Seit einigen Wochen habe ich einen Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill neu im Fuhrpark, den ich in den vergangenen Tagen ausführlich getestet habe mit zahlreichen Rezepten wie, Ribs, Pulled Pork, Beef Brisket (Burnt Ends), Bratäpfeln und Pastrami.

Traeger ist ein amerikanischer Hersteller, der seit vielen Jahren Pelletgrills auf dem US-Markt vertreibt. Die Traeger Pellet Grills LLC wurde 1985 in Oregon USA gegründet und kann auf 30 Jahre Erfahrung in der Produktion von Pellet-Grills und Hartholz-Pellets zurückblicken. Seit Herbst 2015 werden Traeger Holzpelletgrills durch die BBQ-Scout GmbH für den deutschen Markt importiert.

Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill im Test

Bevor man einen Grill testen kann, muss man ihn natürlich auspacken und aufbauen. Auch dazu habe ich ein paar Fotos gemacht. Geliefert wird der Lil’Tex Pro per Spedition auf Palette. Neben dem Grill war noch die Abdeckhaube, die untere Bodenplatte und zwei Sack Traeger Pellets bei der Lieferung dabei.

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Der Grill wurde per Spedition auf einer Einwegpalette geliefert

 

Der Grill ist mit reichlich Kartonage und Styropor sehr gut verpackt, so dass ihm auf dem Transportweg eigentlich nichts passieren kann. Zieht man den Karton nach oben ab, steht man direkt vor der recht voluminösen Garkammer. Im Garraum des Grills befinden sich die Einzelteile, die noch montiert werden müssen. Das sieht auf den ersten Blick recht umfangreich aus, aber im Endeffekt ist es gar nicht viel, was noch montiert werden muss. Der Pelletsvorratsbehälter mit der Förderschnecke ist direkt ab Werk mit der Garkammer verbunden.

 

Es müssen lediglich die vier Füsse, der Deckelgriff und der Kamin angeschraubt werden. Die einzelnen Montageschritte sind in der Anleitung gut dokumentiert und selbst ungeübte Personen sollten den Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill innerhalb von einer Stunde problemlos aufbauen können.

So funktioniert der Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill

Beim Traeger Lil’Tex Pro handelt es sich um einen Pelletgrill, der ausschliesslich mit Holzpellets betrieben wird. Keine Holzkohle, kein Briketts, kein Gas, ausschliesslich Holzpellets! Alles was in diesem Grill zubereitet wird, wird im Rauch eines Holzfeuers indirekt gegart. Echtes Feuer, echter Rauch und echter Geschmack! Es ist quasi die urtypische Art der Speisenzubereitung, wie es die Menschheit seit jeher gemacht hat. Gepaart mit moderner Elektronik kann man im Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill Räuchern, Backen, Braten, Grillen, und authentisches Barbecue zubereiten. Der Pelletgrill verfügt über einen digitalen LED-Controller mit einer Temperaturanzeige in Celsius. Es gibt zehn verschiedene Temperaturstufen: Smoke, 82 °C, 107 °C, 121 °C, 135 °C, 148 °C, 162 °C, 176 °C, 190 °C und High, die mittels Drehregler eingestellt werden können.
Diese „krummen“ Temperaturstufen erscheinen auf den ersten Blick etwas willkürlich gewählt. Das liegt jedoch daran, dass die Grills aus den USA kommen und hier einfach die Temperaturen von Fahrenheit in Celsius umgerechnet werden. So sind 180 Grad Fahrenheit 81 Grad Celsius, 225 Grad Fahrenheit sind 107 Grad Celsius, etc.

Links neben der Garkammer ist der Controller samt Pelletvorratbehälter angebracht. Der Vorratbehälter fasst ca. 8 kg Holzpellets, die trichterförmig nach unten zu einer Förderschnecke geleitet werden. Gleichzeitig sind am Controller zwei Anschlüsse für zwei mitgelieferte Kerntemperaturfühler, so dass man zwei Stücke Fleisch gleichzeitig überwachen kann.

