Curry 36 ist Berlins beliebtester Currywurst-Imbiss. Ob es dort Berlins beste Currywurst gibt, habe ich während meines Berlin-Aufenthaltes im Januar 2016 getestet, da die Filiale am Bahnhof Zoo in unmittelbarer Nähe meines Hotels gelegen war und ich immer wieder dran vorbeigelaufen bin.

Normalerweise teste ich ja eher BBQ- und Burgerbuden, aber wenn man andauernd an Curry 36 vorbei läuft, muss man hier einfach auch mal die berühmteste Berliner Currywurst probieren.

Die Geschichte von Curry 36

Der Burger-Imbiss entstand in Berlin-Kreuzberg am Mehringdamm 36. Anfänglich wurde aus einem Holzwagen mit dem Namen „Wurstmaxe“ heraus verkauft. 1980 wurde der Imbiss vom Ehepaar Vera und Lutz Stenschke übernommen und man bezog die Lokalität am Mehringdamm 36. Das Wort „Curry“ stand auf der Werbetafel geschrieben, eine Wurst war abgebildet und die Hausnummer 36 war neben dem Schild abgebildet. Aus dem Lesefluss heraus entstand der Name Curry 36.
Das „Stammhaus“ am Mehringdamm ist mittlerweile 200 qm groß und serviert neben der beliebten Currywurst auch Knacker, Bockwurst, Bratwurst, Wiener, Buletten, Schnitzel und Chicken Nuggets. Als Beilagen kann man zwischen Brötchen, Pommes, Nudelsalat und Kartoffelsalat wählen. Seit Juli 2012 gibt es eine zweite Filiale am Hardenbergplatz, direkt am Bahnhof Zoologischer Garten, welche ich getestet habe.

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Curry 36 am Bahnhof Zoo

 

Mittlerweile gibt es sogar Merchandise-Artikel wie T-Shirts, Hoodies, Babystrampler, Baumwolltaschen, Tassen und auch die Sauce zum mitnehmen in der 750 ml Flasche.

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Die Speisekarte

 

In Berlin isst man ja eher die Currywurst ohne Darm, im Ruhrpott kennt man solche Würste kaum und man isst eher die klassische Bratwurst mit Darm, welche mit Currysauce serviert wird. Da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich kurzerhand beide Würste genommen. Einmal den Klassiker ohne Darm und einmal mit Darm. Ein Wurst mit 90 Gramm Gewicht kostet 1,80 Euro. Als Beilage wählte ich Pommes. Für beide Würste mit Pommes habe ich 5,20 Euro bezahlt. Preislich ist das für die Menge durchaus angemessen.

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Die Wurst wird in Fettwannen zubereitet

 

Die Wurst liegt in einer Fettwanne und wird recht sanft gebraten, bzw. eher frittiert. Für meinen persönlichen Geschmack fand ich die Wurst recht hell. In der Konsistenz ist sie recht weich, was auf einen hohen Fettanteil schließen lässt. Der Curryketchup ist von der Würzung sehr dezent. Sehr tomatig und vom Currygeschmack merkt man kaum was. Meiner Meinung nach ist das etwas zu dezent von der Würzung. Wenn ich eine Currywurst essen will, dann möchte ich auch den würzigen Currygeschmack haben. Das was bei Curry 36 verwendet wird ist jedoch eher normaler Tomatenketchup. Wenn das eine der besten Currywürste Berlins sein soll, dann ziehe ich die Ruhrpottversion auf jeden Fall vor…

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Currywurst ohne Darm

 

Alles in allem ist das, was bei Curry 36 geboten wird durchaus ok, aber eben auch nicht mehr. Eine durchschnittliche Sauce, ein durchschnittlicher Ketchup, durchschnittliche Pommes. Den Hype um die bekannteste Currywurstbude Berlins kann ich jedenfalls nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht der Typ, der die Berliner Currywurst zu schätzen weiss. Wer weiss das schon… 😉
Was haltet ihr von Curry 36? Habt ihr Tipps, wo man in Berlin sonst noch gut Currywurst essen kann?

