Rigatoni al Forno ist ein klassischer, italienischer Nudelauflauf. Wie man diesen Auflauf zubereitet und worauf es ankommt, zeigen wir euch in diesem Rezept.
Rigatoni al Forno
Rigatoni al Forno gehört zu den beliebtesten Ofengerichten der italienischen Küche. Kaum ein Gericht vereint cremige Sauce, würziges Hackfleisch, al dente gegarte Pasta und goldbraun überbackenen Käse so harmonisch miteinander. Genau wie die italienischen Klassiker Lasagne oder Bolognese stehen Rigatoni al Forno in vielen italienischen Familien regelmäßig auf dem Speiseplan.
Die großen Rigatoni nehmen besonders viel Sauce auf und sorgen dafür, dass jede Gabel voller Geschmack steckt. Zusammen mit würzigem Hackfleisch, Kochschinken, Erbsen, einer cremigen Tomaten-Sahne-Sauce und einer knusprigen Käsekruste entsteht ein echtes Soulfood, das sowohl im Alltag als auch für Gäste hervorragend geeignet ist. Dieses Rezept gelingt unkompliziert und schmeckt am nächsten Tag meist sogar noch besser, wenn es wieder aufgewärmt wird. Daher lohnt es sich, gleich einen größeren Auflauf zu machen.
Was bedeutet Rigatoni al Forno?
Der Name verrät bereits das Wesentliche: Rigatoni bezeichnet die große, geriffelte Röhrennudel. Al Forno bedeutet auf Italienisch „aus dem Ofen“ oder „überbacken“. Somit handelt es sich um einen überbackenen Nudelauflauf, der traditionell mit einer herzhaften Sauce und reichlich Käse zubereitet wird. Die geriffelte Oberfläche der Rigatoni ist dabei kein Zufall. Sie sorgt dafür, dass die Sauce besonders gut an den Nudeln haftet und sich sogar in den Röhren sammelt. Dadurch wird jeder Bissen besonders saftig.
Ursprung und Geschichte von Rigatoni al Forno
Rigatoni al Forno stammt aus der langen Tradition italienischer Pasta al Forno, also überbackener Nudelgerichte. Bereits im Mittelalter wurden in Süditalien und auf Sizilien verschiedene Pastagerichte vorbereitet und anschließend im Holzofen fertig gegart.
Vor allem in den Regionen wie Kampanien, Sizilien, Latium und Kalabrien gehören Pasta-Aufläufe seit Jahrhunderten zur klassischen Sonntagsküche. Damals wurden übrig gebliebene Nudeln häufig mit Fleischragout, Käse und Gemüse kombiniert und im Ofen erneut gebacken. So entstand aus einfachen Zutaten ein besonders aromatisches Familienessen.
Rigatoni entwickelten sich später zu einer der beliebtesten Pastasorten für Aufläufe. Ihre große Form macht sie ideal für cremige Saucen und kräftige Ragùs. Besonders in Rom und Neapel werden Rigatoni traditionell mit Fleischsauce, Mozzarella und Parmesan überbacken.
Heute existieren unzählige Varianten. Während manche ausschließlich auf Ragù setzen, enthalten viele moderne Rezepte zusätzlich Kochschinken, Erbsen oder eine cremige Sahnesauce. Genau diese Kombination macht Rigatoni al Forno zu einem der beliebtesten italienischen Nudelaufläufe überhaupt.
Rezept für Rigatoni al Forno
In vielen Rigatoni al Forno-Rezepten werden die Nudeln vorgekocht. Wir sparen uns diesen Schritt und geben die Rigatoni einfach mit in die Sauce und kochen sie einige Minuten mit. Zubereitet haben wir diesen Auflauf auf dem Rösle BLAZEFLAME Master 3 Gasgrill mit Prime Beef Rinderhackfleisch vom Schwarzwälder.
Folgende Zutaten werden für Rigatoni al Forno benötigt (3 Portionen):
- 350 g Rigatoni
- 250 g Rinderhackfleisch
- 125 g Kochschinken
- 100 g Erbsen (TK)
- 200 ml Sahne oder Kochsahne
- 400 ml Gemüsebrühe
- 75 g Tomatenmark
- 1/2 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL italienische Kräuter
- 100 g Mozzarella (gerieben)
- 50 g Parmesan (Späne)
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 1 EL Öl

Schritt 1: Die Vorbereitungen
Los geht es mit den Vorbereitungen für den italienischen Auflauf. Der Schinken wird in kleine Streifen geschnitten und der Käse wird gerieben. Die Zwiebel wird abgezogen und in Würfel geschnitten. Der Knoblauch wird ebenfalls abgezogen und fein gehackt. Dann geht es weiter am Grill.

