Eine mediterrane Lammkeule vom Grill schmeckt nicht nur zu Ostern. Vor allem im mediterranen Raum gehört Lammfleisch zu den Delikatessen. Wir zeigen euch, wie man eine Lammkeule auf dem Grill zubereitet.
Lammkeule vom Grill
Lammfleisch landet in Deutschland noch immer eher selten auf dem Grill. Es hat mit Vorurteilen, wie „zu strenger Geschmack“ und „zähes Hammelfleisch“ zu kämpfen. Dabei ist Lammfleisch besonders zart und hat auch keinen strengen Geschmack, wie beispielsweise Hammel- oder Schaffleisch. Grundsätzlich handelt es sich dabei immer um das Fleisch vom Schaf. Der einzige Unterschied ist das Schlachtalter der Tiere.
- Lämmer sind Tiere, die unter einem Jahr alt sind (Milchlämmer sind unter 6 Monate alt)
- Hammel sind zwischen einem und zwei Jahren alt
- Schafe sind älter als zwei Jahre
Wenn man Hammel oder Schaf auf den Teller bekommt, kann es auf Grund des Alters der Tiere durchaus mal streng schmecken. Daher sollte man beim Kauf von Lammfleisch darauf achten, das man Qualitätsfleisch vom Lamm kauft. Denn wer will schon einen ein altes Schaf als Lamm verkauft bekommen… 😉
Wir haben für dieses Rezept eine John Stone Lammkeule von Albers Food verwendet. Dieses Lamm stammt von schottischen Weiden und mit diesem Fleisch wird sogar die Queen von England beliefert.

Folgende Zutaten werden für die Lammkeule vom Grill benötigt:
- 1 Lammkeule (ca. 2 kg schwer)
- 500 g kleine Kartoffeln (z.B. Drillinge)
- 1 Bund bunte Möhren
- 3 Paprikaschoten (rot, gelb, grün)
- 1 Zucchini
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Bio-Limette
- 1 Bio-Orange
- 6 Schalotten
- 10 Cocktail-Tomaten
- 100 ml Gemüsebrühe
- 70 ml Olivenöl + 3 EL für die Pfanne
- 8 Zweige Rosmarin
- 8 Zweige Thymian
- 3 Zweige Salbei
- 1 Zweig Minze
- 50 g Kerrygold Kräuterbutter
- Salz
- Pfeffer

Zubereitung der Lammkeule vom Grill
Zuerst wird der Grill auf 130°C indirekte Hitze vorbereitet. Wir haben den Kamado Joe Classic II Keramikgrill dafür mit eingelegten Deflektorsteinen auf 130°C vorgeheizt.
Während der Grill aufheizt kann man sich um die weiteren Vorbereitungen kümmern. Zunächst pariert man bei der Lammkeule die Fettauflage weg. In der Keule befindet sich ein Knochen. Diesen kann man drin lassen, oder man löst ihn aus. Der Vorteil beim Auslösen ist, dass man die Lammkeule dann später einfacher tranchieren kann. Daher haben wir uns auch dazu entschlossen den Knochen auszulösen. Das gelingt am besten mit einem flexiblen Filetiermesser, mit dem man vorsichtig am Knochen entlang schneidet. Wenn die Lammkeule zu sehr „zerfleddert“ ist, bindet man sie nach dem Auslösen mit etwas Küchengarn zusammen.
Nun wird die Marinade hergestellt. Dazu werden die Kräuter und Knoblauchzehen fein gehackt und zusammen mit etwas Salz, Pfeffer, dem Olivenöl sowie dem Saft und dem Abrieb einer halben Limette und einer halben Orange zu einer Marinade verrührt. Diese Marinade wird auf gleichmäßig auf die Lammkeule gegeben. Man benötigt etwa die Hälfte der Marinade für das Lammfleisch. Der Rest wir beiseite gestellt und später für das Gemüse verwendet.
Anschließend werden die Kartoffeln halbiert, der Paprika wird entkernt und gestückelt. Die Möhren werden geschält und in ca. 3 cm lange Stücke geschnitten. Die Zucchini wird längs halbiert und in ca 5 mm dicke Scheiben geschnitten. Die Schalotten werden abgezogen und geviertelt. Das Gemüse wird nun noch mit der übrigen Marinade vermengt.
Das Gemüse wird nun in einer leicht geölten Gusspfanne (Petromax Feuerpfanne fp35h) verteilt. Aus den übrigen halben Zitrusfrüchte werden dünne Scheiben geschnitten und auf dem Gemüse verteilt. Das Gemüse wird nun noch mit der Gemüsebrühe übergossen und die Kräuterbutter wird in kleinen Stücken darauf verteilt.