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Aus dem Vorratbehälter werden die Pellets per Schnecke in den Grill befördert

 

Die Schnecke befördert die Pellets in die Garkammer, wo sich die Brennkammer mit Zünder und Induktionsventilator befindet.

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Lüfter und Pelletbrenner befinden sich unten mittig in der Garkammer

 

Wenn man den Pelletgrill einschaltet, setzt sich die Schnecke in Bewegung, fördert Holzpellets in die Brennkammer, wo sie automatisch entzündet werden. Der Ventilator sorgt dafür, dass die Luft gleichmäßig in der Garkammer zirkuliert. Die Technik ist einfach, aber seit vielen Jahren bewährt und zuverlässig. Der Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill funktioniert vollautomatisch und man muss sich um nichts weiter kümmern, ausser gelegentlich die angefallene Asche zu entfernen.
Der Grill hat zusätzlich eine Abschaltautomatik. Wenn man den Grill ausschaltet, läuft der Lüfter noch 5 Minuten nach, so dass alle Pellets, die sich noch in der Brennkammer befinden verbrannt werden und die Brennkammer für den nächsten Einsatz direkt frei gebrannt wird.

Über dem Brenner befindet sich ein abgekanntetes Blech, welches einerseits den Brenner schützt und gleichzeitig dafür sorgt, dass die heisse Luft seitlich in die Garkammer zirkuliert. Über dem Brenner wird ein Fettablaufblech eingelegt, welches mit leichtem Gefälle von der Brennkammer zum Ablauf anfallendes Fett vom Grillgut abtransportiert.
Tipp: Dieses Ablaufblech sollte man unbedingt mit Alufolie abdecken, bevor man das erste mal mit dem Pelletgrill grillt. Heruntertropfendes Fett brennt sich sonst recht schnell am Blech fest und es wird schnell unansehnlich. Eingebranntes Fett bekommt man nur schwer wieder ab. Die benutzte Alufolie kann man anschliessend einfach abziehen und entsorgen.

Über dem Ablauflech wird der Grillrost aufgelegt, welcher mit den Abmessungen von 56 x 48 cm ausreichend groß ist, um beispielsweise 2 – 3 Schweinenacken für Pulled Pork gleichzeitig zu garen. Darüber befindet sich ein Zusatzgrillrost mit den Abmessungen 56 x 18 cm. Dieser kann bei Bedarf einfach eingesteckt werden und bietet dann zusätzliche Kapazitäten.

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Ein Blick in die Garkammer mit Grillrost und Zusatzgrillrost

 

Auf die richtigen Pellets kommt es an

Man sollte darauf achten bei einem Pelletgrill reine Hartholz-Pellets zu verwenden. Heiz-Pellets für die Pelletheizung werden in der Regel aus Nadelhölzern hergestellt. Heiz-Pellets sind nicht für’s BBQ geeignet. Traeger produziert eigene Holzpellets in den Sorten Hickory, Mesquite, Pecan, Kirsche, Apfel, Erle, Ahorn und Eiche. Das Holz stammt aus amerikanischen Wäldern, welches in eigenen Werken in Oregon, Texas und Georgia zu Pellets verarbeitet werden. Die Traeger Pellets bestehen aus 100% reinem, nicht-recyceltem Hartholz. Traeger empfiehlt es ausschliesslich Original-Pellets zu verwenden. Ich habe bei meinem Test die Sorten Hickory und Pecan (Pekannuss) verwendet.

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Hickory und Pecan Holzpellets

 

Die Traeger Pellets verbrennen fast rückstandsfrei. Der Ascheanteil, der übrig bleibt, ist sehr gering. Hier mal ein Foto der Rückstände nach ca. 20 kg Holzpellets. Das ist in etwa ein 0,3 l Glas voll Asche. Für die Reinigung verwendet man am besten einen Staubsauger. Einfach aussaugen – mehr muss man nicht tun.