Datum des Besuches: 10.01.2016 gegen 11 Uhr

Adresse:
Filiale Mehringdamm
Mehringdamm 36
10961 Berlin Kreuzberg

Filiale am Bahnhof Zoologischer Garten
Hardenbergplatz 9
10623 Berlin

Internet: http://www.curry36.de
E-Mail: info@curry36.de
Öffnungszeiten: täglich von 9:00 – 5:00 Uhr

34 Kommentare

  1. Bin zwar kein Berlin und tue mir mit der Ketchup-lastigen Sauce auch etwas schwer, aber auf die Liste der Alternativen sollte definitiv:
    Konnopkes Imbiss
    Schönhauser Allee 42 (unter der Hochbahn)
    10435 Berlin (Prenzlauer Berg)

    Grüße aus dem badischen,
    Sebastian

  2. Curry 36 ist ja auch keine Berliner currywurst (mehr). Konnopke oder zur Bratpfanne kann man eher besuchen, wenn man eine gute Berliner möchte. Ich finde Dom Curry imemr ganz interessant, weil es einfach mal was anderes ist und defintiv nicht schlecht, aber ist eben keine Berliner Currywurst.

  3. Fahr mal nach Düsseldorf Kaiserswerth . Direkt an der Straßenbahnhaltestelle gibt es die beste Currywurst in der Gegend. Ist mittlerweile auch sehr bekannt .

  4. Die beste Currywurst gibt es nicht. Wenn es sie gäbe, dann sicher nicht (mehr) im Curry 36. Aber alleine die Suche danach lohnt, denn es gibt viele sehr leckere. Am Kiosk Savigny Platz z.B. Lokal-Colorit/Stimmung ist auch wichtig.
    Bei fast keiner Currywurst ist das Fleisch/die Wurst keine Massenware. Warum auch. Currywurst ist nun mal kein Gourme-tArtikel. Wäre ja noch schöner!!!

  5. Hallo Thorsten,
    mein Tip ist zwar nicht für Berlin aber solltest Du mal in Dresden sein.
    Dann probiere mal die Currywurst von Curry24, meines Erachtens die Beste.
    Wenn ich in Dresden bin ist die bei mir Pflicht.

    Gruß Sandro

  6. Hallo,

    also Curry36 ist schon lange keine gute Wurst mehr. Viele Berliner meiden den Laden mittlerweile, es geht dort fast nur noch um Touris.

    Die perfekte Currywurst gibt es eigentlich nicht, dafür sind auch die Geschmäcker bei der Soße zu verschieden. Die einen wollen es schärfer, die anderen lieber fruchtiger. Ein paar Tipps gibt es natürlich dennoch:
    Konopke ist defintiv immer eine gute Alternative, sehr lange da und immer noch eine vernünftige Wurst.
    Zur Bratpfanne (Königsbeger Straße) wurde hier auch schon gennant, dort kann man auch immer gut essen (haben auch Burger). Der Nudelsalat ist dort auch sehr lecker.
    Wenn man schon auf der Königsberger Straße ist, kann man auch gleich noch Schmidt´s Imbiss testen. Seit 40 Jahren dort beheimatet, bekommt man hier von der Familie Schmidt (teils sogar vom Papa selbst) eine sehr gute Wurst serviert. Besonders interessant ist hier, dass es keine normale Wurst, sondern eine mit Majoran gibt. Samstags hat der Imbiss allerdings zu, dann findet man ihn ein paar Schritte weiter auf dem Markt am Kranoldplatz.

    Das originale Krasselts am Steglizer Damm (nicht Clayallee !) ist eigentlich auch immer zu empfehlen. Hier bekommt man die Currywurst noch am Spieß serviert.

    Ansonsten gibt es noch viele kleine Buden, die sich sicher auch lohnen, aber einfach zu viele sind, um sie sich alle zu merken.
    Z.B. gibt es auch eine Bude, an der man keine Mehrwertsteuer zahlt, weshalb sehr krumme Preise ausgerufen werden. Die Wurst war aber fantastisch, leider weiß ich nicht mehr wo der Laden war.

    Ps.: Dass Berliner die Wurst ohne Darm essen, ist ein Mythos 😉

  7. Moin Thorsten,

    als fast Kölner hat uns die Berliner Currywurst auch nicht wirklich zugesagt. Wir haben inkl. Curry 36 auch viel durchprobiert.
    Wenn man aber eine ordentliche Currywurst (wie von hier), also inkl. Darm, gebraten und nicht frittiert, ordentliche Röstaromen und eine gute, deftige Currysoße die nach Curry schmeckt essen will, muss man das scheinbar auch hier tun 🙂

    VG Tim

  8. Hi,
    also ich kann Timo nur zustimmen und auch die von ihm genannten Currywurstbuden sind top. Zu ergänzen hätte ich da noch Ketch’up 35, Familie Kemmert ist eine Institution in Neuköln, und auch CurryPaule gefällt mir gut.
    Ein Tip für die Chili-Liebhaber : Chili & Curry in der Osloer Str..

