Grillen und BBQ erleben seit einigen Jahren einen regelrechten Boom in Deutschland. Kaum scheint die Sonne und die Temperaturen steigen, holen die Deutschen ihren Grill raus und es wird wie wild drauf los gebrutzelt. Doch beim Grillen muss man einiges beachten, denn Grillen ist mehr als nur ein paar Würstchen und Nackensteaks über heißer Kohle zu wenden. Es bestehen immer noch einige Irrtümer, die sich nachhaltig in den Köpfen der Menschen halten.

Fünf Irrtürmer beim Grillen

  1. Beim Anbraten oder Angrillen schließen sich die Poren vom Fleisch
    Auch wenn es noch heute viele TV-Köche behaupten: Fleisch hat keine Poren und demzufolge können sich beim Anbraten auch keine Poren schließen.
  2. Grillfleisch mit Bier ablöschen
    Viele Griller kippen noch heute Bier über ihr Grillfleisch und erhoffen sich dadurch, dass das Fleisch den Geschmack annimmt. Das ist jedoch völliger Blödsinn, denn das Bier tropft in die Glut und sorgt dadurch für Ascheverwirbelungen, die dann auf dem Grillgut landen. Das Grillgut wird dadurch keinesfalls saftiger und es schmeckt auch nicht besser.
  3. Am Grillmuster erkennt man ein gut gegrilltes Steak
    Fast jeder liebt sie: die rautenförmigen Grillmuster auf einem Steak. Doch dieses Grillmuster hat kaum Einfluss auf den Geschmack des Steaks. Im Gegenteil: Grundsätzlich sorgt eine braune Kruste für den Geschmack des Steaks. Bei einem Rautenmuster hat man jedoch nur einen geringen Anteil der Kruste (quasi nur da, wo es mit dem Grillrost Kontakt hatte). Wenn man ein Steak auf einer Griddleplatte oder Plancha zubereitet, bekommt man eine ganzflächige Kruste und somit mehr Geschmack. Rautenförmige Grillmuster dienen hingegen in erster Linie der Optik, nicht aber dem Geschmack.
  4. Vom Holzkohlegrill schmeckt es besser als vom Gasgrill
    Grundsätzlich sorgt die Art des Brennstoffes nicht für den Geschmack, daher schmeckt man generell auch keinen Unterschied zwischen Grillgut, das auf einem Holzkohlegrill zubereitet wurde, und Grillgut, welches auf einem Gasgrill zubereitet wurde. Beim Holzkohlegrill ist es jedoch so, dass Fett und Fleischsäfte, die in die Glut tropfen und verdampfen für den typischen Holzkohlegeschmack sorgen. Dieses Phänomen hat man beim Gasgrill zwar teilweise auch, aber da die Brenner des Gasgrills in der Regel mit Abdeckungen versehen sind, ist der typische „Grillgeschmack“ beim Gasgrill in der Regel nicht so intensiv wie beim Holzkohlegrill.
  5. Das rosa Steak ist zu blutig
    Wenn ein Rindersteak medium oder rare zubereitet ist, ist das Fleisch im Kern rosa und beim Anschneiden läuft roter Fleischsaft aus. Diese Flüssigkeit ist jedoch kein Blut, denn im Muskel verlaufen in der Regel keine Blutadern. Die rötliche Färbung des Fleischsaftes kommt vom Protein Myoglobin, welches für den intramuskulären Sauerstofftransport zuständig ist.

 

Auch das Drumherum ist wichtig

Wer gerne grillt, weiß, dass es um mehr als die Zubereitung des Essens geht. Ich genieße es, mit Freunden und Familie Zeit zu verbringen und gemeinsam in der Natur zu sein. Daher sollte man nicht nur beim Grillen einiges beachten, sondern auch beim ganzen Drumherum. Dazu gehören zum Beispiel lästige Tiere wie Wespen oder auch Zecken. Zu Zecken gibt es beispielsweise viele Geschichten, die falsch sind. Die kleinen unscheinbaren Tiere sind alles andere als harmlos. Denn beim Zustechen können die Blutsauger gefährliche Krankheitserreger, wie das Frühsommer-Meningoenzephalitis-(FSME-)Virus übertragen. Gut, wenn man sich über die Tiere und mögliche Auswirkungen ihrer Stiche informiert hat. Das ist gar nicht so einfach, denn genauso wie beim Grillen gibt es auch über Zecken viele Irrtümer.