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Die Lammkeule wird indirekt gegrillt
Nun geht es an den Grill. Um ein dezentes Raucharoma zu erhalten, haben wir zwei Cherry Wood Chunks mit auf die Glut gegeben. Kirschholz sorgt für ein sehr mildes Raucharoma, denn man sollte die Lammkeule vom Grill keinesfalls zu stark räuchern, da sie einen tollen Eigengeschmack hat. Der Kamado Joe Classic II Keramikgrill bietet den Vorteil auf mehren Ebenen zu grillen. Daher haben wir die Pfanne auf dem Wokeinsatz auf die untere Ebene gestellt und die Lammkeule darüber auf dem Grillrost platziert. Dadurch wird das Gemüse in der Pfanne noch zusätzlich mit dem heruntertropfenden Fett und Fleischsaft aromatisiert.
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Die Lammkeule sollte dann mit einem Grillthermometer, wie dem GrillEye verkabelt werden, um gleichzeitig die Grilltemperatur und auch die Kerntemperatur vom Fleisch überwachen zu können. Die angestrebte Kerntemperatur der Lammkeule vom Grill liegt bei 58-60°C, dann ist sie noch leicht rosa. Die Garzeit beträgt etwa 2,5 Stunden bei 130°C Gartemperatur.

Wenn die Kerntemperatur erreicht ist, nimmt man die Lammkeule vom Grill und lässt sie 8-10 Minuten ruhen, bevor man anschneidet, damit sich der Fleischsaft wieder verteilt und nicht beim Anschnitt rausläuft. Das Gemüse in der Gusspfanne wird vor dem Servieren noch einmal kurz durchgerührt.

Die Lammkeule bekommt durch die mediterranen Kräuter und das Kirschholz ein tolles Aroma. Durch nie niedrige Gartemperatur bleibt das Fleisch zart und saftig. Die Kartoffeln und das Gemüse bekommt durch die Kräuterbutter und die heruntertropfenden Fleischsäfte ordentlich Geschmack. Und das Ganze macht sich quasi von selbst. Nicht nur zu Ostern ein herrlicher Genuss! Viel Spaß beim Nachmachen!
Das Rezept zum ausdrucken:

Zutaten
- 1 Lammkeule (ca. 2 kg)
- 500 g kleine Kartoffeln
- 1 Bund bunte Möhren
- 3 Paprika rot, gelb & grün
- 1 Zucchini
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Bio-Limette
- 1 Bio-Orange
- 6 Schalotten
- 10 Cocktail-Tomaten
- 100 ml Gemüsebrühe
- 70 ml Olivenöl
- 8 Zweige Rosmarin
- 8 Zweige Thymian
- 3 Zweige Salbei
- 1 Zweig Minze
- 50 g Kerrygold Kräuterbutter
- Salz
- Pfeffer
Anleitungen
- Zuerst wird der Grill auf 130°C indirekte Hitze vorbereitet. Wir haben den Kamado Joe Classic II Keramikgrill dafür mit eingelegten Deflektorsteinen auf 130°C vorgeheizt. Während der Grill aufheizt kann man sich um die weiteren Vorbereitungen kümmern. Zunächst pariert man bei der Lammkeule die Fettauflage weg. In der Keule befindet sich ein Knochen. Diesen kann man drin lassen, oder man löst ihn aus. Der Vorteil beim Auslösen ist, dass man die Lammkeule dann später einfacher tranchieren kann. Daher haben wir uns auch dazu entschlossen den Knochen auszulösen. Das gelingt am besten mit einem flexiblen Filetiermesser, mit dem man vorsichtig am Knochen entlang schneidet. Wenn die Lammkeule zu sehr "zerfleddert" ist, bindet man sie nach dem Auslösen mit etwas Küchengarn zusammen.