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Die Ascherückstände im Grill

 

Die erste Inbetriebnahme des Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill

Wenn man den Grill zusammen gebaut hat, wird der Grill „eingebrannt“, sprich rund 30 Minuten auf höchster Stufe laufen gelassen, um Produktionsrückstände zu verbrennen. Bevor man das erste Mal Fleisch auflegt, sollte man das in jedem Fall tun, da Brenner, Abdeck- und Ablaufbleche geölt sind und man diese Teile auf jeden Fall frei brennen muss, da man sonst ggf. einen unerwünschten Beigeschmack an sein Grillgut bekommt. Nach dem Einbrennen habe ich den Grill komplett erkalten lassen und dann erneut gestartet, um herauszufinden wie schnell der Grill einsatzbereit ist und die entsprechenden Temperaturstufen erreicht.

Handgestoppt habe ich folgende Werte bei einer Außentemperatur von 12 Grad C erreicht:

  • 82 °C nach 5:37 Min.
  • 107 °C nach 6:25 Min.
  • 121 °C nach 7:10 Min.
  • 135 °C nach 7:45 Min.
  • 148 °C nach 8:26 Min.
  • 162 °C nach 9:08 Min.
  • 176 °C nach 9:59 Min.
  • 190 °C nach 10:58 Min.
  • High nach 15:32 Min.

Zu Beginn dauert es ein wenig, da sich nach dem Einschalten zunächst die Schnecke in Bewegung setzt und Pellets in den Brennraum befördern muss. Aber nach 180 Sekunden zünden die ersten Pellets. Die Rauchentwicklung beim Zünden ist enorm und für rund 60 Sekunden raucht es wirklich sehr stark.

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Starke Rauchentwicklung beim Zünden

 

Sobald die Pellets aber einmal richtig Feuer gefangen haben, steigt nur noch eine seichte, fast durchsichtige Rauchfahne auf, die man kaum wahrnimmt. Die einzelnen Temperaturstufen sind sehr schnell erreicht und das Maximum auf Stufe „High“, was bei 228 Grad liegt, wird innerhalb von gut 15 Minuten erreicht. Bereits nach 7 Minuten sind 121 Grad Celsius erreicht. Ich finde das sind Top-Werte, die sich absolut sehen lassen können. Einschalten, 7 Minuten warten, Fleisch auflegen. Viel schneller geht es nun wirklich nicht.

Wenn ich das mal mit einem Kugelgrill vergleiche: Minionring legen, Starter-Briketts durchglühen, Minionring einregeln – da vergehen mindestens 60, eher 90 Minuten bevor man das Fleisch auflegt.

Der Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill im Praxistest

Ich habe den Grill über mehrere Tage getestet und verschiedene Dinge ausprobiert. In erster Linie natürlich BBQ-Klassiker wie Pulled Pork, Burnt Ends vom Beef Brisket, St. Louis Style Ribs und Baby Back Ribs, denn das ist einfach das klassische Einsatzgebiet dieses Grills. Außerdem habe ich noch Pastrami geräuchert und Bratäpfel gebacken.

Ich hatte eine komplette US-Rinderbrust von GOP (Greater Omaha Packers) zur Verfügung, bei der ich das Flat vom Point getrennt habe. Das Flat habe ich zu Pastrami verarbeitet, das Point habe ich klassisch gesmoked ähnlich einem normalen Brisket und daraus Burnt Ends gemacht. Dazu habe ich das Fleisch mit meinem Pit Powder Beef BBQ-Rub gewürzt und mitten in der Nacht um 24 Uhr bei einer Grilltemperatur von 107 Grad Celsius aufgelegt. Am nächsten morgen habe ich das Point dann vom Grill genommen und mit einem Schluck Rinderbrühe in Alufolie gewickelt und zurück auf den Grill gegeben. Gleichzeitig habe ich St. Louis Style Spare Ribs aufgelegt, die ich mit Pit Powder gewürzt habe. Die Temperatur habe ich zu diesem Zeitpunkt auf 121 Grad erhöht.

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Brisket Point und Ribs im Pelletgrill

 

Dabei ist mir aufgefallen, dass die Temperatur anfänglich etwas weit ausschlägt. So fährt der Grill dann erstmal Richtung 130 Grad-Marke, pendelt sich aber dann auch recht schnell wieder um die 120 Grad ein.
Nach etwa 2 Stunden in Folie habe ich die Folie geöffnet und ein wunderbar zartes Stück Fleisch vorgefunden. Eine schnelle Kerntemperaturmessung mit meinem Maverick Einstichthermometer signalisierte mir 95 Grad. Bei den auf geschnittenen Stücken erkennt man sehr gut den genialen Rauchring.