Drei Zecken-Irrtümer

  1. Nur Bauern, Jäger und Forstarbeiter sind Opfer von Zecken
    Gestochen werden nicht nur Leute, die von Berufswegen her draußen sind. Opfer von Zecken kann jeder werden, der sich im Freien bewegt. Wer sich in der Natur aufhält, befindet sich oftmals auch im Revier der Spinnentiere. Das fängt bereits im eigenen Garten an. Also auch beim Grillen: Es kann leicht passieren, dass Zecken stechen.
  2. Rechtzeitiges Entfernen der Zecke reicht aus, um die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern
    Das stimmt nicht, da es Krankheitserreger, wie die FSME-Viren gibt, die sofort beim Stich und nicht erst nach längerem Saugen übertragen werden.
  3. Zecken fallen von Bäumen
    Wer denkt, dass er vor Zecken sicher ist, solange der Grill oder der Tisch nicht unter einem Baum steht, der irrt. Denn Zecken lassen sich nicht von Bäumen fallen, wie es immer heißt. Zecken krabbeln nur maximal 1,5 Meter hoch. Das heißt, sie befinden sich vor allem in Hüft- und Kniehöhe. Hohes Gras, Büsche oder Unterholz sind ihr bevorzugter Lebensraum. Beim Stehen am Grill oder Sitzen im Garten kann man so schnell Opfer von Zecken werden.

 

Da die Tiere so klein und unscheinbar sind, fällt da das Krabbeln der Tiere auf dem Körper oder auch das Zustechen nicht auf. So kann die Zecke ungestört Blut saugen und dabei Krankheitserreger übertragen.

Egal, ob man am Grill steht oder nur entspannt in der Sonne auf das leckere Essen wartet und sich begrillen lässt, Vorsorgemaßnahmen gegen Zeckenstiche sind das A und O, um gegen Krankheiten vorzubeugen.

Es gibt verschiedene Vorsorgemaßnahmen, die helfen, die Tiere auf Abstand zu halten und mögliche Erkrankung nach einem Stich vorzubeugen. Dazu gehört die Wahl geeigneter Kleidung. Lange Kleidungsstücke erschweren den Blutsaugern den Zugang zur Haut. Auf hellen Stoffen sind die Tiere schnell sichtbar und können entfernt werden, bevor sie zustechen können. Zusätzlich hilft auch das Einsprühen mit insektenabweisenden Sprays, Repellents genannt. Zudem sollte man den Körper nach einem Aufenthalt in der Natur gründlich nach Zecken absuchen. Letztlich kann auch eine Impfung vorbeugen, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken.

 

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Zecken lauern in Gräsern und Büschen

 

Die FSME-Erkrankung ist für Menschen gefährlich. Denn dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, die nicht ursächlich behandelbar ist. Das heißt, nur die Symptome wie Fieber oder Gelenkschmerzen können mit Medikamenten gelindert werden, die Krankheit selbst ist nicht heilbar. Viele Erkrankte leiden dauerhaft unter gesundheitlichen Folgen.

Die richtige Vorsorge ist wichtig

Ich versuche, mich daher schon zu wappnen, bevor ich nach draußen gehe. Denn ich selbst hatte schon mehrfach Kontakt zu Zecken, daher sind solche Vorsorgemaßnahmen für mich selbstverständlich. Ich achte auf meine Kleidung – lange Kleidungsstücke helfen, den Tieren den Zugang zur Haut zu erschweren. Gleiches gilt für die Wahl von festem Schuhwerk. Auch nutze ich Repellents, also Insekten abweisende Sprays. Denn sie können die Spinnentiere auf Abstand halten. Dann suche ich meinen Körper gründlich nach Zecken ab, nachdem ich in der Natur gewesen bin.
Eine FSME-Impfung kann zudem dazu beitragen, einer FSME-Erkrankung nach einem Zeckenstich vorzubeugen. Für Menschen, die in FSME-Risikogebieten leben oder dorthin reisen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) diese Impfung sogar. Und noch ein Tipp: In diesem Fall zahlt die Krankenkasse die Impfung.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Pfizer entstanden.
Bildquelle: www.zecken.de und www.leidenschaftnatur.de