[Dieser Beitrag enthält Werbung]* MEATER – Das kabellose Grillthermometer im BBQPit-Test! Der MEATER ist das erste Grillthermometer, welches komplett ohne Kabel auskommt. Die komplette Technik ist im Fühler verbaut und die Daten werden per Bluetooth an Smartphone und Tablet schicken. Ob das wirklich klappt und wie zuverlässig das funktioniert, haben wir getestet.

MEATER – die Story

Bekannt wurde der MEATER durch eine äußerst erfolgreiche Kickstarter-Kampagne. Am 22.09.2015 startete die Kickstarter-Kampagne und die Grüdner wollten 100.000$ einnehmen um das Grillthermometer produzieren zu können. Nach Ablauf der Kampagne gab es insgesamt 9737 Unterstützer, die 1,25 Millionen US-$ investierten. Ein überragendes Ergebnis, welches den Gründern helfen sollte die Thermometer zu produzieren und auszuliefern. Januar 2016 wurde als Liefertermin genannt. Doch es kam alles anders und die Auslieferung wurde immer wieder verschoben und die Kritik am Hersteller Apption Labs wurde immer lauter. Wird der MEATER jemals kommen? Doch im Herbst 2017 war es dann soweit und die ersten Thermometer wurden nach rund 20-monatiger Verspätung ausgeliefert. Und jetzt ist er endlich da!

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Das kabellose MEATER Grillthermometer

 

Der MEATER im Detail

Das Thermometer wird in einer kleinen Box ausgeliefert. In der Box befindet sich ein Holzsockel mit dem Fühler, sowie eine AAA-Batterie. Der Holzsockel ist auch gleich die Ladestation für den Thermometerfühler. Der Thermometerfühler ist knapp 13 cm lang und hat einen Durchmesser von 6 mm. Dabei fällt natürlich auf, dass der Temperaturfühler deutlich dicker ist, als bei herkömmlichen Grillthermometern. Das liegt einzig und allein daran, dass sich quasi die gesamte Technik des MEATERS in diesem Fühler befindet und irgendwo muss die Technik ja hin. Auf der Rückseite der Ladestation befindet sich ein Holzdeckel. Öffnet man diesen Deckel kommt man an das Batteriefach.

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Das Batteriefach auf der Rückseite

 

Technische Daten:

  • Fühler aus Edelstahl
  • Wasserabweisend, staubdicht und leicht zu reinigen
  • Kabellose Reichweite bis zu 10 Metern mit Bluetooth
  • MEATER Sense™: Zwei Temperatur-Sensoren in einem Fühler
  • Kerntemperatur-Sesnor bis 212°F (100°C)
  • Grilltemperatur-Sensor bis 527°F (275°C)
  • Wiederaufladbare Batterie: Hält bis zu 24 Stunden am Stück
  • Fühlerlänge: 130 mm
  • Fühlerdurchmesser: 6 mm

Ladegerät

  • Gleichzeitig Lagerplatz und Ladegerät des MEATER Temperaturfühlers
  • Modernes Design aus Echtholz
  • Lädt den MEATER Temperaturfühler bis zu 100 x auf mit einer AAA-Batterie
  • LED zeigt den Ladestatus an
  • Magnetische Rückseite zum Anbringen am Kühlschrank
  • Abmessungen: 157mm x 37mm x 28mm

Die MEATER-App

Um das Grillthermometer zu betreiben, braucht man zwingend die MEATER-App. Die App gibt es kostenlos für iOS- und Android-Geräte. Für unseren Test haben wir die App sowohl auf einem iPad als auch auf einem iPhone installiert. Die App gibt es bisher leider nur in englischer Sprache, aber der Hersteller arbeitet gerade an einer deutschen Version. Vor der Nutzung muss man eine Verbindung zwischen der App und dem Temperaturfühler herstellen. Das funktioniert über Bluetooth in einem Radius von bis zu 10 m. Dazu nimmt man den MEATER aus der Holzbox, schaltet aktiviert Bluetooth am Endgerät und startet die Verbindung. Innerhalb von wenigen Sekunden wird der Fühler erkannt und man kann loslegen.
Der Radius von nur 10m erscheint auf den ersten Blick natürlich recht gering. Man kann den MEATER aber über Cloud-Dienste ins heimische Netzwerk einbinden und die Reichweite so erhöhen.

