Japanischer Krautsalat (Kyabetsu no Sarada) ist nicht nur eine geniale Beilage für viele japanische Gerichte wie Tonkatsu und Co., sondern auch eine perfekte Beilage beim BBQ. Was diesen Salat ausmacht und wie man ihn zubereitet, erfährst du in diesem Rezept.
Japanischer Krautsalat
Der japanische Krautsalat, auch Kyabetsu no Sarada genannt, ist ein echter Star der japanischen Küche, denn dieser Salat ist kein schwerer Mayonnaise-Krautsalat. Er ist locker, leicht und richtig frisch. Das Geheimnis liegt in der Salatsauce aus Reisessig, Sojasauce, Honig, Sesamöl und frisch geriebenen Ingwer. Diese Rohkostbeilage ist noch dazu denkbar einfach gemacht und steht innerhalb von 10 Minuten auf dem Tisch.
Was ist Kyabetsu no Sarada?
„Kyabetsu“ ist das japanische Wort für Kohl, „Sarada“ steht schlicht für Salat. Gemeint ist ein fein geschnittener Kohl-Salat, der meist roh serviert wird und durch ein einfaches, aber ausgewogenes Dressing überzeugt.
In Japan wird dieser Krautsalat häufig als Beilage serviert, besonders zu frittierten oder gebratenen Gerichten. Er bringt Frische auf den Teller, sorgt für Balance und reinigt gewissermaßen den Gaumen zwischen zwei Bissen knusprigem Fleisch.
Die geschmacklichen Besonderheiten von japanischem Krautsalat
Was Kyabetsu no Sarada so besonders macht, ist sein klar definierter, aber niemals dominanter Geschmack. Jede Komponente erfüllt eine bestimmte Aufgabe.
- Knackige Frische durch Spitzkohl
Wir verwenden Spitzkohl für unseren japanischen Krautsalat. Alternativ kann man auch Weißkohl verwenden. Spitzkohl ist jedoch milder und zarter als klassischer Weißkohl. Fein gehobelt bleibt er besonders knackig und bringt eine natürliche, leichte Süße mit. Die Textur von dünn geschnittenem bzw. gehobeltem Spitzkohl ist wichtig für diesen Salt, denn er soll frisch, fast luftig wirken. - Säure und Balance
Der verwendete Reisessig ist deutlich milder als europäischer Essig. Er sorgt für Frische, ohne den Kohl zu überdecken. Die Säure bleibt angenehm rund und harmonisch. - Umami durch Sojasauce
Neben einer Prise Salz kommt Sojasauce zum Einsatz. Sie verleiht dem Krautsalat eine dezente Würze. Gerade in Kombination mit Fleisch entsteht so ein perfekter Umami-Kontrast. - Feine Süße
Ein Esslöffel Honig rundet die Säure ab und verstärkt die natürliche Süße des Kohls. Das Ergebnis ist kein süßer Salat, sondern eine ausgewogene Mischung aus Süße und Säure. - Ingwer für Frische und Schärfe
Frisch geriebener Ingwer ist quasi die „Geheimzutat“ des japanischen Krautsalates. Ingwer bringt Schärfe, Frische und eine leicht zitronige Note ins Spiel. Er macht den Salat lebendig und sorgt für das gewisse Etwas. - Nussiges Finish durch Sesam
Ein paar Tropfen Sesamöl sorgen für Tiefe und einen leicht nussigen Charakter. Zum Schluss wird etwas gerösteter Sesam über den Salat gegeben. Der Sesam ist das perfekte Finish, denn er bringt etwas Crunch und Röstaromen.
Rezept für japanischen Krautsalat
Wir verwenden für unseren japanischen Krautsalat Spitzkohl. Wer den nicht bekommt, kann alternativ auch Weißkohl oder Chinakohl verwenden. Von der Textur und dem Geschmack ist Spitzkohl jedoch die beste Wahl.
Folgende Zutaten werden benötigt:
- 1 Spitzkohl
- 2 EL Reisessig
- 1 EL Sojasauce
- 1 EL Honig
- 1 EL Sesamöl
- 20 g Ingwer, frisch (gerieben)
- 1 TL gerösteter Sesam als Topping
- 1 Prise Salz

Schritt 1: Der Kohl wird fein geschnitten oder gehobelt
Die äußeren Blätter des Kohls werden entfernt und dann wird der Kohl in feine Streifen geschnitten oder gehobelt. In der japanischen Küche ist es weit verbreitet den Kohl besonders fein zu hobeln, wir schneiden ihn jedoch lieber mit einem scharfen Küchenmesser, denn so bekommt man eine etwas rustikale Struktur. Wenn der Spitzkohl komplett geschnitten ist, sollte man noch einmal längs durch den Kohl schneiden, damit die Streifen nicht zu lang sind. So lässt sich der Krautsalat später besser essen.

Schritt 2: Der Kohl wird gesalzen und durchgeknetet
Wenn der Kohl fertig geschnitten ist, wird er in eine große Schüssel gegeben und eine Prise Salz wird auf den Kohl gestreut. Dann wird der Kohl mit den Händen gut verknetet und mit den Handballen fest zusammengedrückt. Dabei bricht die Struktur des Kohls ein wenig auf und das Aroma und die Konsistenz verbessert sich. Außerdem nehmen die Kohlstreifen die Sauce besser auf. Dann wird der Kohl beiseite gestellt und für 15-20 Minuten ruhen gelassen.

Schritt 3: Die Sauce wird angerührt
Während der Kohl ruht, wird die Salatsauce angerührt. Dafür wird der Reissessig zusammen mit dem Honig, der Sojasauce und dem Sesamöl in eine Schale gegeben. Der Ingwer wird geschält, fein gerieben und ebenfalls mit in die Schale gegeben. Dann wird die Sauce verrührt, bis sich der Honig aufgelöst hat.