Schritt 2: Das Hackfleisch wird angebraten
Das komplette Rezept haben wir auf dem Rösle BLAZEFLAME Master 3 Gasgrill zubereitet, da dieser Grill auch über einen leistungsstarken Seitenkocher verfügt und somit quasi eine komplette Außenküche ist. Auf dem Seitenkocher wird das Öl in einer Pfanne erhitzt und das Hackfleisch wird mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt und zusammen mit den Zwiebeln und Knoblauch krümelig angebraten.

Schritt 3: Die Sauce wird angerührt
Wenn das Hackfleisch durchgebraten ist, wird das Tomatenmark mit in die Pfanne gegeben und leicht angeröstet. Jedoch nicht zu lange, denn sonst wird es bitter. Dann kommt die Gemüsebrühe und die italienischen Kräuter mit in die Sauce. Die Sauce wird unter regelmäßigen Rühren etwa 10-15 Minuten auf kleiner Hitze geköchelt.

Schritt 4: Sahne und Nudeln kommen hinzu
Wenn die Sauce etwas einreduziert ist, wird die Sahne eingerührt und kurz aufgekocht. Dann kommen die ungekochten Rigatoni mit in die Sauce und werden für etwa 3-4 Minuten mitgekocht. Dabei immer gut durchrühren.

Schritt 5: Schinken und Erbsen kommt mit in die Sauce
Wenn die Rigatoni 3-4 Minuten mitgeköchelt wurden, wird der Seitenkocher ausgeschaltet. In die warmen Nudeln wird jetzt etwas Käse (ca. 30 g) eingerührt und der Schinken, sowie die Erbsen kommen mit hinzu.

Schritt 6: Die Rigatoni al Forno werden mit Käse überbacken
Zuletzt wird die Pfanne nochmal gut durchgerührt und dann werden die Rigatoni in eine Auflaufform gegeben. Darauf wird dann der restliche Käse und die Parmesanspäne verteilt. Der Grill wird auf 200 °C indirekt Hitze aufgeheizt. Beim Rösle BLAZEFLAME Master 3 wird dafür der linke und der rechte Brenner auf etwa halbe Kraft eingestellt.

Der Auflauf wird in die Mitte des Grills über den ausgeschalteten Brenner gestellt. Die Backzeit beträgt etwa 25 Minuten bei 200 °C. Wenn der Käse goldbraun zerlaufen ist, sind unsere Rigatoni al Forno fertig.

5 Tipps für perfekte Rigatoni al Forno
- Nudeln nicht komplett gar kochen: Die Rigatoni sollten nur 3-4 Minuten in der Sauce köcheln. Kocht man sie zulange, werden sie zu weich und die Rigatoni sind am Ende nicht mehr „al dente“.
- Tomatenmark kurz anrösten: Tomatenmark entwickelt beim Anrösten deutlich mehr Aromen und verliert seine Säure. Dadurch schmeckt die Sauce wesentlich intensiver.
- Käse kombinieren: Mozzarella sorgt für herrliche Fäden, Parmesan liefert intensive Würze. Zusammen entsteht die perfekte Käsekruste.
- Sauce lieber etwas flüssiger lassen: Beim Überbacken nehmen die Nudeln viel Flüssigkeit auf. Eine leicht dünnere Sauce verhindert einen trockenen Auflauf.
- Vor dem Servieren kurz ruhen lassen: Nach dem Backen sollte der Auflauf etwa fünf Minuten ruhen. Dadurch wird die Sauce cremiger und lässt sich besser portionieren.

Variationsmöglichkeiten für Rigatoni al Forno
Dieses Rezept ist ein klassisches italienisches Familienrezept für Rigatoni al Forno. Dieser Auflauf lässt sich jedoch auch wunderbar an den eigenen Geschmack anpassen und variieren.
Beliebte Varianten sind:
- mit italienischer Salsiccia
- mit scharfer Salami
- mit Champignons
- mit Spinat
- mit Paprika
- vegetarisch mit Zucchini und Auberginen
- mit Ricotta für noch mehr Cremigkeit