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Die Fleischsorten können in der App ausgewählt werden

 

Der erste Einsatz

Die App verfügt über voreingestellte Programme und Kerntemperaturen für Rind, Schwein, Geflügel, Lamm und Fisch. Man kann die voreingestellten Temperaturen nutzen, oder man kann eigene Temperaturen eingeben. Bei unserem ersten Einsatz haben wir Schweinebauch genommen und dabei in der App eine Ziel-Kerntemperatur von 80°C eingestellt. Das Ganze funktioniert intuitiv und klappt problemlos ohne Bedienungsanleitung. Sobald man die gewünschte Kerntemperatur eingestellt hat, kann man den Temperaturfühler ins Fleisch stecken und den Garprozess starten. Dabei muss man beachten, dass der vordere Teil des Fühlers bis zur Markierung komplett ins Fleisch gesteckt wird. Der vordere Teil misst die Kerntemperatur und ist nur bis Temperaturen bis 100°C geeignet. Würde dieser Teil nicht komplett im Fleisch stecken, könnte es sein, dass der Fühler durch höhere Temperaturen im Grill beschädigt wird. Der hintere Teil misst die Garraumtemperatur und ist für Temperaturen von bis zu 275°C geeignet.

MEATER App meater-MEATER Kabeloses Grillthermometer Test 06-MEATER – Test des kabellosen Grillthermometers
Der Fühler muss bis zur Markierung im Fleisch stecken

 

Sobald man den Fühler ins Grillgut gesteckt hat und in der App auf „Start Cook“ gedrückt hat, beginnt auch gleichzeitig die Temperaturaufzeichnung in der App und man kann sich den grafischen Verlauf der Grill- und Kerntemperatur jederzeit ansehen.

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Der Temperatur-Verlauf wird grafisch aufbereitet meater-MEATER Kabeloses Grillthermometer Test 09-MEATER – Test des kabellosen Grillthermometers
Der Temperatur-Verlauf wird grafisch aufbereitet

 

Sobald man den Fühler ins Fleisch gesteckt hat, sieht man in der App auch direkt die aktuelle Kerntemperatur vom Grillgut. Unser Schweinebauch kam in diesem Fall mit 14°C Start-Kerntemperatur auf den Grill.

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Schweinebauch auf dem Grill

 

Im Hauptmenü der App sieht man während des Grillvorgangs drei Temperaturen:

  • Internal (Kerntemperatur vom Grillgut)
  • Target (eingestellte Ziel-Kerntemperatur)
  • Ambient (Temperatur im Garraum)

Die Garraum-Temperatur (Ambient) beginnt übrigens erst bei 25°C. Der Fühler ist also nicht defekt, wenn hier zunächst keine Temperatur angezeigt wird. Das ist so gewollt und eine Grilltemperatur unter 25°C macht ja auch wenig Sinn.

Desweiteren hat der MEATER hat eine Besonderheit, die sonst kein anderes am Markt erhältliches Grillthermometer hat: Es zeigt die verbleibende Grilldauer an. Zu Beginn des Garprozesses sieht man noch den Schriftzug „Estimating cook time“. Nach kurzer Zeit aber erscheint dann im Display die Angabe, wie lange es noch dauert, bis das Grillgut die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat.
Das ist in jedem Fall ein richtig cooles Feature. Denn wer kennt die Fragen der Familie oder der Freunde nicht: „Wie lange dauert es noch?“. Bisher musste man immer antworten: „Noch 20 Grad!“. Jetzt kann man seinen ungeduldigen Gästen genau sagen, wie lange es noch dauert, bis das Grillgut fertig ist!

Innovativ: Die MEATER App zeigt die restliche Garzeit an meater-MEATER Kabeloses Grillthermometer Test 07-MEATER – Test des kabellosen Grillthermometers
Innovativ: Die MEATER App zeigt die restliche Garzeit an

Reinigung des Fühlers

Der Fühler ist aus Edelstahl und wasserabweisend. Man sollte ihn natürlich nicht in die Spülmaschine stecken, aber er kann unter fließendem Wasser gereinigt werden. In der Regel sollte der Einsatz eines feuchten Küchentuchs vollkommen ausreichend sein.

