ist es wichtig, den Körper nach dem Aufenthalt in der freien Natur nach Zecken abzusuchen. Wird ein Stich entdeckt, sollte die Zecke schnellstmöglich und sehr vorsichtig mit einer Zeckenzange entfernt werden.

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Zecken richtig entfernen

 

Wissenswertes über Zecken

  • Vorsicht beim Aufenthalt in der Natur: Bei Temperaturen über 7 Grad werden Zecken aktiv – unabhängig von der Jahreszeit.
  • Zecken lauern auf Grashalmen, in Büschen und Unterholz in Wäldern, Stadtparks und Gärten und werden im Vorübergehen abgestreift.
  • Beim Durchstreifen von Wiesen, Gräsern und Büschen können Menschen schnell zum Kletterziel werden oder durch Abstreifen der Zecke an Haut oder Kleidung in Kontakt mit dem Spinnentier kommen.
  • Entgegen der landläufigen Meinung fallen Zecken dabei nicht vom Baum, sondern sind in maximal 1,5 Metern Höhe, bevorzugt in Wiesen, Gräsern und Büschen vorzufinden.
  • „Die Zecke ist das gefährlichste Tier Deutschlands“, sagt die Parasitologin Prof. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. „Die Zecke kann mehr als 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen“, erklärte Mackenstedt 2014 beim 2. Süddeutschen Zeckenkongress an der Universität Hohenheim.
  • Weitere Infos zum dem Thema gibt es auf Zecken.de und der Facebookseite von Zecken.de

 

 

Infos zu FSME

  • FSME ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nach zunächst grippeähnlichen Symptomen kommt es bei rund 50 Prozent der Betroffenen zu einer Entzündung der Hirnhaut, bei ca. 40 Prozent zusätzlich zur Entzündung des Gehirns. Einige tragen schwere gesundheitliche Folgen mit dauerhaften Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen oder Atemschwäche davon.
  • FSME ist nicht ursächlich behandelbar. FSME kann schwere gesundheitliche Folgen haben und sogar lebensgefährlich sein. Borreliose hingegen kann mit Antibiotika therapiert werden.
  • Auch wenn Zecken überall in Deutschland lauern, gibt es sogenannte FSME-Risikogebiete wie beispielsweise weite Teile Baden-Württembergs, Bayerns, Südhessens und das südöstliche Thüringen, in denen die Gefahr der Übertragung von FSME besonders hoch ist.

Wann impfen?

Die Zeckensaison in Deutschland geht meistens von Februar bis Oktober. Eine FSME-Impfung ist das ganze Jahr über möglich, der ideale Zeitpunkt für den Beginn der Grundimmunisierung liegt jedoch im Winter. Man sollte sich in jedem Fall ausführlich beim Arzt beraten lassen.

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Zecken lauern in Gräsern und Wiesen

 

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Pfizer entstanden.

 

2 Kommentare

  1. Sehr gut! Mich hat´s neulich beim Grillen erwischt! Stand im heimischen Garten und Abends beim Duschen fand ich dann den kleinen Blutsauger im Bauchspeck!

    Nicht im gegrillten, sondern in dem am anderen Ende der Grillzange! 🙂

  2. Zecken sind wirklich richtig gefährlich und definitiv nicht zu unterschätzen. Jedes Jahr werden Millionen von Menschen gebissen und wenn man ein schwaches Immun-System hat, dann kann es sehr schnell zum Problem werden.
    Leider ist das Thema nicht wirklich in unserer Gesellschaft angekommen und Zeckenbisse werden immer heruntergespielt.

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