Die Zwiebeln werden abgezogen und fein gewürfelt. So sollten möglichst fein geschnitten werden, denn so zerfallen sie beim Schmoren schneller und geben die benötigte Bindung für den "Saft". Sollte kein fertig geschnittenes Gulasch verwendet werden, wird das Fleisch in etwa 3-4 cm große Stücke geschnitten.
Jetzt werden die Zwiebelwürfel in Butter oder Butterschmalz bei mittlerer bis hoher Hitze angeschmort. Wir verwenden hier den Petromax Essential Line Feuertopf ft9 als Bräter, in dem wir das Gulasch zubereiten. Die Zwiebeln werden bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten weich geschmort. Dabei immer wieder gut durchrühren, damit die Zwiebeln nicht anbrennen. Nach ca. 20 Minuten wird das Paprikapulver über die Zwiebeln gegeben und untergerührt. Die Hitze wird jetzt reduziert, damit das Paprikapulver nicht anbrennt.
Wenn das Paprikapulver in die Zwiebeln eingerührt ist, werden die Fleischwürfel auf die Zwiebeln gegeben. Das Fleisch wird mit Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt und untergehoben.
Wenn das Fleisch untergerührt ist und alle Gewürze im Topf sind, wird die Brühe angegossen. Nicht zu viel, denn das Fleisch sollte nicht komplett bedeckt sein. Besser später nochmal was nachgeben, falls erforderlich.
Dann wird der Topf mit dem Deckel verschlossen und bei mittlerer Hitze geschmort. Das kann auf dem Herd passieren, im Grill bei indirekter Hitze (180 °C) oder im Backofen (180 °C Ober- Unterhitze). Die besten Ergebnisse gibt es in der Tat, wenn das Gulasch im Grill oder Backofen bei 180 °C indirekter Hitze geschmort wird. Wir nutzen dafür das Big Green Egg Large mit eingelegtem Deflektorstein für indirekte Hitze.Die Schmorzeit beträgt bei 180 °C etwa 3,5 Stunden. Alle 45 Minuten wird das Gulasch einmal gut durchgerührt. Falls erforderlich zwischendurch etwas Flüssigkeit nachgießen. Die Garzeit ist abhängig von der Größe der Fleischstücke und der gewünschten Konsistenz. Das Wiener Saftgulasch sollte weich geschmort werden, aber es sollte im Idealfall noch nicht zerfallen. Die Zwiebeln sollte sich am Ende der Garzeit weitestgehend aufgelöst haben.
Zum Schluss wird etwas Weißweinessig (alternativ Apfelessig) in das Wiener Saftgulasch eingerührt. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken, falls erforderlich und dann servieren. In Wiener Wirtshäusern wird das Saftgulasch häufig mit einer Scheibe Brot oder einem Brötchen serviert. Alternativ passen natürlich auch klassische Beilagen wie Nudeln, Spätzle oder Knödel zum Gulasch.
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