Pad Thai mit Garnelen ist ein beliebtes Nudelgericht aus Thailand. Wie man dieses asiatische Nudelgericht authentisch zubereitet, zeigen wir euch in diesem Rezept.
Pad Thai der Klassiker aus Thailand
Wenn in Bangkok die Sonne hinter den goldenen Tempeln versinkt, verwandeln sich die Straßen in ein vibrierendes Lichtermeer aus Garküchen, Düften und Stimmen. Überall zischen Woks, Funken tanzen, und der Duft von Tamarinde, Limette und Fischsauce liegt wie ein unsichtbarer Faden in der Luft. Genau dort, an einem dieser kleinen Wagen, an denen in Sekunden gekocht und serviert wird, wurde das Pad Thai zur Legende.
Dieses Gericht ist die thailändische Antwort auf Perfektion: eine meisterhafte Balance zwischen süß, sauer, salzig und scharf – mit jeder Zutat so fein abgestimmt, dass kein Geschmack dominiert, sondern alles harmonisch verschmilzt.
Herkunft & Geschichte von Pad Thai
Pad Thai ist weit mehr als ein Nudelgericht, es ist ein Symbol für die thailändische Identität. Der Ursprung geht zurück in die 1930er-Jahre, als Premierminister Plaek Phibunsongkhram die nationale Küche neu definieren wollte. Sein Ziel war es, die Bevölkerung ermutigen „thailändisch zu essen“. So entstand Pad Thai als nationales Gericht, das Reisnudeln mit typisch thailändischen Geschmacksrichtungen kombinierte: Tamarinde für die Säure, Fischsauce für Umami, Palmzucker für Süße und Chili für Schärfe.
Die ursprüngliche Idee war sogar politisch motiviert: Die thailändische Regierung verteilte Rezepte und Wokpfannen, um die Bevölkerung zu einem „modernen“ Lebensstil zu inspirieren.
Weiterhin trug die Reisknappheit während des 2. Weltkrieges zum Durchbrauch Pad Thais bei, denn Reis war knapp und die Nudeln aus Reismehl benötigen weniger reinen Reis. Heute ist Pad Thai weltweit bekannt und ein kulinarischer Botschafter Thailands.
Top 5 Tipps für ein authentisches Pad Thai
Das thailändische Nudelgericht ist zwar recht einfach in der Zubereitung, jedoch werden ein paar besondere Zutaten benötigt, die man nicht unbedingt immer zu Hause hat. Diese bekommt man in jedem gut sortierten Asia-Supermarkt, oder auch bei Amazon. Für ein authentisches Pad Thai sind folgende Zutaten besonders wichtig:
- Reisbandnudeln sind die Hauptzutat für das Nudelgericht. Wichtig dabei sind breite Reisbandnudeln mit etwa 5 mm Breite. Die Nudeln werden aus Reismehl gefertigt und sind auch unter dem Namen Rice Stick Noodles bekannt.
- Tamarindenpaste ist ein konzentriertes Fruchtmus aus der Tamarinde, einer braunen, schotenartigen Frucht des Tamarindenbaums. Sie ist ein grundlegender Bestandteil vieler südostasiatischer Gerichte – besonders in Thailand, Indien und Indonesien – und liefert eine einzigartige Kombination aus säuerlich-fruchtigem, leicht süßem und tief aromatischem Geschmack. Tamarindenpaste ist das Herz jeder Pad-Thai-Sauce!
- Fischsauce hat einen salzigen-umami Geschmack und ersetzt in vielen asiatischen Gerichten Salz und gibt den Gerichten eine tiefes und komplexes Aroma.
- Palmzucker ist ein natürlicher Zucker, der aus dem Saft bestimmter Palmenarten gewonnen wird, vor allem aus der Kokospalme oder der Dattelpalme. Palmzucker ist weniger süß wie raffinierter Zucker und hat einen leicht karamelligen und malzigen Geschmack.
- Mungobohnensprossen sind unverzichtbar für ein authentisches Pad Thai. Die Sprossen erst kurz vor Schluss untermischen.
Rezept für Pad Thai
Wir haben ein authentisches Rezept für euch, wie ihr dieses geniale Nudelgericht mit frischen Garnelen selber machen könnt. Wir verwenden Black Tiger Wildfang-Garnelen aus dem Hause Otto Gourmet.
Folgende Zutaten werden für 2 Portionen benötigt:
- 180 g Reisbandnudeln (5 mm breit)
- 150 g Garnelen
- 1 Ei
- 1 EL Erdnussöl (alternativ Sesamöl)
- 50 g Mungbohnensprossen
- ½ rote Chilischote, fein gehackt oder 1 TL Chiliflocken (nach gewünschter Schärfe)
- 2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
- 25 g geröstete Erdnüsse
- ½ Karotte (in feine Julienne geschnitten)
- ½ Limette (in Spalten zum Servieren)
- frischer Koriander (grob gezupft)
Für die Sauce:
- 2 EL Fischsauce
- 1 EL Tamarindenpaste
- 1 EL Palmzucker (alternativ Rohrzucker)
- 1 TL Sojasauce
- Saft einer halben Limette

