Wir machen zarte und saftige Wildschwein-Ribs. Wie man Rippchen vom Wildschwein richtig zubereitet, wie man sie würzt und worauf es bei der Zubereitung ankommt, zeigen wir euch in diesem Rezept.
Wildschwein-Ribs
Wildfleisch zählt nicht umsonst als das qualitativ hochwertigste Fleisch, denn es gibt kein natürlicheres Fleischprodukt als Wildfleisch. Von einem befreundeten Jäger haben wir Wildschwein-Rippchen bekommen und diese haben wir auf dem Pelletsmoker zubereitet. Nach 4,5 Stunden Garzeit haben wir unglaublich geschmackvolle Wildschwein-Ribs vom Grill genommen, die zart, saftig und richtig aromatisch sind.
Was macht Wildschwein-Ribs so besonders?
Im Vergleich zu klassischen Schweinerippchen überzeugen sie durch ein deutlich kräftigeres, leicht nussiges Aroma und eine feinere, festere Fleischstruktur. Der Fettanteil ist geringer und das Muskelfleisch etwas fester. Durch die low & slow Zubereitung wird es aber auch richtig zart. Gerade beim Smoken entfaltet sich das feine Aroma besonders gut. Wichtig ist jedoch: Aufgrund des geringeren Fettanteils darf das Fleisch nicht austrocknen. Daher werden die Rippchen nach dem Smoken in Folie gedämpft.
Rezept für Wildschwein-Ribs
Wir bereiten unsere Ribs im Moesta-BBQ Sheriff Pelletgrill, denn Wildfleisch verträgt durchaus auch eine dezente Rauchnote. Man sollte es mit dem Rauch jedoch nicht übertreiben, denn der Fleischgeschmack sollte nicht überdeckt werden. Daher glasieren wir unsere Wildschwein-Rippchen auch nicht mit BBQ-Sauce, sondern würzen nur dezent mit zwei BBQ-Rubs von der Spicebude. Dabei setzen wir bewusst auf zwei Rubs, denn wenn man Rubs mischt, entstehen völlig neue Geschmacksprofile. Unser BBQPit Pork mit seiner süßlichen Note und der pfefferlastige Beef-Rub sorgen hier für die perfekte Aromatik.
Folgende Zutaten werden benötigt:
- 1,5 kg Wildschwein-Ribs
- 2 EL BBQPit Pork Rub
- 2 EL Beef Rub
Außerdem:
- 100 ml Apfelsaft
- 100 ml Apfelessig
- 50 g Honig
- 50 g Rohrzucker

Schritt 1: Die Rippchen werden pariert und gewürzt
Zunächst werden die Rippchen pariert. Dabei werden Fettauflagen und ggf. Knorpelenden weggeschnitten, so dass man schöne „Leitern“ bekommt. Auf der Rückseite wird die Silberhaut ein wenig eingeritzt, damit die Gewürze auch ans Fleisch kommen. Dann werden die Ribs auf der Unterseite gleichmäßig mit dem Rub bestreut. Zuerst eine dünne Schicht BBQPit Pork und darüber kommt dann der Beef Rub. Anschließend werden die Rippchen umgedreht und auch auf der Fleischseite gewürzt. Bevor die Wildschwein-Ribs dann auf den Grill oder Smoker kommen, sollten sie ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen, damit der Rub etwas einwirken kann.

Schritt 2: Die Ribs werden geräuchert
Zubereitet haben wir unsere Wildschwein-Ribs im Moesta-BBQ Sheriff Pelletgrill. Der Grill wird mit Buchenholzpellets auf 125 °C indirekte Hitze aufgeheizt. Sobald der Grill die Temperatur erreicht hat, werden die Rippchen mit der Fleischseite nach oben auf den Grillrost gelegt und dann zunächst bei 125 °C für ca. 3 Stunden geräuchert.

Alle 45 Minuten werden die Rippchen großzügig mit einer Mischung aus Apfelsaft und Apfelessig eingesprüht.

Schritt 3: Die Wildschwein-Ribs werden gedämpft
Nach rund 3 Stunden haben die Wildschwein-Rippchen die perfekte Farbe bekommen. Jetzt ist es an der Zeit die Ribs zu dämpfen, damit sie auch zart werden und sich später einfach vom Knochen lösen. Dafür werden sie mit etwas Rohrzucker und Honig in Butcher Paper und/oder Alufolie gewickelt. Wichtig dabei ist, dass die Pakete möglichst luftdicht verschlossen sind, damit kein Dampf entweicht.
Wenn die Ribs eingepackt sind, werden sie zurück in den Grill gelegt. Die Gartemperatur bleibt beim Dämpfen bei 125 °C und die Garzeit beträgt etwa 80-90 Minuten. Die Garzeit ist abhängig von der Dicke der Rippchen und kann ggf. abweichen.

Schritt 4: Die Wildschwein-Rippchen werden serviert
Nach rund 90 Minuten werden die Rippchen vom Grill genommen. Wer möchte, kann die Rippchen jetzt noch mit BBQ-Sauce glasieren. Da wir aber den puren Wildgeschmack genießen möchten, servieren wir die Ribs ohne BBQ-Sauce. Das Fleisch sollte sich jetzt deutlich vom Knochen gezogen haben.

In der Folie hat sich ein geschmackvoller Sud gebildet, der unbedingt aufgefangen werden sollte, dann damit werden die Rippchen vor dem Servieren noch bestrichen. Dann werden die Rippchen aufgeschnitten und serviert.
Tipp: Wenn die Ribs mit der Fleischseite nach unten auf das Schneidebrett gelegt werden, sieht man den Knochenverlauf besser und kann die Rippchen besser schneiden.

