Béchamelsauce selber machen ist nicht schwer. Wir zeigen dir in diesem Grundrezept, wie man die perfekte Béchamelsauce klümpchenfrei in wenigen Minuten anrührt.
Béchamelsauce selber machen
Die Béchamelsauce ist eine der wichtigsten Grundsaucen der klassischen Küche. Ob Lasagne, Auflauf oder Gemüsegratin, ohne diese cremige weiße Sauce wären viele Gerichte nur halb so gut. In diesem ausführlichen Rezept erfährst du nicht nur, wie du die perfekte Béchamelsauce in wenigen Minuten selber machen kannst, sondern auch alles über ihren Ursprung, ihre Geschichte, Variationen und die besten Einsatzmöglichkeiten.
Ursprung und Geschichte der Béchamelsauce
Die Béchamelsauce gehört zu den fünf „Grandes Sauces“ der französischen Küche, die im 19. Jahrhundert von Auguste Escoffier systematisiert wurden. Die Wurzeln dieser cremigen hellen Sauce reichen jedoch noch weiter zurück. Bereits im 17. Jahrhundert tauchte eine ähnliche weiße Sauce in italienischen Kochbüchern auf. Von einigen Historikern wird vermutet, dass sie ursprünglich aus der Toskana stammt und durch Katharina von Medici nach Frankreich gebracht wurde.
Der Name „Béchamel“ geht vermutlich auf Louis de Béchameil, einen Hofbeamten Ludwigs XIV., zurück. Ob er die Sauce tatsächlich erfunden hat, ist jedoch umstritten. Wahrscheinlicher ist, dass sie ihm zu Ehren benannt wurde.
In der klassischen französischen Küche bildet die Béchamel die Grundlage für zahlreiche Ableitungen wie:
- Sauce Mornay (mit geriebenem Käse)
- Sauce Soubise (mit Zwiebelpüree)
- Sauce Nantua (mit Langusten, Hummer und Weißwein)
Rezept für Béchamelsauce
Heute ist die klassische Béchamelsauce weltweit verbreitet und unverzichtbarer Bestandteil vieler traditioneller Gerichte. In Deutschland kommt sie in erster Linie bei Aufläufen wie Kartoffelgratin und Lasagne zum Einsatz, doch die helle Sauce ist noch vielseitiger. Wir zeigen dir in diesem Béchamel-Rezept, wie du eine klassische Sauce Béchamel zubereitest. Dafür brauchst du nur drei Zutaten und ein paar Gewürze. Wir machen in diesem Rezept eine relativ große Menge Sauce mit einem Liter Milch. Diese Menge wird beispielsweise für eine Lasagne für 6 Personen benötigt.
Folgende Zutaten werden für etwa einen Liter Béchamelsauce benötigt:
- 1 Liter Milch (mit 3,5 % Fett)
- 50 g Butter
- 50 g Mehl
- 1/2 Muskatnuss (frisch gerieben)
- 1/2 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer (frisch gemahlen)

Schritt 1: Die Mehlschwitze (Roux) wird hergestellt
Zubereitet wird die Béchamelsauce in einem Topf. Die Butter wird in den Topf gegeben und bei mittlerer Hitze geschmolzen. Wenn die Butter geschmolzen ist, wird das Mehl mit in den Topf gegeben und mit einem Schneebesen eingerührt und gründlich verrührt.

Die Butter-Mehl-Mischung wird dann für ca. 4 Minuten bei geringer bis mittlerer Hitze angeschwitzt. Dieser Vorgang ist wichtig, damit die Sauce später nicht nach Mehl schmeckt. Dabei immer wieder mit dem Schneebesen durchrühren. Wichtig dabei ist, dass die Mischung nicht braun wird. Für eine klassische Béchamel wird eine helle Mehlschwitze (Roux blanc) benötigt.