 

Fazit

Der große Vorteil des MEATERS ist zweifelsohne die kabellose Handhabung. Bisher musste man am Grill immer mit störenden Kabeln hantieren, die irgendwie unter den Deckel geklemmt werden mussten. Ohne Kabel lässt es sich am Grill viel einfacher arbeiten. Auch das Drehen und Wenden vom Grillgut geht ohne Kabel viel besser.

Die App ist sehr anschaulich, einfach und verständlich aufgebaut. Als Kritikpunkt kann man hier sicherlich die fehlende deutsche Sprache anbringen. Dennoch ist die Bedienung auch mit geringen Englisch-Kenntnissen einfach und intuitiv. Die App ist sehr übersichtlich und besonders gelungen ist die Anzeige der verbleibenden Garzeit. Anhand der Kerntemperatur und der Gartemperatur berechnet der MEATER die zu erwartendene restliche Grilldauer und 5 Minuten vor Ende der eingestellten Ziel-Kerntemperatur bekommt man eine Mitteilung.

Alles in allem ist der MEATER ein richtig cooles Grill-Gadget und äußerst gelungen! Die App ist einfach zu handhaben und bietet ein paar coole Features, die sonst kein anderer Hersteller hat. Dafür muss man allerdings auch ein paar Euro mehr in die Hand nehmen, aber der MEATER bleibt preislich immerhin unter der Schmerzgrenze von 100€. Erhältlich ist das Thermometer direkt beim Hersteller oder auch bei Amazon. Wer den Kabelsalat am Grill satt hat und ein intuitiv zu bedienendes Grillthermometer sucht, für den ist der MEATER die erste Wahl!
Update (19.05.): Mittlerweile ist das MEATER Grillthermometer auch bei Grillfürst erhältlich. Grillfürst ist deutschlandweit der einzige Hersteller, der das Thermometer hierulande anbietet.

MEATER – das kabellose, smarte Fleischthermometer für perfekte Kochergebnisse. Per Bluetooth oder... meater-image-MEATER – Test des kabellosen Grillthermometers
20 Bewertungen
MEATER – das kabellose, smarte Fleischthermometer für perfekte Kochergebnisse. Per Bluetooth oder...*
  • Kabelloses, smartes Fleischthermometer sorgt dank einfacher...
  • Das Fleischthermometer wird per Bluetooth-Verbindung über die...
  • Die App berechnet anhand von vorgewählter Zubereitungsart,...

*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Fa. Apption Labs Limited.

Letzte Aktualisierung am 14.08.2018 / Affiliate Links / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm

11 Kommentare

  1. Danke für den Test. Darauf habe ich lange gehofft und gleich bestellt .
    Was aber passiert bei Verlust der
    Bluetoothverbindung bzw. der erneuten Koppelung?
    Zusatzfrage: Auch geeignet für dicke Rindersteaks (Austritt des Fleischsafts) ?

    • Hallo Wolfgang, wenn die Verbindung abreißt sind die Zahlen sofort wieder da, sobald du wieder in Reichweite bist.
      Das geht auch mit Steaks. Da das Thermometer die ganze Zeit im Fleisch steckt, tritt kein Fleischsaft aus. Auch beim Rausziehen kommt kein Fleischsaft raus.

  2. Interessante Technik – ohne Kabel ist natürlich sehr praktisch.
    Kann der nur bis 275° messen oder darf der Grill nicht heißer sein weil das Ding sonst kaputt geht? 300° hat man bei Vollgas ja auch mal schnell…

    Stört der dicke Durchmesser nicht irgendwie?

    • Man sollte es natürlich nicht über mehr als 275°C heiße Kohlen legen, da dann die Gefahr eines Defektes besteht. Der Durchmesser ist größer als üblich, stört aber nicht.

  3. Hallo,

    wie genau ist den die Angabe der verbleibenden Zeit.
    Ich denke jeder hier kennt die Frage nach dem „Wie lange noch“. Da ist dieses „Gadget“ wirklich interessant, sofern es einigermaßen verlässlich ist.