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Brisket Burnt Ends aus dem Pelletgrill

 

Die Ribs hatten eine ordentliche Fleischauflage, so dass ich sie nach der 3-2-1 Methode zubereitete. Auch hier lieferte der Grill ein tolles Ergebnis. Die Ribs bekommen im Holzrauch eine schöne dunkelrote Farbe. Daran erkennt man gut, wie sauber das Holzfeuer im Traeger Lil’Tex Pro Pelletgril brennt.

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St.Louis Ribs aus dem Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill

 

Zum Abschluss dieser „Tages-Session“ habe ich noch Bratäpfel auf dem Pelletgrill bei 190 Grad Grilltemperatur zubereitet. Nach 25 Minuten auf dem Grill auch hier ein richtig tolles Ergebnis.

Bratäpfel vom Grill Der Traeger Lil'Tex Pro Pelletgrill im BBQPit-Test-traeger lil'tex pro pelletgrill-BrataepfelvomGrill05
Bratapfel aus dem Holzrauch

 

Zu diesem Zeitpunkt habe ich ziemlich genau einen 9 kg-Sack Traeger Pecan Holzpellets verbraucht. Wohlgemerkt inkl. einbrennen, inkl. Burnt Ends, Ribs und Bratäpfel.

Pulled Pork darf natürlich beim Pelletgrill-Test nicht fehlen. Hier habe ich das Fleisch abends bei 121 Grad Gartemperatur aufgelegt, nachdem das Pastrami gerade fertig geworden ist.

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Pastrami und Pulled Pork

 

Am nächsten Tag um 11 Uhr war das Fleisch nach ziemlich genau 15 Stunden im Grill fertig und bei einer Kerntemperatur von 94 Grad angekommen. Auch hier gibt es ein äußerst gutes Ergbnis. Das Pulled Pork hatte einen schönen milden Rauchgeschmack, zartes, saftiges Fleisch und eine tolle Kruste. Zum Abschluss dieser Testreihe habe ich dann nochmal Ribs ohne Folienphase nach der 5-0-0 Methode gemacht. Die Farbe der Ribs war einfach sensationell. Dieses Foto der Ribs ist nach 5 Stunden im Holzrauch bei 121 Grad entstanden. Schönere Ribs habe ich noch nie gegrillt….

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Baby Back Ribs vom Pelletgrill

 

Anfänglich war ich irritiert was die Temperaturstufen des Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrills angeht. Warum keine stufenlose Temperatureinstellung, wie bei GMG oder auch Rösle/Memphis? Im Betrieb habe ich jedoch festgestellt, dass die 10 Stufen im normalen Betrieb eigentlich völlig ausreichen. Dem Perfektionisten mag hier die gradgenaue Einstellmöglichkeit fehlen, aber für den Normalverbraucher sind die eingestellten Temperaturstufen völlig ausreichend.

Funktionen/Merkmale:

  • 20.000 BTU/21.000 kJ
  • Grillfläche: ca. 3.690 cm²
  • Digitaler LED Controller mit °C Anzeige
  • 10 verschiedene Temperaturstufen: Smoke, 82 °C, 107 °C, 121 °C, 135 °C, 146 °C, 162 °C, 176 °C, 190 °C und High.
  • Startfunktion auf Stufe Smoke, und Abschaltautomatik mit Lüfternachlauf.
  • Der Induktionsventilator zirkuliert die Hitze und den Rauch der Hartholz-Pellets gleichmäßig in die Garkammer.
  • Der große Trichter/Vorratsbehälter kann mit ca. 8 kg Traeger Hartholzpellets gefüllt werden. Damit grillen Sie mühelos über mehrere Stunden.
  • Der Vorratsbehälter verfügt über eine Klappe, um vorhandene Pellets mühelos zu entnehmen. Dies vereinfacht das Wechseln der verschiedenen Hartholz-Pellets.
  • Die präzise Hochleistungs-Schnecke transportiert die Traeger Hartholzpellets je nach Einstellung vom Trichter zur Brennkammer. Entweder schnell für dementsprechend hohe Temperaturen oder nach und nach für das traditionelle low & slow Barbecue.
  • Der in die Brennkammer integrierte Zünder entflammt die Hartholzpellets automatisch und hält das Feuer im Gang. Nie wieder Stress mit erloschener Kohle.
  • Stromversorgung und Energieverbrauch: In der Startphase von ca. 5 Minuten liegt die Leistung bei ca. 300 Watt, dann regelt der digitale Controller die eingestellte Temperatur bei einem Stromverbrauch von ca. 50 Watt.
  • Die Abschaltautomatik kann einfach auf dem Drehregler des Controllers ausgewählt werden. Nun schaltet die Schnecke ab und der Induktionslüfter zirkuliert die Luft noch für ca. 5 Minuten weiter, damit die restlichen Pellets noch verbrennen und somit keine Reste mehr in der Brennkammer vorhanden sind. Diese würden sonst die Startphase beim erneuten Benutzen beeinträchtigen.
  • 230 V Version – CE zertifizierte Ausführung für den deutschen Markt.

Abmessungen und Gewicht:

  • Abmessungen Hauptgrillrost: ca. 56 x 48 cm
  • Abmessungen Zusatzgrillrost: ca. 56 x 18 cm
  • Abmessungen inkl. Untergestell: ca. 124,5 x 107 x 56 cm (HxBxT)
  • Gewicht: ca. 49 kg

Das ist negativ:
– starke Rauchentwicklung in der Startphase für ca. 60 Sekunden
– keine stufenlose Temperatursteuerung

Das ist positiv:
+ gutes Preis-/ Leistungsverhältnis
+ geringer Pelletverbrauch
+ sauberes Holzfeuer
+ dezentes, nicht zu aufdringliches Raucharoma
+ sehr schnell einsatzbereit
+ vollautomatischer Betrieb
+ einfache Temperatursteuerung
+ einfache Reinigung

Der Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill funktioniert nach dem Motto: Einschalten, Auflegen und Spaß haben. BBQ-Puristen, die gerne stundelang am Smoker sitzen und alle 30 Minuten Holz nachlegen werden bei einem Pelletgrill vermutlich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Der Traeger Lil’Tex Pro Pelletgrill kommt im low & slow Bereich mit einer Füllung Pellets locker für 12-14 Stunden aus. Wenn man sein Brisket oder Pulled Pork abends auflegt, kann man beruhigt zu Bett gehen, denn es reicht wenn man dann am nächsten morgen wieder nachsehen geht, oder wartet bis das Maverick Funk-Thermometer signalisiert, dass das Essen fertig ist. Mit einem Preis von 949 Euro ist der Traeger Lil’Tex Pro ein recht preiswertes Einstiegsmodell bei den Pelletgrills, das aber hervorragende Ergebnisse erzielt, sehr schnell einsatzbereit ist und auch recht sparsam im Verbrauch ist. Das Holzfeuer brennt so sauber, dass das Fleisch mit einer sensationellen Farbe aus dem Grill kommt. Vor allem bei Ribs, die sonst recht schnell dunkel werden liefert der Lil’Tex Pro absoult tolle Ergebnisse! Das Raucharoma ist dezent und nicht zu aufdringlich. Wem die Grillfläche zu klein ist, der kann auch zum großen Bruder, dem Traeger Texas Pro Pelletgrill greifen, welcher über die gleichen Ausstattungsmerkmale verfügt, jedoch eine 30 cm längere Garkammer hat.

Alles in allem ist dieser Pelletgrill eine ideale Low & Slow-Maschine für Leute, die sich nicht stundenlang um den Grill kümmern wollen, sondern einfach immer gute Ergbenisse haben wollen.

Traeger Pro Series 22 Pellet-Grill
1 Bewertungen
Traeger Pro Series 22 Pellet-Grill*
  • Grillen, Räuchern, Backen, Braten, Schmoren, BBQ
  • Grillfläche von 3.690 cm², Digital-Controller "Pro"
  • 2 Temperaturfühler, 8,2 kg Pelletkammer Kapazität.