    VG Oli

    • Die Neukölner Bude kenne ich nicht.
      CurryPaule in Rudow an der Stubenrauchstraße, nähe Zwickauer Damm ?
      Die ist in der Tat auch recht lecker, da esse ich während der Arbeit ab und an.

      Dazu werden da auch ab und an sehr leckere Mini-Knacker zu einem fairen Preis verkauft.

  9. Konnopke ist auch nur noch ein Mythos. Schmeckt schon lange nicht mehr. Ich kann in Berlin nur „Maximilians“ empfehlen. Da gibt es für mich die beste Currywurst in Berlin. Komisch, dass die bisher in der Aufzählung völlig fehlen. Gibt es 13 mal in Berlin.

  10. Hallo Thorsten,

    wir von Curry 36 bedanken uns herzlich für Deinen ehrlichen und fairen Test unserer Filiale am Hardenbergplatz 9 (Bahnhof Zoo). Es ehrt uns, von Deutschlands beliebtesten BBQ- und Grill-Blog bedacht worden zu sein. Super, dass Du die Historie von Curry 36 so treffend zusammengefasst hast, auch die Fotos von Stand und Currywurst sehen toll aus.

    Deine Kritikpunkte sind sehr sachlich formuliert, dennoch möchten wir bei einigen Punkten widersprechen.

    Zum Fettanteil:
    Unsere Currywürste bestehen zu 85 % aus Schweinefleisch, demnach haben sie einen entsprechenden Anteil Fett. Dass unsere Currywürste im Verhältnis zu anderen Bratwürsten weicher sind, liegt jedoch nicht an einem vergleichsweise erhöhten Fettanteil. Die Konsistenz der Würste wird durch den Herstellungsprozess bestimmt. Kutterzeit und -temperatur sind hier im besonderen Maße ausschlaggebend. Rezeptur und Herstellungsverfahren sind natürlich mit Bedacht gewählt und bestimmen die Eigenschaften unseres Markenproduktes. Diese hohe und gleichbleibende Qualität hat uns über die Jahre viele treue Fans beschert – und das freut uns ungemein. Aber natürlich können wir, wie Du in deinem Text erläuterst, nicht alle Geschmäcker gleichermaßen zufrieden stellen.

    Unsere Soße:
    Du hast angeführt, dass Dir die Soße zu sanft mit Curry gewürzt sei. De facto enthält unsere Soße – der Original Curry 36-Ketchup – überhaupt keinen Curry. Sie wird ebenso zur Wurst wie zu den Pommes frites serviert. Das Currypulver streuen unsere Team-Kollegen zusätzlich direkt auf die Wurst. Falls es einzelnen Gästen also nicht würzig genug sein sollte, schärfen wir auf Wunsch bzw. veredeln wir mit anderen erlesenen Gewürzen selbstverständlich jederzeit gerne nach. Dieser Hinweis steht übrigens gut sichtbar auf Plakaten an beiden Filialen.

    Wie Du selbst geschrieben hast, bist Du BBQ- und Burger-Spezialist und für eine echte Berliner Currywurst vielleicht einfach nicht der Typ. Geschmäcker sind verschieden, und das ist auch gut so. Deinen Test haben wir dennoch mit viel Interesse gelesen. Wir als Curry 36-Team wollten lediglich jene Punkte, in denen wir uns missverstanden fühlen, noch einmal hervorheben und richtigstellen.

    Mach weiter so mit Deinem tollen Blog BBQPIT! Und noch einmal nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Vize-Meister-Titel bei den Deutschen Grillmeisterschaften.

    Viele Grüße aus Berlin von Deinem Curry 36-Team

    • Meiner Meinung nach kann jeder ne Wurst mit Ketchup machen und sich dann ne ordentliche Ladung Curry draufballern. Da ist nichts besonderes dran.
      Eine gute Currysoße herzustellen ist schon eher eine Kunst, welche so Leute wie mich neugierig macht.
      Scheinbar habt ihr aber einiges richtig gemacht, wenn euer Kundenstamm so groß ist.
      Eventuell wäre es eine Überlegung wert, eine eigene Soße zusätzlich zu der altbekannten anzubieten.
      Ich bin trotzdem ganz auf der Seite von BBQ-Pit und bin Fan von ner guten selbstgemachten Currysauce.
      Darum halte mich lieber an Dönninghaus oder so geniale Läden wie den Imbiss bei Schorsch in Hamburg.

