Der Cobb Premier Gas Grill ist im Jahre 2014 neu auf den Markt gekommen. Der dänische Hersteller Cobb – der seit jeher bekannt ist für innovative Holzkohlegrills wie den Cobb Premier und den Cobb Supreme – ergänzte sein Sortiment durch eine Gas-Version.

Ich habe den Cobb Gasgrill während meines Sylt-Urlaubes im September 2015 dabei gehabt und ihn auf Herz und Nieren getestet.

Der Cobb Premier Gas Grill im Test

Nachdem ich bei meinem vorherigen Nordseeurlaub den Weber Go Anywhere in der Gas-Version mit dabei hatte und gerade im Urlaub die Vorzüge von Gas (in erster Linie die schnelle Einsatzbereitschaft) schätze, habe ich dieses Mal den Cobb Gasgrill als Urlaubsgrill gewählt. Bevor es aber mit dem Cobb Gasgrill in den Urlaub ging, habe ich den Grill zunächst ausgepackt und aufgebaut.

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Der Aufbau des Cobb Premier Gas Grills dauert nur wenige Minuten

 

Unboxing des Cobb Premier Gas Grills

Da ich bereits den Cobb Supereme Kohlegrill habe, war mir im Großen und Ganzen bekannt, was ich bei der Gas-Version erwarten durfte: Einen tadellos verarbeiteten & hochwertigen Grill für unterwegs. Das Prinzip und der Aufbau ist ähnlich mit der Kohleversion. Lediglich der Gasbrenner und die Bedieneinheit sind dazu gekommen. Der Cobb Premier Gas Grill wird nahezu komplett montiert geliefert, lediglich der Deckelgriff und die Standfüsse müssen angeschraubt werden. Anschliessend muss lediglich die Fettauffangschale mit den mitgelieferten Gummipuffer in das Grundgestell eingehangen werden, der Rost aufgelegt werden und schon kann man mit dem Grillen loslegen.

 

Der erste Eindruck

Wie auch bei der Kohleversion sind alle Bauteile spülmaschinengeeignet. Deckel und Fettauffangschale, sowie die Teflon-beschichtete Grillplatte können problemlos in der Spülmaschine gereinigt werden. Alles in allem macht der Cobb Premier Gas Grill einen sehr hochwertigen ersten Eindruck. Wenn es denn überhaupt etwas zu Meckern gibt, dann könnte man vielleicht den Bedienknopf der Gaszufuhr kritisieren, da er etwas billig wirkt (aus einfachem Kunststoff gefertigt) und nicht ganz zur Wertigkeit des restlichen Grills passt.

Der Cobb Gas Grill wird mit Gaskartuschen betrieben, die ein Schraubgewinde nach DIN EN 417 haben. Die Kartuschen können jederzeit wieder abgeschraubt werden (zum Beispiel beim Transport) und später wieder montiert werden. Wenn man den Cobb stationär betreiben will, kann man ihn auch an eine Gasflasche anschliessen. Dazu benötigt man dann einen Gasschlauch für Anschluss an eine Druckgasdose, sowie einen Druckminderer.

Technische Daten:

Mit dem Cobb Premier Gas Grill auf Sylt

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Der Cobb Gas-Grill in Westerland auf Sylt

 

Während unseres einwöchigen Urlaubs auf Sylt haben wir den Gas-Cobb täglich genutzt und dabei Würstchen, Steaks, Bauchfleisch und Beilagen wie Kartoffeln, Foccacia und Speckbohnen gegrillt. Dabei ist mir zunächst aufgefallen, wie schnell der Grill einsatzbereit ist: Gas aufdrehen, Zündknopf drücken, 2-3 Minuten warten und schon kann man das Grillgut auflegen. Die Grillfläche von rund 30 cm Durchmesser ist natürlich nicht sonderlich groß, aber vollkommen ausreichend für 2-3 Personen. So habe ich beispielsweise eine Packung Nürnberger und 500 g Rosmarinkartoffeln auf der Griddle-Platte (optional als Zubehör erhältlich) gleichzeitig zubereitet.

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Rosmarinkartoffeln und Nürnberger auf dem Cobb Premier Gas

 

Auch Bratwurst, bzw. Chorizo und Foccacia stellen für den Cobb Premier Gas Grill kein großes Problem dar. 4 cm dicke Rinderfilet-Steaks bekommen auf der Griddle auch ein traumhaftes Branding mit genialen Röstaromen.

 

Grillen am Strand mit dem Cobb Premier Gas Grill

Und wenn man schonmal auf Sylt ist, dann darf natürlich ein Test am Strand nicht fehlen. Ich hab den Cobb Premier Gas Grill daher mit an den „Ellenbogen“ von Sylt genommen, um ihn an der nördlichsten Stelle Deutschlands am Strand zu testen. Dabei habe ich Rib Eye Steak, Schweinebauch und Speckbohnen-Röllchen gegrillt.

 

Auch am Strand macht der Cobb eine gute Figur. Selbst Wind macht dem Grill nichts aus und Steak, Bauch und Speckbohnen waren ein Gedicht. Dazu ein gutes Bier und der Urlaub am Strand ist perfekt.

