Der Looftlighter ist ein elektrischer Heißluft-Grillanzünder, mit dem man in wenigen Sekunden Holzkohle, Briketts und auch Kaminholz entzünden kann. Ich nutze das Gerät seit etwa einem Jahr und er ist schon nach kurzer Zeit ein absolut unentbehrliches Tool für mich geworden.

Der Looftlighter

Richard Looft hat das Produkt 2006 in Schweden erfunden. Mittlerweile ist der patentierte Heissluftfön weltweit in über 30 Ländern ca. 200.000 Mal verkauft worden.

Der Looftlighter wiegt etwa 1 kg, ist knapp 50 cm lang und hat ein 3 m langes Stromkabel. Der Einschalter muss dauerhaft gedrückt werden. Lässt man ihn los, ist der Fön sofort aus. Das hat in erster Linie Sicherheitsgründe, denn so wird verhindert, dass man irgend etwas in Brand setzt, wenn man ihn weglegt und er versehentlich noch eingeschaltet ist.

Grillanzünder Looftlighter Heissluftfön - Der Kamin- und Grillanzünder im Test-Looftlighter-Looftlighter01
Der Looftlighter hat einen integrierten Flaschenöffner

 

An der Unterseite des Gerätes ist eine Metalllasche angebracht, mit dem man den Looftlighter beispielsweise ans Gestell des Grills hängen kann. Außerdem hat er einen integrierten Flaschenöffner. Alleine dadurch hat der Heissluftfön ja schon seine Daseinsberechtigung. 😉

Schaltet man den Looftlighter ein, macht sich ein dezentes Geräusch bemerkbar, was an einen Fön erinnert. Innerhalb weniger Sekunden wird durch einen kleinen Ventilator ein 600 Grad heisser Luftstrahl vorne durch den „Rüssel“ gedrückt. Hält man den Rüssel in Holzkohle entzündet sich Diese binnen Sekunden.

Dragonfire Looftlighter Heissluftfön - Der Kamin- und Grillanzünder im Test-Looftlighter-Looftlighter02
Der Heissluftfön wird in die Kohle gehalten zum Entzünden

 

Sobald sie entzündet ist, zieht man den Fön etwa 5-10 cm weg und hält ihn weiter auf die glühenden Kohlen. Innerhalb von wenigen Sekunden breitet sich die Glut aus.

Dragonfire Looftlighter Heissluftfön - Der Kamin- und Grillanzünder im Test-Looftlighter-Looftlighter03
Nach wenigen Sekunden breitet sich die Glut aus

 

Ich habe den Looftlighter auch mit Holzkohlebriketts getestet. Hier dauert es ein paar Sekunden länger als bei der Holzkohle, aber auch Briketts bekommt man innerhalb von einer Minute zum Glühen.

Dragonfire Looftlighter Heissluftfön - Der Kamin- und Grillanzünder im Test-Looftlighter-Looftlighter07
Auch Holzkohlebriketts entzünden sich problemlos

 

Den dritten Testversuch habe ich mit Holzscheiten gemacht. Auch diese fangen in wenigen Sekunden an zu glimmen und nach etwa 60 Sekunden entzünden sie sich. Nimmt man kleineres Anzündholz geht es auch schneller.

Dragonfire Looftlighter Heissluftfön - Der Kamin- und Grillanzünder im Test-Looftlighter-Looftlighter04
Auch Holzscheite lassen sich mit dem Looftlighter entzünden

 

Dragonfire Looftlighter Heissluftfön - Der Kamin- und Grillanzünder im Test-Looftlighter-Looftlighter05
Nach gut einer Minute brennen auch große Holzscheite

 

Ok, ich höre höre schon die Aufschreie der BBQ-Puristen: „Das ist ja schon fast Elektrogrillen“, „Das Teil hat 2000W und das bei den heutigen Stromkosten!“

Sind die Stromkosten für den Looftlighter wirklich so hoch?

Der Looftlighter braucht 2000 Watt. Keine Frage, das ist ungemein viel. Da der Looftlighter aber in wenigen Sekunden für durchgeglühte Kohle sorgt, halten sich die Kosten in Grenzen.

Beispiel: Wir nutzen den Looftlighter für 3 Minuten
3 Minuten sind 0,05 Stunden / 2 kW x 0,05 h = 0,1 kW/h
Gehen wir mal von einem durchschnittlichen Strompreis von 27 Cent pro kW/h aus:
0,1 kW/h x 27 Cent = 2,7 Cent
3 Minuten Nutzung des Looftlighters kosten effektiv 2,7 Cent.
Die Stromkosten betragen also gerade mal 0,9 Cent pro Minute!

Und wenn ich bedenke, dass ich Holzkohle und Briketts mit dem Looftlighter in weniger als einer Minute zum glühen bringe, kostet mich ein Anzündvorgang nicht mal 1 Cent! Kennt ihr einen günstigeren Grillanzünder? Ich nicht…

Fazit: Für mich ist der Looftlighter der beste Grillanzünder auf dem Markt. Ich kenne keine schnellere, effektivere, günstigere, und sauberere Art einen Grill oder Kamin anzuzünden! Ausserdem kann man mit dem Looftlighter auch mal schnell für „Turbohitze“ sorgen, wenn man mal ein Steak scharf angrillen will und die Kohle nicht richtig heiss wird. Und das Beste daran: Man braucht nie wieder flüssigen Grillanzünder! Dieser stellt ja leider immer noch eine große Gefahrenquelle am Grill dar, vor allem wenn Kinder am Grill sind.

Mittlerweile gibt es auch einen Nachbau namens „Dragonfire“. Dieses Gerät sieht optisch fast genau so aus wie der Looftlighter und hat auch fast identische Leistungsdaten bei deutlich günstigerem Preis. Auch diesen Anzünder habe ich bereits genutzt und ich kann nichts Schlechtes drüber sagen. Bei befreundeten Grillern gab es jedoch schon Defekte nach kurzer Zeit. Vermutlich ist es hier wie bei allen Dingen: „You get what you pay for“.

1 Kommentar

  1. Hi, da wir fast nur mit Holz grillen/schwenken, habe ich mir noch nie Gedanken über einen solchen elektronischen Zünder gemacht. Aber deine Beschreibung ist so gut, daß dieses Teil wirklich interessant ist!

Kommentieren Sie den Artikel