FAQ – Die häufigsten Fragen zu Wildschwein-Ribs
- Wie unterscheiden sich Wildschwein-Ribs von normalen Ribs?
Wildschwein ist magerer, aromatischer und hat eine festere Struktur. Der Geschmack ist intensiver und weniger fettig. - Warum ist die Dampfphase so wichtig?
Da Wild generell weniger Fett hat, ist die Gefahr des Austrocknens groß. Das Dämpfen sorgt dafür, dass die Wildschwein-Rippchen zart werden und saftig bleiben. - Kann ich die Rippchen auch ohne Alufolie machen?
Ja, wenn du keine Alufolie verwenden willst, ist Butcher Paper eine gute Alternative. Es geht auch komplett ohne Dämpfen, jedoch sollten die Ribs dann regelmäßig besprüht werden, damit sie nicht austrocknen. - Welches Holz passt am besten zum Räuchern?
Generell gilt bei Wildfleisch: weniger ist mehr, damit der Wildgeschmack nicht überdeckt wird. Wir empfehlen Buchenholz, oder Eiche. Wer lieber fruchtige Aromen mag, kann auch Apfel- oder Kirschholz verwenden. - Kann ich Wildschwein-Ribs vorbereiten?
Grundsätzlich kann man die Ribs vorgaren und später nochmal erwärmen. Die besten Ergebnisse erzielt man jedoch, wenn sie frisch zubereitet werden. Erwärmte Ribs sind auch generell weniger saftig.
Fazit: Überraschend gut!
Diese Wildschwein-Ribs sind eine tolle Alternative zu herkömmlichen Rippchen vom Schwein. Wildschwein-Rippchen sind deutlich aromatischer und geschmackvoller. Wildschwein hat einfach einen tollen Eigengeschmack, der gar nicht so „wild“ ist. Die beiden Rubs sind eine geniale Würzung für das Wildfleisch und die lange Garzeit und das Dämpfen sorgen für zarte Wildschwein-Ribs, die schon fast vom Knochen fallen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, an Wildschwein-Rippchen zu kommen, solltet ihr das unbedingt mal ausprobieren!
Das Rezept zum Ausdrucken:

Zutaten
- 1,5 kg Wildschwein-Ribs
- 2 EL BBQPit Pork
- 3 EL Beef Rub
Außerdem:
- 100 ml Apfelsaft
- 100 ml Apfelessig
- 50 g Honig
- 50 g Rohrzucker
Anleitungen
- Zunächst werden die Rippchen pariert. Dabei werden Fettauflagen und ggf. Knorpelenden weggeschnitten, so dass man schöne "Leitern" bekommt. Auf der Rückseite wird die Silberhaut ein wenig eingeritzt, damit die Gewürze auch ans Fleisch kommen. Dann werden die Ribs auf der Unterseite gleichmäßig mit dem Rub bestreut. Zuerst eine dünne Schicht BBQPit Pork und darüber kommt dann der Beef Rub. Anschließend werden die Rippchen umgedreht und auch auf der Fleischseite gewürzt. Bevor die Wildschwein-Ribs dann auf den Grill oder Smoker kommen, sollten sie ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen, damit der Rub etwas einwirken kann.

- Zubereitet haben wir unsere Wildschwein-Ribs im Moesta-BBQ Sheriff Pelletgrill. Der Grill wird mit Buchenholzpellets auf 125 °C indirekte Hitze aufgeheizt. Sobald der Grill die Temperatur erreicht hat, werden die Rippchen mit der Fleischseite nach oben auf den Grillrost gelegt und dann zunächst bei 125 °C für ca. 3 Stunden geräuchert. Alle 45 Minuten werden die Rippchen großzügig mit einer Mischung aus Apfelsaft und Apfelessig eingesprüht.

- Nach rund 3 Stunden haben die Wildschwein-Rippchen die perfekte Farbe bekommen. Jetzt ist es an der Zeit die Ribs zu dämpfen, damit sie auch zart werden und sich später einfach vom Knochen lösen. Dafür werden sie mit etwas Rohrzucker und Honig in Butcher Paper und/oder Alufolie gewickelt. Wichtig dabei ist, dass die Pakete möglichst luftdicht verschlossen sind, damit kein Dampf entweicht.Wenn die Ribs eingepackt sind, werden sie zurück in den Grill gelegt. Die Gartemperatur bleibt beim Dämpfen bei 125 °C und die Garzeit beträgt etwa 80-90 Minuten. Die Garzeit ist abhängig von der Dicke der Rippchen und kann ggf. abweichen.

- Nach rund 90 Minuten werden die Rippchen vom Grill genommen. Wer möchte, kann die Rippchen jetzt noch mit BBQ-Sauce glasieren. Da wir aber den puren Wildgeschmack genießen möchten, servieren wir die Ribs ohne BBQ-Sauce. Das Fleisch sollte sich jetzt deutlich vom Knochen gezogen haben. In der Folie hat sich ein geschmackvoller Sud gebildet, der unbedingt aufgefangen werden sollte, dann damit werden die Rippchen vor dem Servieren noch bestrichen. Dann werden die Rippchen aufgeschnitten und serviert.Tipp: Wenn die Ribs mit der Fleischseite nach unten auf das Schneidebrett gelegt werden, sieht man den Knochenverlauf besser und kann die Rippchen besser schneiden.

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