FAQ – Die häufigsten Fragen zu Rigatoni al Forno
- Kann ich Rigatoni al Forno vorbereiten?
Ja, der komplette Auflauf kann bereits einige Stunden vorher vorbereitet und bis zum Backen im Kühlschrank aufbewahrt werden. - Kann ich den Auflauf einfrieren?
Ja, sowohl ungebacken als auch fertig gebacken lässt sich Rigatoni al Forno problemlos einfrieren. - Welche Nudeln kann ich alternativ verwenden?
Penne, Fussili, Tortiglioni, oder andere Nudeln nach Wahl eignen sich ebenfalls hervorragend. - Warum werden Rigatoni al Forno nicht trocken?
Entscheidend ist eine ausreichend flüssige Sauce. Während des Backens nehmen die Nudeln viel Flüssigkeit auf. - Kann ich den Kochschinken weglassen?
Ja, das Rezept funktioniert auch ausschließlich mit Hackfleisch oder als vegetarische Variante. - Welcher Käse eignet sich am besten für Rigatoni al Forno?
Mozzarella sorgt für eine schöne Kruste und Parmesan liefert intensive Würze. Die Kombination beider Käsesorten ist ideal. - Kann ich den Auflauf am nächsten Tag aufwärmen?
Ja, das ist problemlos möglich. Viele empfinden Rigatoni al Forno am Folgetag sogar als noch aromatischer, da die Sauce dann vollständig in die Nudeln eingezogen ist.
Fazit
Rigatoni al Forno ist der Inbegriff italienischer Wohlfühlküche. Der überbackene Nudelauflauf überzeugt mit einer cremigen Tomaten-Sahne-Sauce, herzhaftem Rinderhackfleisch, würzigem Kochschinken und einer goldbraunen Käsekruste aus Mozzarella und Parmesan. Dank der geriffelten Rigatoni wird die Sauce optimal aufgenommen, sodass jeder Bissen besonders saftig und aromatisch schmeckt.
Das Rezept ist unkompliziert in der Zubereitung, lässt sich hervorragend vorbereiten und eignet sich sowohl für den Familienalltag als auch für Gäste. Ob frisch vom Grill, aus dem Ofen oder am nächsten Tag aufgewärmt – Rigatoni al Forno schmecken immer und gehören nicht ohne Grund zu den beliebtesten Pasta-Aufläufen der italienischen Küche. Wer ein herzhaftes, sättigendes und authentisches Ofengericht sucht, wird dieses Rezept garantiert immer wieder zubereiten.
Das Rezept zum Ausdrucken:

Zutaten
- 350 g Rigatoni
- 250 g Rinderhackfleisch
- 125 g Erbsen (TK)
- 200 ml Sahne (oder Kochsahne)
- 400 ml Gemüsebrühe
- 75 g Tomatenmark
- 1/2 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL italienische Kräuter
- 100 g Mozzarella (gerieben)
- 50 g Parmesan (Späne)
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 1 EL Öl
Anleitungen
- Los geht es mit den Vorbereitungen für den italienischen Auflauf. Der Schinken wird in kleine Streifen geschnitten und der Käse wird gerieben. Die Zwiebel wird abgezogen und in Würfel geschnitten. Der Knoblauch wird ebenfalls abgezogen und fein gehackt. Dann geht es weiter am Grill.

- Das komplette Rezept haben wir auf dem Rösle BLAZEFLAME Master 3 Gasgrill zubereitet, da dieser Grill auch über einen leistungsstarken Seitenkocher verfügt und somit quasi eine komplette Außenküche ist. Auf dem Seitenkocher wird das Öl in einer Pfanne erhitzt und das Hackfleisch wird mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt und zusammen mit den Zwiebeln und Knoblauch krümelig angebraten.

- Wenn das Hackfleisch durchgebraten ist, wird das Tomatenmark mit in die Pfanne gegeben und leicht angeröstet. Jedoch nicht zu lange, denn sonst wird es bitter. Dann kommt die Gemüsebrühe und die italienischen Kräuter mit in die Sauce. Die Sauce wird unter regelmäßigen Rühren etwa 10-15 Minuten auf kleiner Hitze geköchelt.

- Wenn die Sauce etwas einreduziert ist, wird die Sahne eingerührt und kurz aufgekocht. Dann kommen die ungekochten Rigatoni mit in die Sauce und werden für etwa 3-4 Minuten mitgekocht. Dabei immer gut durchrühren.

- Wenn die Rigatoni 3-4 Minuten mitgeköchelt wurden, wird der Seitenkocher ausgeschaltet. In die warmen Nudeln wird jetzt etwas Käse (ca. 30 g) eingerührt und der Schinken, sowie die Erbsen kommen mit hinzu.

- Zuletzt wird die Pfanne nochmal gut durchgerührt und dann werden die Rigatoni in eine Auflaufform gegeben. Darauf wird dann der restliche Käse und die Parmesanspäne verteilt. Der Grill wird auf 200 °C indirekt Hitze aufgeheizt. Beim Rösle BLAZEFLAME Master 3 wird dafür der linke und der rechte Brenner auf etwa halbe Kraft eingestellt. Der Auflauf wird in die Mitte des Grills über den ausgeschalteten Brenner gestellt. Die Backzeit beträgt etwa 25 Minuten bei 200 °C. Wenn der Käse goldbraun zerlaufen ist, sind unsere Rigatoni al Forno fertig.

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