Schritt 2: Die Milch wird hinzugegeben
Wenn die Mehlschwitze einige Minuten im Topf angeschwitzt wurde, wird nach und nach die Milch hinzugegeben und eingerührt. Die Milch wird langsam unter ständigem Rühren hinzugefügt. Am besten wird zunächst ein kleiner Schluck eingearbeitet, bis eine glatte Paste entsteht. Dann wird die restliche Milch hinzugegeben und eingerührt.
Schritt 3: Die Sauce ca. 10 Minuten köcheln lassen
Jetzt wird die Hitze ein wenig erhöht und die Béchamelsauce wird langsam aufgekocht und eingedickt. Dabei immer wieder gut durchrühren, damit sie nicht anbrennt und damit keine Klümpchen entstehen. Jetzt wird die Sauce mit frisch geriebener Muskatnuss, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Die perfekte Konsistenz für die Béchamelsauce ist cremig, glatt, nicht zu dünn und nicht zu dick. Unser Rezept sollte eigentlich für eine perfekte Konsistenz. Wenn die Sauce ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze eingekocht ist, hat sie die perfekte Konsistenz und kann sofort genutzt werden.
Hinweis: Lässt man die Sauce zu lange köcheln, kann sich jedoch auch zu weit eindicken. In diesem Fall kann man etwas mehr Milch hinzugeben, um die Sauce wieder zu verdünnen.
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Top 10: Wozu passt Béchamelsauce am besten?
Hier kommt unsere ultimative Liste der besten Einsatzmöglichkeiten für unsere selbstgemachte Béchamelsauce:
- Lasagne: Unverzichtbar für klassische Lasagne Bolognese.
- Kartoffelgratin: Mit Sahne gemischt besonders cremig.
- Blumenkohl mit Béchamel: Ein echter Klassiker der deutschen Küche.
- Nudelauflauf: Perfekte Basis für Schinken-Sahne-Aufläufe.
- Croque Monsieur: Mit Käse überbacken ein französischer Genuss.
- Moussaka: Die cremige Deckschicht macht den Unterschied.
- Gemüseaufläufe: Brokkoli, Spargel oder Rosenkohl profitieren enorm.
- Fischgerichte: Ideal zu pochiertem Kabeljau oder Lachs.
- Pasteten & Gratins: Perfekt für herzhafte Ofengerichte.
- Basis für Käsesauce: Einfach geriebenen Käse unterheben und man hat eine Sauce Mornay.
Diese Fehler solltest du für die perfekte Béchamelsauce vermeiden
- Zu hohe Hitze → Sauce brennt an
- Zu wenig Rühren → Klumpenbildung
- Zu kurze Kochzeit → Mehlgeschmack
Profi-Tipp: Wenn doch Klümpchen entstehen, kannst du die Sauce retten, wenn du sie mit dem Stabmixer pürierst.
Béchamel abwandeln – die besten Variationen
- Käse-Béchamel (Sauce Mornay): 100 g Gruyère oder Emmentaler. Perfekt für Aufläufe.
- Vegane Béchamel: Statt Butter vegane Margarine verwenden, statt Milch Hafer- oder Sojamilch verwenden. Schmeckt nahezu identisch.
- Glutenfreie Béchamel: Statt Mehl kann für die Bindung auch Reismehl oder Maisstärke verwendet werden.
- Aromatische Variante: Die Milch mit Lorbeer, Pfefferkörnern und Zwiebel aufkochen und ziehen lassen. Auch Senf passt wunderbar in die Sauce.
- Leichtere Variante: Die Milch kann teilweise durch Gemüsebrühe ersetzt werden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Béchamelsauce
- Warum wird meine Béchamel klumpig?
Meist wurde die Milch zu schnell hinzugegeben oder nicht ausreichend gerührt. - Welche Zutaten braucht man für Béchamelauce?
Die drei Hauptzutaten sind Milch, Mehl und Butter. Für die Würze wird Salz, Pfeffer und Muskatnuss benötigt. - Kann man Béchamel-Sauce vorbereiten?
Ja, bis zu 2 Tage im Kühlschrank haltbar. Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie abdecken, da sie sonst eine Haut bekommt. - Kann man Béchamel einfrieren?
Ja, allerdings kann sie beim Auftauen etwas wässrig werden. Gut durchrühren oder aufmixen. - Wie dick sollte Béchamel für Lasagne sein?
Mitteldick – sie sollte vom Löffel fließen, aber nicht wässrig sein. - Welche Milch eignet sich am besten?
Vollmilch mit 3,5 % Fett sorgt für die cremige Konsistenz. - Kann man Béchamel ohne Butter machen?
Ja, mit Margarine oder Öl. Jedoch ist es geschmacklich dann leicht anders. - Ist Béchamel gesund?
In Maßen ja, denn sie enthält Milch und liefert Kalzium, ist aber relativ fettreich.
Fazit: Warum Béchamelsauce unverzichtbar ist
Die Béchamel ist weit mehr als nur eine weiße Grundsauce. Sie ist das Fundament unzähliger Klassiker der europäischen Küche und ein echtes Multitalent.
Mit nur drei Hauptzutaten (Butter, Mehl und Milch) entsteht eine cremige, vielseitige Sauce, die sich unendlich variieren lässt. Wer die Technik der Mehlschwitze beherrscht, hat einen echten Küchen-Joker in der Hand. Egal ob klassisch französisch oder modern interpretiert: Béchamelsauce selber machen lohnt sich immer und schmeckt deutlich besser, als eine gekaufte Sauce.
Das Rezept zum Ausdrucken:

Zutaten
Anleitungen
- Zubereitet wird die Béchamelsauce in einem Topf. Die Butter wird in den Topf gegeben und bei mittlerer Hitze geschmolzen. Wenn die Butter geschmolzen ist, wird das Mehl mit in den Topf gegeben und mit einem Schneebesen eingerührt und gründlich verrührt.Die Butter-Mehl-Mischung wird dann für ca. 4 Minuten bei geringer bis mittlerer Hitze angeschwitzt. Dieser Vorgang ist wichtig, damit die Sauce später nicht nach Mehl schmeckt. Dabei immer wieder mit dem Schneebesen durchrühren. Wichtig dabei ist, dass die Mischung nicht braun wird. Für eine klassische Béchamel wird eine helle Mehlschwitze (Roux blanc) benötigt.

- Wenn die Mehlschwitze einige Minuten im Topf angeschwitzt wurde, wird nach und nach die Milch hinzugegeben und eingerührt. Die Milch wird langsam unter ständigem Rühren hinzugefügt. Am besten wird zunächst ein kleiner Schluck eingearbeitet, bis eine glatte Paste entsteht. Dann wird die restliche Milch hinzugegeben und eingerührt.

- Jetzt wird die Hitze ein wenig erhöht und die Béchamelsauce wird langsam aufgekocht und eingedickt. Dabei immer wieder gut durchrühren, damit sie nicht anbrennt und damit keine Klümpchen entstehen. Jetzt wird die Sauce mit frisch geriebener Muskatnuss, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.Die perfekte Konsistenz für die Béchamelsauce ist cremig, glatt, nicht zu dünn und nicht zu dick. Unser Rezept sollte eigentlich für eine perfekte Konsistenz. Wenn die Sauce ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze eingekocht ist, hat sie die perfekte Konsistenz und kann sofort genutzt werden.

- Hinweis: Lässt man die Sauce zu lange köcheln, kann sich jedoch auch zu weit eindicken. In diesem Fall kann man etwas mehr Milch hinzugeben, um die Sauce wieder zu verdünnen.

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