    • Vielen Dank für eure ausführliche Stellungnahme zu meinem Beitrag!
      Zum Fettanteil: 85% Schweinefleisch, und der Rest? Schweinefleisch hat ja auch immer Fett mit dran. Es werden garantiert keine 85% schieres fettfreies Fleisch verarbeitet, denn dann wäre die Wurst viel zu trocken.
      Zur Qualität generell: Ich habe sehr viel Feedback zu meinem Beitrag in diversen Facebookgruppen bekommen und der Tenor ist immer gleich: Früher war eure Qualität deutlich besser. Das kann ich leider nicht beurteilen, da ich eure Wurst jetzt gerade zum ersten Mal probiert habe. Und da hat sie mich halt einfach nicht überzeugt. Wie erwähnt, nicht schlecht, aber eben auch nichts Besonderes. Vielleicht ist das aber auch das Erfolgsgeheimnis. 😉
      Zur Soße: Ok, jetzt ist klar warum mir die Sauce zu fad‘ war. Den Hinweis mit dem Nachschärfen habe ich nicht wahrgenommen. Ich bin halt gewohnt, wenn ich eine Currywurst bestelle, auch eine Currywurst zu bekommen und keine Tomatenwurst.
      Wenn ich das nächste Mal in Berlin bin, komme ich nochmal vorbei und probiere es mit mehr Currypulver 😉

  11. Eine schöne Rezension. Auch ich war etwas entäuscht von einer eher dezenten Currynote als ich am Hardenberg meine erste Currywurst von Curry 36 probierte. Am Stammhaus war direkt schon deutlich mehr Curry dabei und das hat es ausgemacht.
    Eine gute Currywurst eben. Aber sicher nicht die beste …

  12. curry & chili im wedding… mit scharfer mayo und scharfen zwiebeln. knall et dir rinn meen juter 🙂
    (auf wunsch 10 schärfestufen, mit bis zu 7,7 mio scoville)

  13. Lieber Thorsten Brandenburg,
    Ich bin Fan Ihrer Burger-Test’s.
    Ihre Rezepte sind toll.
    Wie gesagt zu diesen Themen bin Ich Ihr Fan.
    Aber … die Beurteilung und den Test einer Wurst überlassen Sie besser den „Wurstfachleuten“ -die ging daneben.
    Wurst ist wie Fleisch Geschmacksache – und erst recht Soßen. Und ist die Curry-Soße ein muß? Welche ist Original?
    Mir ist die Currywurst im „X“ in Tübingen (übrigens bei ehemals Tübinger Studenten weltbekannt) mit einem guten Ketchup und einem guten Curry-Pulver darauf auch lieber als die im Berliner „Curry 36“. Hier weiß ich was in der Wurst drin ist – die wird von meinem Bruder und meinem Neffen hergestellt.
    Ihr treuer Fan HEE

  14. Hallo Hr. Brandenburg,

    Ihre Beruteilung der Currywurst von Curry 36 deckt sich genau mit meiner Meinung.
    Für einen alteingesessenen „Westberliner“ wie mich, ist diese Wurst absoluter Durchschnitt.
    Eine Touristenfalle eben. Die sehr guten Imbisse sind ja hier schon genannt worden.
    Aber ich möchte auf eine Sache hinweisen: Der Name Currywurst in Berlin ist etwas irreführend.
    Der Anteil des Curry in der Gewürzmischung ist nicht so hoch wie der Anteil des Paprika/Chilli.
    Auch wird niemals ein Curryketchup verwendet! Die erfolgreichen Imbisse hier in Berlin nutzen meistens
    fruchtige, ein wenig sämige Ketchup.
    Alles andere ist wie immer Geschmackssache…!

  15. Als echter Fan einer guten Currywurst habe ich bei allen der sehr bekannten und diversen weniger bekannten Berliner Currywurst-Dealern das dargebotene probiert.

    Leider hat mich keine einzige überzeugen können.

    Jeder der eine richtig leckere Currywurst essen mag und gerne auch mal diverse Geschmacksvariationen und Schärfegrade probieren möchte sollte sich mal nach Frankfurt am Main oder die nähere Umgebung zu einer Filiale der dortigen Lokalmatadore „Best Worscht in Town“ begeben. Ein echter Fan von guter Currywurst wird von deren Besuch sicher begeistert sein.

    Nicht nur die Wurst nebst Topping (Empfehlung: Honey Love) ist super lecker sondern auch mit hervorragenden Pommes und dem „legger Brot“ (anstatt nem langweiligen Brötchen) können die Jungs punkten.

    Wer es nicht probiert verpasst was.

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