Tenneker TG-3 Gasgrill im BBQPit-Test

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Tenneker TG-3

In den letzten Wochen habe ich mir den Tenneker TG-3 Gasgrill mal etwas genauer angesehen und ausführlich getestet. Es handelt sich hierbei um einen Gasgrill mit drei Brennern + Seitenbrenner mit einer Gesamtleistung von 12,8 kW. Der Preis dieses Grills beträgt 399 Euro.

Warum teste ich den Tenneker TG-3?

Beim Tenneker TG-3 handelt es sich um einen Grill, den ich bei der Baumarktkette Hornbach erworben habe. Tenneker wird ausschließlich bei Hornbach in den Baumärkten und im Hornbach-Onlineshop verkauft. Nicht jeder hat das Geld um 1000 Euro oder mehr für einen Gasgrill auszugeben und viele meiner Leser fragten mich, ob ich nicht auch mal die günstigeren Grills der „Baumarktklasse“ unter die Lupe nehmen kann. Oftmals haftet den Baumarktgrills ja ein eher negatives Image an und es ist von „Chinakrachern“ die Rede. Grund genug, mich auch mal mit einem Grill aus dem Baumarkt zu befassen.

Also ab in den nächsten Baumarkt und da stand er vor mir: der Tenneker TG-3. Drei Brenner, Seitenkochfeld, eine 60 cm breite Grillfläche, massive Gussroste, Warmhalterost, eine doppelwandige Edelstahlhaube, ein solides Gestell und 10 Jahre Garantie für 399 Euro. Da kann man nicht meckern.
Ich wuchtete den Grill auf den Einkaufswagen. Die Abdeckhaube für 69,95 Euro noch dazu und dann ging es ab nach Hause. Mit den Kartonabmessungen von 76 x 98 cm bei 51 cm Höhe passt er so gerade in den Kofferraum. Der Grill wiegt fast 50 kg und ist somit wahrlich kein Leichtgewicht. Es gibt auch Gasgrills in dieser Leistungsklasse, die gerade mal die Hälfte wiegen. Wer Transportschwierigkeiten hat, kann den Grill im Markt kaufen und ihn sich nach Hause liefern lassen.

 

Der Aufbau des Tenneker TG-3 Gasgrills

Zu Hause angekommen ging es dann direkt an den Aufbau. Die Grillkammer ist bereits vormontiert und man muss lediglich das Gestell aufbauen, die Seitenablagen anschrauben und die Grillkammer einsetzen. Tenneker gibt eine Montagezeit von 60 Minuten an.

Ich habe 55 Minuten gebraucht, habe den Aufbau allerdings auch mit Fotos dokumentiert. Selbst für ungeübte Bastler, sollte der Aufbau innerhalb einer Stunde problemlos machbar sein. Der Aufbau an sich ist sehr gut in der mitgelieferten Bedienungsanleitung dokumentiert. Die einzelnen Schrauben sind in einzelnen Fächern in einer Blisterpackung mitgeliefert. So kann keine Schraube verloren gehen. Positiv: Sogar das benötigte Werkzeug wird mitgeliefert. Schraubendreher und Schraubenschlüssel sind mit dabei.

Der Aufbau des Grills kann problemlos von einer Person erledigt werden. Lediglich beim Einsetzen der Grillkammer sollte man laut Montageanweisung eine 2.Person dabei haben. Es ging aber auch problemlos alleine, da ich beim Aufbau keine 2.Person greifbar hatte.

Das pulverbeschichtete Gestell ist sehr massiv und macht einen guten Eindruck. Dank der großen Rollen kann der Grill problemlos auf dem Rasen oder der Terrasse bewegt werden. Besonders beeindruckt hat mich der massive 3-teilige Gussrost mit 6 mm breiten Streben. Dank Emaillierung ist Rost am Rost hier kein Thema. Die drei Edelstahl-Rohrbrenner lassen sich stufenlos regeln und werden auf Knopfdruck elektronisch gezündet. Dazu wird lediglich eine AA-Batterie benötigt, die sich nicht im Lieferumfang befindet.

Herabtropfendes Fett läuft in eine Fettauffangschale, welche sich unter der Grillkammer befindet. Dadurch lässt sich der Grill leicht reinigen. Die doppelwandige Edelstahlhaube mit integriertem Thermometer ist in dieser Preisklasse auch keine Selbstverständlichkeit. Punktabzüge gibt es für die dünnen Seitenteile der Grillhaube und für den recht dünnen Warmhalterost. Da hätte dem Tenneker TG-3 ein wenig mehr Materialstärke gut zu Gesicht gestanden.

