Mit dem Petromax Raketenofen rf33 (auch Rocket Stove genannt) hat der Magdeburger Hersteller Petromax wieder mal ein neues und innovatives Produkt für den Outdoor Cooking-Bereich auf den Markt gebracht.

Was ist eigentlich ein Raketenofen?

Raketenöfen gibt es bereits seit vielen Jahrzehnten. Das heute gängige Rocket Stove Design mit dem L-förmigen Brenner wurde im Jahre 1982 von Dr. Larry Winiarski erfunden. Dabei wurde der Raketenofen nicht für den hiesigen Outdoorgebrauch erfunden, sondern für Entwicklungsländer und Dritte Welt Länder, um dort den Holzverbrauch zu senken. Die vielen Kochlagerfeuer und die damit verbundene Abholzung der Wälder sollte durch die Nutzung von effizienten Raketenöfen mit Kaminzugeffekt eingedämmt werden. Der Rocket Stove sollte eine starke Verbrennung bei verringerter Qualmentwicklung bieten und effizient mit Zweigen, Reisig, Ästen, Blättern und Biomasseresten befeuert werden. Bei niedrigem Brennstoffverbrauch soll die Flamme gezielt auf den Topfboden gleitet werden und so mit wenig Brennstoff für maximale Hitze sorgen.

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Schnittbild vom Petromax Raketenofen rf33

 

Der Petromax Raketenofen rf33

Doch Petromax wäre nicht Petromax, wenn sie aus einem simplen Prinzip nicht etwas Besonderes machen würden. So ist der rf33 besonders hochwertig gefertigt und besteht größtenteils aus Edelstahl und Gusseisen. Mit 6,5 kg Gewicht ist er daher auch kein Leichtgewicht unter den Rocket Stoves.
Der Raketenofen ist doppelwandig isoliert mit einem Gesamtdurchmesser von 23,5 cm bei einem Innendurchmesser von 9,4 cm und einer Höhe von 33 cm. Durch die Lufteinströmöffnungen an der Unterseite arbeitet der Raketenofen nach dem Holzvergaserprinzip. Die Verbrennungsluft wird angesaugt und an der Brennkammer vorbeigeleitet, dabei vorgewärmt und oberhalb der Brennkammer in den Ofen eingeströmt. Durch das Holzvergaserprinzip in Verbindung mit dem Kaminzugeffekt und der doppelwandigen, isolierten Bauweise verbrennt der Petromax Raketenofen rf33 nicht nur heiss und effizient, sondern auch nahezu rauchfrei.

Die obere Topfauflage ist aus massivem Gusseisen gefertigt. Das sorgt dafür, dass hier die Wärme gespeichert wird und so schneller an das verwendete Kochgeschirr abgegeben werden kann. Die beiden seitlich angebrachten Holzgriffe werden nicht heiß, so dass man den Rocket Stove auch im Betrieb problemlos bewegen kann.

Der Raketenofen im Betrieb

Bevor man den Petromax Raketenofen rf33 im Betrieb nehmen kann, muss man ihn natürlich zunächst auspacken und zusammen bauen. Der Zusammenbau beschränkt sich jedoch lediglich auf die Montage der beiden Transportgriffe, die jeweils mit drei Schrauben angeschraubt werden müssen.

Für die erste Inbetriebnahme habe ich Petromax Zunder verwendet. Zunächst habe ich den Zunder in die Brennkammer gegeben, ihn dort mit einem Stabfeuerzeug entzündet und anschliessend ein paar dünne Äste und Holzscheite eingeschoben. Man kann den Ofen natürlich auch mit herkömmlichen Anzündwürfeln oder Ähnlichem in Betrieb nehmen.

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Der Raketenofen wird mit Hilfe von Petromax Zunder entzündet

 

Bereits nach rund 60 Sekunden beginnt das Feuer im Inneren des Raketenofens zu lodern und man kann weitere Äste oder Holzscheite nachschieben.

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Schon nach 60 Sekunden lodern die Flammen im Petromax Raketenofen rf 33

 

Vorne an der Zufuhröffnung kann die mitgelieferte „Rampe“ eingesteckt werden, auf der man dann nach und nach auch längere Holzscheite in die Brennkammer schieben kann. Schiebt man gerade kein Brennholz nach, sollte man die Klappe schließen, damit der Rocket Stove das Holz effizient und rauchfrei verbrennen kann.