  4. Hallo Thorsten,
    Danke für den ausführlichen Test. Ich besitze zwar schon das iCelsius, aber ein kabelloses Thermometer hätte den Vorteil, dass man es auch am Drehspieß einsetzen könnte. Zwei Fragen dazu:
    1. Mein meistbenutzter Grill ist der Monolith Keramikgrill. Wie schätzt Du die Empfangsqualität durch die dicke Keramik ein?
    2. Kann man die vom Meater gespeicherten Daten (Temperaturverlauf) als CSV-Datei exportieren, um sie z.B. in Excel weiter zu bearbeiten?
    Danke schon einmal für eine kurze Rückinfo und bereits jetzt ein schönes, sonniges Pfingst-Grillwochenende!

    • Hallo Ralf, Empfang durch einen Keramikgrill ist kein Problem. Die Daten kann man – zumindest aktuell – nicht speichern und auslesen.

  5. Hab mir den Meater Anfang März 2018 direkt von der Hersteller HP bestellt.
    Die Bestellung und Lieferung verlief einwandfrei.
    Nach den ersten Temperaturmessungen war ich vom Meater allerdings nicht mehr begeistert.
    Mich haben jedoch folgende Dinge am Meater gestört:
    1, der Fühlerdurchmesser von 6mm hinterläst ein riesen Loch im Fleisch
    2, der schlechte Support von Apption Labs –> Rückmeldungen zu Supportanfragen kamen erst nach 2-3 Wochen und da nur unbefriedigend
    3, der eingeschränkte Radius von 10m –> über 10m habe ich die Meater Cloud genutzt. Dazu musste ich jedoch mein iPad neben den Grill legen, damit ich auf meinem iPhone die Temperatur ablesen konnte.
    4, die vom Meater gespeicherten Daten (Temperaturverlauf) können nicht als CSV-Datei exportiert werden, um sie in Excel weiter zu bearbeiten.
    Auch Meathead hat auf amazingribs.com seine Meinung zum Meater kundgetan. Er bemängelt, so wie ich den schlechten Support und empfiehl den Meater vorerst nicht zu kaufen.
    Ich kann das GrillEye Thermometer empfehlen. Würde allerdings das GrillEye Pro Plus kaufen, da es um einiges besser ist als das Alte GillEye.
    Z.B.: Grenzenlose Reichweite innerhalb des WLANs mit Hybrid-Wireless-Konnektivität, 8 Anschlüsse für Temperaturfühler, 2,7 Zoll Matrix Display (im direkten Sonnenlicht ablesbar!), Aktualisierbare Hardware mit Over-the-Air-Updates.

    Seit Mai 2018 habe ich das FireBoard von FireBoard Labs im Einsatz.
    Das FireBoard ist meiner Meinung nach das momentan beste Grillthermometer am Markt.
    Ein ausführlicher Test zum FireBoard ist auf amazingribs.com zu finden.
    Am FireBoard gefällt mir Folgendes:
    1, sehr guter und schneller Support. -> Anfragen werden innerhalb von 24 Stunden beantwortet.
    2, die neuen Wettkampffühler haben einen Durchmesser von nur 1,8mm
    3, es können bis zu 6 Fühler angeschlossen werden. Die Fühler können am Probe Organizer platzsparend transportiert und gelagert werden.
    4, jeder Fühler wird im Diagramm übersichtlich als eigener Graph dargestellt.
    5, die gespeicherten Daten (Temperaturverlauf) können als CSV-Datei exportiert werden und in Excel weiter bearbeitet werden.
    6, Alle Messungen (inkl. Messwerte!) sind in der Cloud gespeichert und können auch noch in einem Jahr betrachtet werden.

    • Hallo Andreas, vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Der große Vorteil beim Meater ist halt, dass er komplett kabellos ist. Dafür muss man dann halt in Kauf nehmen, dass der Fühler recht dick ist. Klar hinterlässt das ein Loch im Fleisch. Aber wirklich schlimm ist das ja eigentlich nicht.
      Auf das GrillEye Pro Plus bin ich sehr gespannt. Ich erwarte es in Kürze. Das könnte in der Tat ein echtes Highlight werden.
      Das FireBoard habe ich im März auf einer Messe gesehen. Das ist auch in der Tat ein sehr interessantes Gerät, aber ich denke das wird auf dem deutschen Markt keine große Rolle spielen, da der Vertrieb in Tschechien sitzt. Due tun sich hier recht schwer…

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