Hinweis: Der Lil’Tex Pro ist mittlerweile durch das Nachfolgemodell Traeger Pro Series 22 ersetzt worden. Der Nachfolger hat ein anderes Gestell, ist aber ansonsten weitestegehend baugleich.

44 Kommentare

    • Hallo Bert, ich hatte bereits einen GMG Pelletgrill und einen Memphis. Der Memphis spielt in einer eigenen Liga. Der GMG und der Traeger sind recht ähnlich von der Technik. Der Traeger ist günstiger, daher würde ich vermutlich zum Traeger greifen.

      • Hi Thorsten, vom Preis spielt der Memphis definitv in einer eigenen Liga – und er ist m.E. auch der einzige mit direkter Hitze Option. Mich würde interessieren was er darüber hinaus dem Traeger voraus hat?

        • Hallo Björn, der Memphis ist komplett aus Edelstahl gefertigt, der Traeger aus pulverisiertem Stahlblech. Der Memphis hat eine doppekwandige, isolierte Haube und braucht daher rund 40% weniger Pellets als ein dünnwandiger Smoker wie der Träger. Auf Grund des besseren Materials wird er deutlich länger halten. Und er kann rund 100 Grad höhere Temperaturen fahren.

  1. Ich nutze aktuell einen Weber Smokey Mountain zum Smoken.
    Würdest du sagen, dass
    a.) die Ergebnisse mit dem Traeger gleich, besser oder schlechter wären?
    b.) Die Bedienung von dem Traeger zum Smoken einfacher und entspannter ist?

    • Hi Sven, das sind ja zwei völlig unterschiedliche Techniken. Ich habe auch einen Smokey Mountain. Beide Grills liefern absolut geniale Ergebnisse. Beim Smokey Mountain bekommt man ein – wenn man es denn möchte – intensiveres Raucharoma hin, wenn man viel Räucherholz dazu gibt. Der Traeger brennt sauberer und das Raucharoma ist milder. Von der Regelung ist der Traeger natürlich entspannter, da man nur die Temperatur einstellen muss und der Grill dann alles von selbst macht.

      • Aber es ist schon so, dass ich ein gutes Raucharoma habe, bei dem Traeger?
        Bei dem Smokey Mountain halte ich es auch immer eher dezent und lege meist nur drei kleine Holzscheite dazu, weil meine Frau (ja, schlimm, ich weiss), dass nicht ab kann, wenn es ZU intensiv nach Rauch schmeckt.
        Deshalb erhoffe ich mir da von dem Traeger die ideale Zwischenlösung – dein Test liest sich zumindest so! 🙂

        • Es ist immer schwer zu sagen, was wirklich genug Raucharoma ist. Da hat jeder andere Vorlieben. Es kommt ja auch darauf an, welche Pellets man verwendet. Buche ist eher mild, Mesquite und Hickory eher intensiv. Wenn das Raucharoma im Pelletsgrill nicht ausreichen sollte, kann man auch immer noch mit einer Smoking Tube nachhelfen, die man mit in den Grill legt.

          • Aber vom Prinzip kann man es doch so sagen, dass das Gerät DAS macht, was ein Smoker macht, nur einfacher und Automatisiert.
            Nachteil ist höchstes, dass das Smoke Aroma nicht ganz so hoch sein kann, durch die Zubereitungsmethode!?

  2. Guter Bericht!

    Leider kann man bei den Dingern das Raucharoma nur wenig beeinflussen.

    Ich mag es nicht so hart geräuchert.

    Leider habe ich noch keine neutralen Kohlepellets gefunden,die das Raucharoma mindern würden.

  3. Ich brenne meinen gerade zum ersten Mal ein. Ist es normal, dass kaum bis gar kein Rauch sichtbar ist?
    Temperatur ist zwar schon bei 205 Grad, aber Rauch suche ich vergebens.
    Hatte ich nur beim aller ersten anfeuern (so wie du es auch beschrieben hast).