Inbetriebnahme und Praxistest

Die Inbetriebnahme des Tenneker TG-3 ist dank der elektronischen Zündung ein Kinderspiel: Gaszufuhr öffnen, Brenner aufdrehen und die Zündung betätigen. Alle drei Brenner lassen sich separat zünden und auch stufenlos regeln. Beim ersten Betrieb habe ich den Grill etwa 15 Minuten auf „Vollgas“ betrieben um eventuelle Produktionsrückstände zu verbrennen. Die Maximaltemperatur von 350 Grad Celsius laut Deckelthermometer ist bereits nach ca. 10 Minuten erreicht. 350 Grad sind ein sehr respektabler Wert für einen Grill dieser Preisklasse. Um ehrlich zu sein, ich kenne keinen Gasgrill in dieser Preisklasse, der überhaupt 350 Grad erreicht. Der Grill hat genug Power, um auch ein Rindersteak mit einem ordentlichen Branding zu versehen.

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Die Maximaltemperatur des Tenneker TG-3 von 350 Grad ist innerhalb von ca. 10 Minuten erreicht

 

Auch niedrige Temperaturen und low & slow Barbecue sind möglich. Schaltet man nur einen der äußeren Brenner auf Minimalstellung und lässt die anderen beiden Brenner aus, erreicht man Temperaturen von etwa 140 Grad laut Deckelthermometer. Für Pulled Pork, Brisket und Ribs ist das zwar noch etwas viel, aber wenn man ein Stück Holz unter die Haube klemmt, bekommt man auch noch niedrigere Temperaturen hin.

Ich habe den Grill in den letzten Tagen und Wochen ausgiebig getestet und Dinge wie Burger, Steaks, Würstchen und Filet auf dem Grill zubereitet. Auch das Grillen auf der Holzplanke habe ich getestet. Der Grill hat alle Disziplinen problemlos bestanden, egal ob direkt oder indirekt: der Tenneker TG-3 hat durchweg respektable Grillergebnisse geliefert. Vor allem bei der Zubereitung eines 800 g schweren T-Bone Steaks konnte der Grill punkten: Alle drei Brenner 10 Minuten aufheizen, das Steak beidseitig auf dem heißen Gussrost angrillen, zwei Brenner ausschalten, einen Brenner auf Minimalstufe und das Steak dann im indirekten Bereich auf dem Warmhalterost gar ziehen. Das Ergebnis war ein perfektes Steak, gleichmäßig gegart mit schönen Röstaromen.

 

Auch das Grillen auf der Holzplanke ging problemlos. Hier habe ich ein Schweinefilet mit einer Kruste aus Parmesan und Coffee Cannonball-Rub auf einer Zedernholzplanke gegrillt. Zunächst habe ich die Planke angetoastet, bis sie anfing zu glimmen und leichte Rauchschwaden aufgestiegen sind. Anschliessend habe ich die Planke in den indirekten Bereich geschoben und das Filet bei 160 Grad indirekt gegrillt. Das Ergebnis war ein zartes und saftiges Schweinefilet vom Tenneker TG-3 mit toller Zedernrauchnote. Auch in dieser Disziplin gab es nichts auszusetzen.

Reinigung des Grills

Nachdem ich auf meinem Tenneker TG-3 auch einige fettige Sachen wie Burger und Steaks gegrillt habe, sieht der Grill auch nach den ersten Einsätzen dementsprechend aus. Gerade bei Gasgrills ist die Reinigung häufig umständlich. Durch die recht einfache Konstruktion der Brennerwanne ist die Reinigung jedoch schnell und einfach erledigt. Es befindet sich ein kreisrundes Loch im Boden, unter dem sich die Fettauffangschale befindet. Überschüssiges Fett läuft in die Auffangwanne und kann so einfach entsorgt werden. Alle drei Brenner auf Vollgas bringen 350 Grad. So kann man Rückstände am Rost einfach wegbrennen.

 

Alle Daten zum Tenneker TG-3:

ModellbezeichnungTenneker TG-3
GrillmethodeGas
GarmethodeDirektes und indirektes Grillen
Länge x Breite x Höhe56 cm x 139 cm x 114 cm
Arbeitshöhe90 cm
Gewicht48,2 kg
Verpackungsmaße LxBxH76 cm x 98 cm x 51 cm
Brenneranzahl3 Brenner + Seitenbrenner
Brennerleistung gesamt + Verbrauch12,8 kW (931 g/h)
Brennerleistung Hauptbrenner10,5 kW
Brennerleistung Seitenbrenner2,3 kW
AusstattungsmerkmaleDeckelthermometer, doppelwandige Edelstahlhaube,Warmhalterost, herausnehmbare Fettauffangschale,Seitenablage, Seitenbrenner, Besteckhalter, fahrbar
Material GrillrostGusseisen emailliert
Materialstärke Grillrost6 mm
Größe Grillfläche (LxB)61 cm x 44 cm (0,27 qm)
Material WarmhalterostStahl emailliert
Größe Warmhalterost (LxB)57 x 20 cm (0,114 qm)
Material GestellStahl pulverbeschichtet
Material BrennraumStahl emailliert
Material BrennerabdeckungStahl emailliert
Material BrennerEdelstahl
Material Haube und BedienfeldEdelstahl (Haube doppelwandig)
BrennerzündungElektrische Zündung
Im Lieferumfang enthaltenDruckminderer, Gasschlauch, Montagewerkzeug

 

 