- Nun wird die Marinade hergestellt. Dazu werden die Kräuter und Knoblauchzehen fein gehackt und zusammen mit etwas Salz, Pfeffer, dem Olivenöl sowie dem Saft und dem Abrieb einer halben Limette und einer halben Orange zu einer Marinade verrührt. Diese Marinade wird auf gleichmäßig auf die Lammkeule gegeben. Man benötigt etwa die Hälfte der Marinade für das Lammfleisch. Der Rest wir beiseite gestellt und später für das Gemüse verwendet. Anschließend werden die Kartoffeln halbiert, der Paprika wird entkernt und gestückelt. Die Möhren werden geschält und in ca. 3 cm lange Stücke geschnitten. Die Zucchini wird längs halbiert und in ca 5 mm dicke Scheiben geschnitten. Die Schalotten werden abgezogen und geviertelt. Das Gemüse wird nun noch mit der übrigen Marinade vermengt. Das Gemüse wird nun in einer leicht geölten Gusspfanne (Petromax Feuerpfanne fp30h) verteilt. Aus den übrigen halben Zitrusfrüchte werden dünne Scheiben geschnitten und auf dem Gemüse verteilt. Das Gemüse wird nun noch mit der Gemüsebrühe übergossen und die Kräuterbutter wird in kleinen Stücken darauf verteilt.
- Nun geht es an den Grill. Um ein dezentes Raucharoma zu erhalten, haben wir zwei Cherry Wood Chunks mit auf die Glut gegeben. Kirschholz sorgt für ein sehr mildes Raucharoma, denn man sollte die Lammkeule vom Grill keinesfalls zu stark räuchern, da sie einen tollen Eigengeschmack hat. Der Kamado Joe Classic II Keramikgrill bietet den Vorteil auf mehren Ebenen zu grillen. Daher haben wir die Pfanne auf dem Wokeinsatz auf die untere Ebene gestellt und die Lammkeule darüber auf dem Grillrost platziert. Dadurch wird das Gemüse in der Pfanne noch zusätzlich mit dem heruntertropfenden Fett und Fleischsaft aromatisiert.
- Die Lammkeule sollte dann mit einem Grillthermometer, wie dem GrillEye verkabelt werden, um gleichzeitig die Grilltemperatur und auch die Kerntemperatur vom Fleisch überwachen zu können. Die angestrebte Kerntemperatur der Lammkeule vom Grill liegt bei 58-60°C, dann ist sie noch leicht rosa. Die Garzeit beträgt etwa 2,5 Stunden bei 130°C Gartemperatur. Wenn die Kerntemperatur erreicht ist, nimmt man die Lammkeule vom Grill und lässt sie 8-10 Minuten ruhen, bevor man anschneidet, damit sich der Fleischsaft wieder verteilt und nicht beim Anschnitt rausläuft. Das Gemüse in der Gusspfanne wird vor dem Servieren noch einmal kurz durchgerührt.
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Tolles Rezept, leider aber kleines Problem. Die Keule mit Knochen in der Kugel ist top geworden. Allerdings ist das Gemüse nicht weich geworden. das liegt wahrscheinlich an der Kugel. Die Gemüseschale ist dabei zwischen den Glut-Körben und mit dem Fleisch darüber wird die nicht richtig heiß. Beim nächsten Mal werde ich das Gemüse vorab direkt und länger über der Glut garen und dann erst runter setzen und das Fleisch auflegen. Geschmeckt hat es aber trotzdem super. Die Marinade zu dem Lamm passt ausgezeichnet. Garzeit und Temperatur passen auch gut.
wir haben es zu Ostern auf einem Monolith probiert, und das Ergebnis ist super. wir dachten erst, das Fleich benoetigt länger also das Gemüse. Aber vor allem Kartoffeln und Karotten brauchen die Zeit, Vermutlich wird es knackiger, wenn man Zuchhini und Paprikaspäter dazu gibt.
So oder so, Geschmack und Idee super – vielen Dank für das tolle Rezept
Hi Kristian, ich nenne mich mal Lammkeulen-Experte, der schon sehr viele Rezepte vor allem Niedertemperaturgaren bei 80°C im Ofen ausprobiert hat. Heute waren meine besten Freunde zu Besuch, mit denen mir 1x jährlich ein Lammkeulen-Essen veranstalten – jedes Mal anders, immer prima. Heute haben wir Dein Grillrezept ausprobiert – und es war umwerfend. Wir vier fanden, dass es das beste Lammkeulen-Rezept war, das wir je umgesetzt haben, und das will schon etwas heißen. Mit 2 Std 30 Min bei 130°C konstant im Gasgrill sind wir nicht hingekommen – wir haben 3 Std plus Ruhezeit benötigt. Die Kartoffeln waren bissfest, das Gemüse ansonsten vielleicht etwas zu weich. Aber geschmacklich war das eine Offenbarung. Wir verwenden übrigens grundsätzlich Salzwiesenlamm von der Schäferei Baumbach auf Nordstrand bei Husum. Da macht man nie etwas falsch – und Hammel bekomme ich da garantiert nicht!