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„Grillteller“ vom Cobb Premier Gas Grill am Strand auf Sylt

 

Der Cobb Gas-Grill kühlt auch recht schnell wieder aus. Nachdem man ihn ausgeschaltet hat, ist er binnen 5 Minuten komplett ausgekühlt und man kann ihn wieder in die Tasche (optional als Zubehör erhältlich) packen.

Vorteile:

  • einfache Bedienung dank Piezo-Zündung
  • tadellose Verarbeitung
  • schnell einsatzbereit und in wenigen Minuten auf Betriebstemperatur
  • Temperaturen bis 300 Grad und mehr möglich
  • kann auf dem Tisch betrieben werden, da er außen kalt bleibt
  • alle Teile sind spülmaschinengeeignet
  • mobil auch während des Grillens, da die Außenhülle kalt bleibt
  • ideal für unterwegs (Camping, Urlaub, Bootstouren)
  • sparsam (bis zu 3 Stunden Grillvergnügen mit einer Kartusche)

Nachteile:

  • Die Gaskartusche muss während des Transportes demontiert werden, da der Grill nicht mit Kartusche in die Tasche passt.
  • recht hoher Preis für einen „Reisegrill“


Fazit:
Der Cobb Premier Gas Grill ist ein universelle Multitalent, mit dem man backen, braten, grillen und räuchern kann. Dank umfangreichem Zubehör ist nahezu alles möglich. Besonders beeindruckend ist die enorme Leistung und der geringe Gasverbrauch. Der Grill ist in wenigen Minuten aufgeheizt und mit der Griddleplatte gelingt ein traumhaftes Branding bei Steaks! Innerhalb von einer Woche habe ich es nicht geschafft, eine Gaskartusche komplett leer zu grillen und das obwohl ich teilweise 2 x täglich gegrillt habe. Der Cobb Premier Gas Grill ist für mich der Nummer 1 Grill für unterwegs. Es gibt keinen anderen Grill in der Größe, der so viele Features hat, wie der kleine Cobb. Der Cobb Premier Gas Grill wird sicherlich häufiger mit in den Urlaub fahren. Vor allem wenn man draußen in der Natur unterwegs ist, ist der Grill schnell einsatzbereit und kühlt schnell wieder ab. Kein Dreck, keine Aschereste, einfach einpacken und wieder aufbrechen…
Ich überlege sogar, ihn dauerhaft im Kofferraum mitzunehmen. Auch für die schnelle Mittagspause unterwegs ist der Grill der ideale Begleiter.

8 Kommentare

  1. Hallo, würdest du eher zum Weber Go Anywhere Has oder zum Cobb raten? Beim Weber Test hattes du nämlich auch schon mit dem Gedanken gespielt ihn fest im Kofferraum zu installieren 😉
    Ich muss nämlich zeitnah eine Kaufentscheidung zwischen beiden treffen damit ich für den Sommerurlaub gerüstet bin 🙂

    Gruß
    Michael

  2. Lieber Thorsten,

    vielen Dank für den schönen Artikel bzw. interessanten Testbericht. Fairer Weise sollte man aber vielleicht dazusagen, dass der Cobb in gezeigter Ausstattung fast doppelt so teuer ist wie der Go Anywhere. Bitte nicht falschverstehen, ist in keinster Weise ein Vorwurf oder „Lanzebrechen“ koste es was es wolle für den Mitbewerber von Weber, aber der Cobb spielt qualitativ wie aber eben auch (damit) preislich nicht ganz in der selben Liga.

    Habe mir übrigens auf Basis Deines Tests den Go Anywhere zugelegt, leider noch nicht begrillen können, aber ich finde den vom Material und grundsätzlicher Anmutung schon richtig „manierlich“ und halte den für eine sehr gute Investition im Kontext Mobilität…

    Herzliche Grüße, Marc

  3. Hallo,
    für´s Camping habe ich mir den Cadac Safari Chef zugelegt. Er verfügt über einen Grillrost, eine Griddle-Platte, welche sich wenden lässt (auf der anderen Seite ist sie glatt) und über einen Deckel, der umgedreht auch als Wok oder Pfanne genutzt werden kann. Zusätzlich kann man direkt auf dem Gasbrenner mit herkömmlichen Töpfen kochen.
    Der Cadac kann mit Gaskartusche oder Gasflasche betrieben werden, ich habe mich seinerzeit für die Kartuschenversion entschieden, mittels eines Adapterschlauchs jedoch auch die Möglichkeit, eine Gasflasche anzuschließen. Dies macht v.a. bei längeren Aufenthalten z.B. auf einem Campingplatz durchaus Sinn – oder eben, wenn man mit einem Wohnwagen/-mobil unterwegs ist und ohnehin Gas an Bord hat.

    Vom Grillen her finde ich den Cadac genial, er heizt ebenfalls schnell auf und grillt auch dickere Fleischstücke perfekt. Der Gasverbrauch bei Kartuschen ist relativ hoch, für eine Person reicht eine Kartusche ca. 5 Tage, wenn der Grill nur für´s Abendessen genutzt wird. Verarbeitung und Reinigung sind ebenfalls nicht zu beanstanden. Preislich liegt er deutlich unter dem Cobb.

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