Schritt 1: Reisnudeln kochen
Zunächst werden die Reisnudeln vorgekocht. Dabei etwa eine Minute unter der Packungsangabe bleiben, damit sie später nicht zu weich werden. Nach dem Kochen mit kaltem Wasser abschrecken und mit etwas Öl vermischen, damit sie nicht kleben.
Schritt 2: Die Sauce anrühren
In einer kleinen Schüssel Fischsauce, Tamarindenpaste, Palmzucker (vorher etwas klein hacken), Sojasauce und Limettensaft gründlich verrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Sauce ist das Geheimnis des Gerichts, denn sie vereint Salz, Süße, Säure und Umami zu einem ausgewogenen Ganzen.
Tipp: Erwärme die Sauce kurz in einem kleinen Topf auf dem Grill, um den Zucker perfekt zu lösen und die Aromen zu verbinden.

Schritt 3: Die Garnelen anbraten
Pfanne oder Wok auf hohe Hitze vorheizen und etwas Öl in die Pfanne geben. Wenn das Öl heiß ist, die Garnelen kurz und heiß von beiden Seiten anbraten. Nicht zu lange, denn sonst werden sie zu trocken. Dann aus der Pfanne nehmen und warm beiseite stellen.

Schritt 4: Das Gemüse und das Ei kommt in den Wok
Jetzt kommt die gehackte Chili, die Karottenstreifen und die Frühlingszwiebeln ins heiße Öl. Rühre alles kräftig durch. Nach etwa 60 Sekunden wird das Gemüse an den Rand geschoben. Dann wird das Ei in die Mitte des Woks geschlagen und leicht verrührt. Wenn es beginnt zu stocken, wird es mit dem Gemüse verrührt.

Schritt 5: Nudeln und Sauce kommen mit in den Wok
Jetzt heißt es schnell arbeiten. Die abgetropften Reisnudeln kommen hinzu und die vorbereitete Sauce wird über die Nudeln gegossen. Bei hoher Hitze mit einem Woklöffel oder stabilen Wender die Nudeln ständig bewegen, damit sie gleichmäßig Farbe bekommen.
Bei richtig hoher Hitze wird die Sauce leicht karamellisieren und es können Flammen am Rand überschlagen. Das ist das sogenannte „Wok hei“: das unverwechselbare Aroma von Flamme, Hitze und Bewegung.
Schritt 6: Die Garnelen und die Sprossen kommen hinzu
Jetzt kommen die angebratenen Garnelen und die Mungbohnensprossen mit in den Wok. Alles kurz durchschwenken, bis die Sprossen warm, aber noch knackig sind.

Schritt 7: Garnieren & Servieren
Zum Schluss wird das Pad Thai sofort auf Tellern angerichtet werden, denn es sollte dampfend heiß und frisch serviert werden. Mit gehackten Erdnüssen, frischem Koriander und Limettenspalten garnieren. Wer mag, kann noch etwas Chiliflocken oder gerösteten Knoblauch darüberstreuen.