  4. Habe zwar einen GMG, aber auch der raucht nur beim Anzünden stark, danach eigentlich kaum noch. Am ehesten etwas bei niedrigen Temperaturen (so 70 Grad).

    • Danke für den Hinweis! Bin noch neu in der Pelletwelt! 😉
      Wobei der Geruch auch ohne Rauch schon mal sehr angenehm ist! 🙂

  5. Hallo Thorsten,

    danke für den super Bericht!
    Wieviel Baby back ribs passen denn da auf den Rost? Wie ist die Wertigkeit des Traeger im Vergleich zum GMG?

  6. Hallo Thorsten, vielen Dank für den sehr ausführlichen Bericht. Ich spiele mit den Gedanken mir auch einen Traeger Pellet Grill zuzulegen. Worüber ich bis jetzt aber relativ wenig gelesen habe, ist die Rauchentwicklung während des Beriebes. Ist die bei Traeger Grills wirklich nur am Anfang so stark und dann kaum mehr wahrnehmbar?
    Ich wohne nämlich mitten in der Stadt in einer Hinterhofwohnung. Das heißt, rings um mich herum Nachbarwohnungen, die im Sommer natürlich auch ihre Fenster geöffnet haben.
    Normales Grillen (Gasgrill) stört meine Nachbarn nicht, ich weiß allerdings nicht, wie sie auf einen Smoker reagieren.

  7. Hi, kann man auch stink normal auf diesem Smoker grillen wie z. B. Steaks, Würstchen usw. und sind diese dann knackig braun und haben Röstaromen, wie bei einem normalen Grill?

  8. oh cool und wie länge lässt man den Bauch ca. drauf?

    Mann arbeitet übrigens an einer Lösung. Er lässt ein Blech mit Löchern machen, damit die Hitze direkt durchkommt aber das Fett aufs Blech geht:-) ich berichte;-) dauert aber ein paar Tage…

  9. Hallo Thorsten. Kann man die Startphasen vom GMG, Traeger und dem Memphis miteinander vergleichen was die Rauchentwicklung angeht oder raucht einer weniger beim starten. Wohne in einem Mehrfamilienhaus und bin mir nicht ganz sicher wie tolerant meine Nachbarn sind.

    • Hallo Tim, von der Technik sind die Grills beim zünden alle gleich: ein Glühstab heizt auf und bringt die Pellets zum glühen. Das raucht dann immer gleich stark. Der Memphis macht es mit einem Heissluftgeblöse, da raucht es etwas weniger.

  10. Hi Thorsten, da du ja drei bekannte Marken bereits selbst getestet hast (Traeger, GMG, Memphis), welches ist denn dein Favorit z.B beim Preis/Leistung?

    • Hallo Wali, Traeger und GMG sind auf einem Level. Der Preis-/Leistungssieger ist sicherlich der Traeger, da er das günstigste Modell ist. Der GMG hat zusätzlich noch die App-Steuerung. Rösle (Memphis) ist sicherlich das beste Gerät, aber auch ein Vielfaches teurer.

  11. Hallo Thorsten,
    ich bin momentan auf der Suche nach einem Smoker und schwanke zwischen einem Traeger pro 22 und einem Broil King Vertical Gas Smoker.
    Gegen den Broil King spricht die Wasserschale die nach 4 bis 5 Stunden aufgefüllt werden muss (nichts mit durchschlafen).
    Beim Traeger hab ich bedenken mit dem Lüfter und der Lautstärke, da mein Nachbar sein Schlafzimmer ca. 15m von meiner Terasse hat.

    Außerdem wollte ich Dich noch fragen ob man auch Fisch räuchern kann im Traeger.

  12. Hallo Thorsten,
    Erstmal danke für deinen tollen Bericht und Antworten auf alle Fragen. Ich wollte mir eigentlich mal einen Gasgrill anschaffen komme aber nicht von der Kohle los. Jetzt bin zufällig über den Pelletsgrill gestoßen. Dank deinem super Bericht werde ich mir jetzt einen Palletsgrill zulegen. Da die Preise von Rösle (kaufe lieber gleich gut sonst kauft man 2x)noch etwas hoch sind werde ich den Markt noch was beobachten.
    Gruß Peter

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