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Mit Hilfe einer Edelstahlrampe können auch längere Holzscheite problemlos nachgeschoben werden

 

Bereits nach wenigen Minuten und nur 4-5 eingeschobenen Holzscheiten zeigt der Raketenofen was in ihm steckt und die Flammen züngeln aus dem Kamin heraus. Und das tatsächlich vollkommen rauchfrei!

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Mit nur wenigen Holzscheiten lassen sich maximale Ergebnisse erzielen

 

Da ich den Petromax Raketenofen nicht nur einem Trockenlauf unterziehen wollte, habe ich auch direkt etwas drauf zubereitet und habe kurzerhand ein paar Wiener Schnitzel in der Feuerpfanne FP30-T gebraten. Dafür habe ich zunächst Butterschmalz in die Pfanne gegeben und anschliessend die Schnitzel je 2-3 Minuten je Seite knusprig ausgebacken. Dabei muss man jedoch ein wenig aufpassen, denn auf Grund der wirklich hohen Hitze, die der Raketenofen produziert, muss man immer ein Auge auf die Pfanne haben und die Schnitzel rechtzeitig wenden. Innerhalb von wenigen Minuten lassen sich jedoch herrlich krosse Schnitzel auf dem Rocket Stove zubereiten.

Wiener Schnitzel auf dem Rocket Stove Petromax Raketenofen rf33 (Rocket Stove) im BBQPit-Test-petromax raketenofen-PetromaxRaketenofen rf33 RocketStove06
Wiener Schnitzel auf dem Petromax Raketenofen rf33

 

Reinigung und Aufbewahrung des Raketenofens

Noch erfolgreicher Inbetriebnahme und Nutzung muss der Raketenofen auch gereinigt werden. Dazu lässt man das restliche Holz einfach verbrennen und wartet bis der Ofen ausgekühlt ist. Anschliessend kann man die Asche einfach auskippen. Viel mehr muss man bei der Reinigung eigentlich nicht machen, da das Holz komplett verbrennt und lediglich etwas Asche anfällt.
Wie auch bei den Feuertöpfen bietet Petromax für den Raketenofen eine passende Aufbewahrungstasche an. Diese ist perfekt verarbeitet, gut gepolstert und bietet außerdem einen Schultergurt, sowie zusätzliche Seitentaschen um Kleinkram aufzubewahren.

 

Der Petromax Raketenofen rf33 im Detail

• Höhe: 33 cm
• Außendurchmesser (ohne Griffe): 23,5 cm
• Innendurchmesser des Kamins: 9,4 cm
• Maße der Öffnung für Brennmaterial: 7 x 12 cm
• Gewicht (ca.): 6,5 kg
• Material: Edelstahl, Gusseisen, Holz
• UVP: 129,99 Euro für den Raketenofen / 36,99 Euro für die Tasche

Fazit

Der Petromax Raketenofen rf33 überzeugt durch eine tadellose Verarbeitung und einen hochwertigen Materialmix aus Edelstahl und Gusseisen. Der Rocket Stove erreicht dank Holzvergasertechnik und Kaminzugeffekt sehr hohe Temperaturen bei niedrigem Holzverbrauch. Auf Grund seiner Abmessungen und des Gewichtes ist es kein Produkt, welches man mal eben mit auf eine Wanderung nimmt. Für Camping, Outdoorküche und Co. ist der Raketenofen jedoch ein perfekter Begleiter. Er ist in wenigen Minuten einsatzbereit und sorgt schnell und effizient für frisch gekochten Kaffee, Steaks oder sonstige gebratene Snacks aus der Pfanne, Topf oder dem Dutch Oven. Auch Feuertöpfe und sonstiges Kochgeschirr ohne Füsse können auf dem Raketenofen betrieben werden. Auf Grund der isolierten Bauweise kann man den Ofen sogar auf einem Tisch betreiben, denn die Unterseite wird selbst bei hohen Temperaturen gerade mal lauwarm.

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