Zehn Variationen von Pad Thai
Wie bei vielen Gerichten gibt es für Pad Thai nicht das ultimative und einzig wahre Rezept. Gerade bei asiatischen Gerichten gibt es viele regionale Unterschiede. Oft hat jede Familie ihr eigenes Rezept. Bei den gebratenen Reisnudeln gibt es je nach verwendeten Zutaten viele unterschiedliche Varianten. Wir haben für euch die 10 beliebtesten Varianten:
- Pad Thai Goong (mit Garnelen): Die klassischste und auch beliebteste Version in Thailand. Hier werden frische oder getrocknete Garnelen – oft beides zusammen für maximale Umami-Power verwendet.
- Pad Thai Gai (mit Hähnchen): Diese Variante ist vor allem in Europa beliebt und weit verbreitet. In Thailand ist zwar seltener anzutreffen als die Variante mit Garnelen, aber trotzdem authentisch. Perfekt für alle, die kein Seafood mögen.
- Pad Thai Moo (mit Schwein): Wird häufig mit dünn geschnittenen Schweinefleischstreifen oder auch knusprig gebackenem Bauchfleisch serviert. Besonders in Zentralthailand sehr beliebt.
- Pad Thai Neua (mit Rind): Wesentlich seltener als Huhn und Schwein, aber regional durchaus verbreitet. Rind wird meist sehr dünn geschnitten und scharf angebraten.
- Pad Thai Jae (vegetarisch): Eine buddhistische, vegetarische Variante ohne Ei, ohne Fischsauce und ohne Garnelen. Stattdessen wird Sojasauce, manchmal Pilze oder Tofu verwendet.
- Pad Thai Pu (mit Krabbe): Große, süße Krabbenstücke verleihen dieser Variante ihren aromatischen und luxuriösen Touch. Diese Version ist besonders in den thailändischen Küstenregionen beliebt.
- Pad Thai Woon Sen (mit Glasnudeln): In dieser Variante werden Glasnudeln statt Reisnudeln verwendet. Dadurch ist es etwas leichter und weniger sättigend.
- Pad Thai Hor Kai: Nicht zu verwechseln mit Sai Khai. Hier wird das Gericht komplett in einem Omelette serviert. Optisch sieht es aus wie ein kleines Paket.
- Pad Thai Talay (Meeresfrüchte-Mix): Hier wird das Nudelgericht mit einer Mischung aus: Garnelen, Muscheln, Tintenfisch und frischem Fisch serviert. Eine klassische Streetfood-Variante für Seafood-Fans.
- Pad Thai Sen Jan: Hier kommen die traditionellen, sehr feinen Sen-Jan-Nudeln aus der Provinz Chanthaburi zum Einsatz. Sie gelten als hochwertiger und aromatischer.

FAQ – die wichtigsten Fragen zu Pad Thai
- Was ist Pad Thai genau?
Pad Thai ist ein thailändisches Nudelgericht mit Reisbandnudeln. Seinen besonderen Geschmack bekommt es durch die Sauce mit Tamarindenpaste, Palmzucker, Fischsauce und Limettensaft. Häufig wird das Nudelgericht mit Garnelen, Hähnchen oder Tofu serviert. - Wird Pad Thai mit Stäbchen gegessen?
Nein es ist unüblich, das thailändische Nudelgericht mit Stäbchen zu essen. Traditionell wird es mit Löffel und Gabel gegessen. - Kann ich die Sauce im Voraus zubereiten?
Ja, sie hält sich luftdicht verschlossen mehrere Tage im Kühlschrank. Vor Gebrauch leicht erwärmen. - Ist Pad Thai scharf?
Eigentlich nicht, denn das Gericht zeichnet sich durch eine ausgewogene Balance aus süßen, salzigen und sauren Aromen aus. Die Schärfe kann individuell bestimmt werden, durch die verwendete Chilisorte und die Menge. - Was heißt Pad Thai auf deutsch?
Wortwörtlich übersetzt bedeutet das so viel wie „Gebratenes aus Thailand“. - Wie lange ist Pad Thai haltbar?
Grundsätzlich sollte es immer frisch und heiß aus dem Wok serviert werden. Reste halten sich im Kühlschrank aber problemlos 2-3 Tage.
Fazit
Pad Thai ist mehr als nur ein Nudelgericht. Es ist ein Symbol der thailändischen Küche und ein Paradebeispiel für die Balance der Aromen: süß, sauer, salzig, scharf und umami vereinen sich zu einem harmonischen Geschmackserlebnis. Die Vielseitigkeit von Pad Thai zeigt sich in den zahlreichen Varianten: Ob klassisch mit Garnelen, vegetarisch, im Omelett oder mit Meeresfrüchten – jedes Rezept lässt sich an persönliche Vorlieben und saisonale Zutaten anpassen, ohne den authentischen Geschmack zu verlieren.
Kurz gesagt: Pad Thai ist ein Gericht voller Geschichte, Kultur und Geschmack, das sowohl Streetfood-Charme als auch Gourmet-Potenzial besitzt. Wer es einmal selbst zubereitet, erlebt nicht nur ein kulinarisches Abenteuer, sondern auch ein Stück thailändischer Tradition auf dem Teller.
Das Rezept zum Ausdrucken:

Zutaten
- 180 g Reisbandnudeln (5 mm breit)
- 150 g Garnelen
- 1 Ei
- 1 EL Erdnussöl (alternativ Sesamöl)
- 50 g Mungobohnensprossen
- 1/2 rote Chilischote
- 2 Frühlingszwiebeln ( in feine Ringe geschnitten)
- 25 g Erdnüsse
- 1/2 Karotte (in feinen Streifen)
- 1/2 Limette (in Spalten)
- Koriander
Für die Sauce:
- 2 EL Fischsauce
- 1 EL Tamarindenpaste
- 1 EL Palmzucker (alternativ Rohrzucker)
- 1 TL Sojasauce
- 1/2 Limette
Anleitungen
- Zunächst werden die Reisnudeln vorgekocht. Dabei etwa eine Minute unter der Packungsangabe bleiben, damit sie später nicht zu weich werden. Nach dem Kochen mit kaltem Wasser abschrecken und mit etwas Öl vermischen, damit sie nicht kleben.

- In einer kleinen Schüssel Fischsauce, Tamarindenpaste, Palmzucker (vorher etwas klein hacken), Sojasauce und Limettensaft gründlich verrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Sauce ist das Geheimnis des Gerichts, denn sie vereint Salz, Süße, Säure und Umami zu einem ausgewogenen Ganzen.Tipp: Erwärme die Sauce kurz in einem kleinen Topf auf dem Grill, um den Zucker perfekt zu lösen und die Aromen zu verbinden.

- Pfanne oder Wok auf hohe Hitze vorheizen und etwas Öl in die Pfanne geben. Wenn das Öl heiß ist, die Garnelen kurz und heiß von beiden Seiten anbraten. Nicht zu lange, denn sonst werden sie zu trocken. Dann aus der Pfanne nehmen und warm beiseite stellen.

- Jetzt kommt die gehackte Chili, die Karottenstreifen und die Frühlingszwiebeln ins heiße Öl. Rühre alles kräftig durch. Nach etwa 60 Sekunden wird das Gemüse an den Rand geschoben. Dann wird das Ei in die Mitte des Woks geschlagen und leicht verrührt. Wenn es beginnt zu stocken, wird es mit dem Gemüse verrührt.

- Jetzt heißt es schnell arbeiten. Die abgetropften Reisnudeln kommen hinzu und die vorbereitete Sauce wird über die Nudeln gegossen. Bei hoher Hitze mit einem Woklöffel oder stabilen Wender die Nudeln ständig bewegen, damit sie gleichmäßig Farbe bekommen.Bei richtig hoher Hitze wird die Sauce leicht karamellisieren und es können Flammen am Rand überschlagen. Das ist das sogenannte "Wok hei": das unverwechselbare Aroma von Flamme, Hitze und Bewegung. Jetzt kommen die angebratenen Garnelen und die Mungbohnensprossen mit in den Wok. Alles kurz durchschwenken, bis die Sprossen warm, aber noch knackig sind.

- Zum Schluss wird das Pad Thai sofort auf Tellern angerichtet werden, denn es sollte dampfend heiß und frisch serviert werden. Mit gehackten Erdnüssen, frischem Koriander und Limettenspalten garnieren. Wer mag, kann noch etwas Chiliflocken oder gerösteten Knoblauch darüberstreuen.

Hinweis: In unseren Beiträgen nutzen wir teilweise Provision-Links. Wenn du über einen solchen Link einkaufst (z. B. Amazon), erhalten wir eine kleine Provision, die es uns ermöglicht, unsere Inhalte weiterhin kostenfrei und in gewohnter Qualität zur Verfügung zu stellen. Für dich als Käufer ändert sich nichts.

