Mein Freund hat jetzt wirklich ein Problem, beim nächsten Mal Dein Rezept zu toppen – das wird schwer!
Hallo Kristian,
Zum Thema Lamm, Hammel, Schaf…
Lamm ist fein, keine Frage, aber alles was sich Milchlamm nennt oder quasi unter 6 Monate ist, und keine extreme Fleischrasse ist (Schwarzkopfschaf, Texel etc) istbeigentlich „Kindermord“. Hammel, ja die gibt es auch manchmal noch, keine Frage. Die sind halt Fett, da ihnen durch die Kastration der Bewegungstrieb genommen wird. Und da muss ich selbst, als Produzent von Lamm und Schaffleisch von alten Landrassen (Bentheimer Landschaf) sagen:Finger weg! Aber…
Schafsfleisch, oder im Französischen Mouton, im Englischen Mutton, ist eine Delikatesse! Von Rassen ohne starken Fettanteil ist dies das beste Fleisch! Die Struktur ist ausgereift, der Fettanteil gering und Zart, butterweich sogar. Wer dies grundsätzlich verschmäht, verpasst ein wunderbares Grill Erlebnis. Aber Achtung: einlegen in Buttermilch oder ähnlichen Quatsch hat hier nichts verloren! Pfeffer, Salz, ein paar Kräuter, und wer keinen Knoblauch mag, nimmt Fenchel oder Schalotten. Nur lokal sollte es sein. Es gibt viele lokal Anbieter, es muss nicht Neuseeland sein… Fleisch einmal um die Welt schippern? Schafzüchter aus Deutschland bieten hervorragende Qualitäten an, und zudem schmeckt jede Rasse anders. Durchprobieren!
Liebe Grüße
Jörg
Sehr lecker, wobei die Karftoffeln nach 3.5h bei 120*C im Deckel immer noch nicht durch waren. Naechstes mal koche ich diese einfach 15min vor dann passt es ideal. Persoenlich finde ich auch die bittere Note der Orangen- und Zitronenschalen im Gemuese etwas zu stark. Die Marinade ist der Knaller!
Hammel sind kastrierte Schafböcke. Unabhängig vom Alter…
Ansonsten: danke für das Rezept…
hab das auf 57′ weber mit speissaufdsatz und grillpfanne probiert, gemüse ist leider fast vollständig verkohlt. briketts waren unter der grillpfanne. fleisch war sehr gut und genau richtig, aber das gemüse….
mfg
tom
Hallo Thomas, das war dann wohl etwas zu viel Hitze unter dem Gemüse.
Hättest die Briketts besser nicht unter die das Gemüse gepackt. Beim nächsten Mal klappt es dann aber bestimmt.
Hey Klaus,
genau das Gemüse bleibt die ganze Zeit unter der Lammkeule liegen und darf sich mit den Fleischsäften vermengen.
Bei dieser geringen Gartemperatur dauert es auch etwas bis die Kartoffeln darin fertig sind.
Lasst es euch schmecken.
Lg Kristian
Hallo Kristian,
War sehr lecker, meine Frau war auch sehr begeistert – kommt mal wieder auf den Grill. Musste das Gemüse mit den Kartoffeln sogar noch ne halbe Stunde nachgrillen, da die die Kartoffeln noch zu aldente waren – hatte das Lamm dann im Backofen noch bei 55 Grad warm gehalten, war super zart und rosa.
Vielen Dank für das Rezept und die Tips, morgen kommt das Lammkarree von Frank dran.
Grüße & frohe Ostern Klaus
Hallo Klaus, das freut mich das es euch geschmeckt hat und vielen Dank für dein Feedback.
LG Kristian
Hey hört sich lecker,
Habe heute eine Lammkeule für dieses Ostermenue bei meinem Fleischer bestellt – hoffe es wird so lecker wie beschrieben.
Bleibt das Gemüse die komplette Zeit unter der Keule auf dem Grill? Oder legt man es erst später auf den Grill damit es knackiger bleibt?
Grüße Klaus
Hi, super Rezept. Danke 🙂
Wird an Ostersonntag gleich nachgegrillt. Funktioniert dass ganze auch in einer 57er Kugel? Habe bedenken, dass das Gemüse total weich wird, wenn dass die volle Garzeit zusammen mit der Lammkeule im Grill verbleibt.
VG Yoshi
Hallo Yoshi, das klappt auch im Kugelgrill. Bei der niedrigen Temperatur wird das Gemüse nicht matschig.
Super ? Vielen Dank für die Info. Gruss Yoshi