Schritt 4: Die Sauce wird über den Kohl gegeben
Zuletzt wird die Sauce dann über den Kohl gegeben und alles wird gut vermischt, bis der Kohl komplett mit der Sauce benetzt ist. Dann kann der Krautsalat in kleinen Schalen oder als Beilage direkt auf dem Teller serviert werden. Kurz vor dem Servieren wird noch etwas gerösteter Sesam über dem japanischen Krautsalat verteilt. Itadakimasu!

Warum passt japanischer Krautsalat perfekt zu Fleisch und BBQ?
Japanischer Krautsalat ist der ideale Gegenpol zu allem, was kräftig, fettig oder knusprig ist. Genau deshalb wird er in Japan so häufig zu frittierten Gerichten serviert.
Besonders gut passt japanischer Krautsalat zu:
- Tonkatsu (japanisches Schnitzel)
- Katsu Sando
- Karaage und generell Fried Chicken
- Yakitori und andere gegrillte Spieße
- Burgern
- BBQ-Klassikern wie Pulled Pork, Beef Brisket oder Ribs
- Pork Belly
- Chicken Wings
Durch seine Leichtigkeit sorgt der Salat dafür, dass selbst schwere Gerichte nicht überladen wirken. Ähnlich wie ein guter Coleslaw, nur frischer und feiner.
5 Tipps & Varianten für noch besseren japanischen Krautsalat
- Je feiner der Kohl geschnitten ist, desto authentischer wird der Salat.
- Der Salat schmeckt am besten frisch, kann aber auch 2–3 Stunden durchziehen.
- Wer es schärfer mag, kann etwas mehr Ingwer oder einen Hauch Chili ergänzen.
- Japanischer Krautsalat lässt sich perfekt vorbereiten. Einfach den Kohl und das Dressing vorbereiten und das Dressing erst kurz vor dem Servieren untermischen.
- Gurken als frisches „Add-On“: Ein paar Scheiben frische Gurken werden den japanischen Krautsalat auf und machen ihn noch frischer.

FAQ – Häufige Fragen zum japanischen Krautsalat
- Kann man auch Weißkohl statt Spitzkohl verwenden?
Ja, Spitzkohl ist milder und zarter, Weißkohl funktioniert aber ebenfalls, sollte dann sehr fein gehobelt werden. Alternativ kann auch Chinakohl verwendet werden. - Ist japanischer Krautsalat vegan?
Mit Honig ist er vegetarisch. Für eine vegane Variante kann der Honig durch Zucker oder Ahornsirup ersetzt werden. - Wie lange ist japanischer Krautsalat haltbar?
Am besten frisch genießen. Im Kühlschrank hält er sich luftdicht verschlossen etwa 24 Stunden. - Passt der asiatische Salat auch zu europäischem Grillgut?
Absolut. Besonders gut harmoniert er mit Schweinefleisch, Frittiertem, Geflügel und BBQ-Klassikern, wie Pulled Pork, Spare Ribs oder auch Chicken Wings. - Kann man das Dressing vorbereiten?
Ja, das Dressing hält sich im Kühlschrank problemlos mehrere Tage.
Fazit
Wir haben schon viele Krautsalat-Rezepte veröffentlicht, wie amerikanischen Coleslaw, Tennessee Mustard Slaw, Memphis Style Coleslaw oder Avocado Slaw, doch dieser japanische Krautsalat ist anders. Er ist frischer, leichter und ohne schwere Sauce. Das macht ihn zum perfekten Begleiter für schwere Gerichte, BBQ-Klassiker und alles was frittiert ist.
Das Rezept zum Ausdrucken:

Zutaten
Anleitungen
- Die äußeren Blätter des Kohls werden entfernt und dann wird der Kohl in feine Streifen geschnitten oder gehobelt. In der japanischen Küche ist es weit verbreitet den Kohl besonders fein zu hobeln, wir schneiden ihn jedoch lieber mit einem scharfen Küchenmesser, denn so bekommt man eine etwas rustikale Struktur. Wenn der Spitzkohl komplett geschnitten ist, sollte man noch einmal längs durch den Kohl schneiden, damit die Streifen nicht zu lang sind. So lässt sich der Krautsalat später besser essen.

- Wenn der Kohl fertig geschnitten ist, wird er in eine große Schüssel gegeben und eine Prise Salz wird auf den Kohl gestreut. Dann wird der Kohl mit den Händen gut verknetet und mit den Handballen fest zusammengedrückt. Dabei bricht die Struktur des Kohls ein wenig auf und das Aroma und die Konsistenz verbessert sich. Außerdem nehmen die Kohlstreifen die Sauce besser auf. Dann wird der Kohl beiseite gestellt und für 15-20 Minuten ruhen gelassen.

- Während der Kohl ruht, wird die Salatsauce angerührt. Dafür wird der Reissessig zusammen mit dem Honig, der Sojasauce und dem Sesamöl in eine Schale gegeben. Der Ingwer wird geschält, fein gerieben und ebenfalls mit in die Schale gegeben. Dann wird die Sauce verrührt, bis sich der Honig aufgelöst hat.

- Zuletzt wird die Sauce dann über den Kohl gegeben und alles wird gut vermischt, bis der Kohl komplett mit der Sauce benetzt ist. Dann kann der Krautsalat in kleinen Schalen oder als Beilage direkt auf dem Teller serviert werden. Kurz vor dem Servieren wird noch etwas gerösteter Sesam über dem japanischen Krautsalat verteilt. Itadakimasu!

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