Fazit: Der Tenneker TG-3 ist solide verarbeitet und bietet ausreichend Leistung. Er punktet durch seine 10-jährige Garantie, die doppelwandige Edelstahlhaube, den massiven Gussrost und das hochwertige und schwere Gestell. Die Grillergebnisse sind durchweg positiv. Es gibt ein paar Details, die noch verbessert werden könnten, wie beispielsweise der dünne Warmhalterost, oder die dünnen Seitenteile an der Haube. Alles in Allem stimmt das Preis-/ Leistungsverhältnis bei diesem Grill und man bekommt für 399 Euro einen durchaus brauchbaren Grill, dessen Grillergebnisse durch die Bank überzeugen. Wer nicht gleich 1000-1500 Euro für einen Weber oder Napoleon Gasgrill ausgeben möchte, sollte mal einen Blick auf die Tenneker Produktpalette werfen.

17 Kommentare

  1. Moin,

    besten Dank für den tollen Bericht! Hatte von dieser Marke noch nie gehört, aber sie scheint genau zu dem zu passen, was mir gefallen könnte.

    Welche Vorteile würde denn ein, sagen wir, Napoleon Triumph oder Weber Spirit bieten, die zwar preislich deutlich höher liegen, aber noch nicht in astronomischen Höhen? Zahlt man vor allem den Namen, Design und eine womöglich etwas bessere Verarbeitung, oder gibt es handfeste Unterschiede beim Grillen?

    Danke schon einmal für eine kurze Einschätzung vom Meistergriller! 😉

    • Hallo Christoph, am besten schaust du dir die Grills alle al an und vergleichst sie dann miteinander. Bei den „Markenherstellern“ wird viel Geld in Werbung und Marketing gesteckt. Das bedeutet nicht, dass diese Grills zwangsläufig besser sind…

  2. Dere,

    schöner Bereicht, nur schade dass du nichts zur Hitzeverteilung geschrieben hast / den Toastbrot-Scheiben-Test nicht gemacht hast.

    Zum Grill: dafür dass es nur 3 Brenner sind großen Respekt für die 350 Grad in nur 10 min! Für den nächsten Baumarktklassen-Test würde ich mir ein ähnliches Modell jedoch MIT Backburner und Roti-Spieß-Aufnahme wünschen.

    Griaß‘
    Max

  3. Hallo MeMyself,

    toller, objektiver Test.
    Wird es zu einer Test-Reihe ausgebaut ? Würde mich schon sehr interessieren.

    Gruß
    STefan

    • Hi Stefan, puuuh das wird schwer. Um ehrlich zu sein: vermutlich nicht. So ein Test braucht verdammt viel Zeit und ich betreibe den Blog ja nur nebenbei als Hobby. Aktuell sehe ich leider wenig Chancen solche Tests regelmäßig zu machen. Ich will aber auch nichts ausschliessen…

    • Es sind beides tolle Grills, die sich nicht viel nehmen. Ich mag diese Glasfenster beim Enders nicht so gerne. Die verschmutzen sehr schnell und man bekommt sie nur schwer sauber. Man macht mit beiden Grills sicherlich nichts falsch.

      • Hallo MeMyself,

        Ich habe auch den Tenneker TG 3 und stimme Dir zu, das einzige ist das Reinigen. Im Allgemeinen OK, aber was ist mit dem Ölablaufblech unter der Grillkammer, hier sammelt sich leider auf viel Fett und Essensreste die nicht in die kleine Auffangschale laufen. Da das Blech an den Grill genietet ist ist es schwer dies zu reinigen, hast Du hier einen Tip?

        Viele Grüße
        Marco

        • Hallo Marco, man muss den Grill gar nicht übertrieben putzen. Ich nehme alle paar Wochen mal die Roste und die Brennerabdeckungen raus und wische dann mit Küchenkrepp durch den noch warmen (aber nicht mehr heißen!) Brennraum. So dass das Fett noch nicht fest ist und einfach rausgewischt werden kann.

  4. Hallo MeMyself,

    guter Test. Danke.
    Der Hersteller gibt ja 10 Jahre Garantie, aber auf was?
    Auch auf die Brenner? Und auf die Brennabdeckung?
    Danke.

    Gruß

    Dennis

  5. Hi,

    danke für den Test.
    Bin sehr begeistert von dem Grill und werde ihn mir wohl zulegen.
    Damit werde ich dann wohl nur indirekt grillen, daher ist es mir wichtig, dass ich mit einem Brenner genug Hitze bekomme.
    Du schreibst von 140 Grad mit einem Brenner auf Minimalstellung. Bei welchen Außentemperaturen war das?
    Geht sowas auch im Winter?
    Was schafft ein Brenner auf max für eine Temperatur?

    Wäre toll, Antworten von dir zu bekommen, damit ich deine leckeren Rezepte nachgrillen kann!! 🙂

    Viele Grüße
    Tim

  6. Hallo!
    Danke für den guten Test! Besitze den TG-4 und bin voll zufrieden damit. Wie schaut es eigl. mit Räucherdosen/chips aus? Kann man die verwenden und wenn ja wie?
    LG Thomas

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