Krustenbraten von der Moesta-BBQ Rotisserie

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Am Wochenende gab es Krustenbraten von der Moesta-BBQ Rotisserie. Es gab ja bisher schon den Moesta Pizza-/Smokingring, den ich seit längerem nutze, um Pizza auf dem Grill zu backen (siehe Artikel: Der Pizzaring von Moesta-BBQ im Test). Dieser Ring hat im Jahr 2014 ein „Update“ erfahren und eine Aufnahme für eine Rotisserie (Drehspieß) erhalten.

Die neue Moesta-BBQ Rotisserie musste ich natürlich testen. Für den ersten Test habe ich mir mal einen Krustenbraten (1,2kg) aus der Schweineschulter vorgenommen. Dazu gab es Bacon-Cheese Fächerkartoffeln und ein paar gegrillte Tomaten. Schon am Vortag habe ich den Krustenbraten vorbereitet. Dazu habe ich die Schwarte eingeschnitten und den Braten mit der Schwarte nach unten in Salzwasser gelegt. Wichtig ist hier, dass nur die Schwarte im Salzwasser liegt. Das Salzwasser sorgt dafür, dass die Schwarte während des Grillens schön aufpoppt und knusprig wird. Am nächsten Tag habe ich den Braten dann mit Tennessee Teardown BBQ-Rub von Ankerkraut gewürzt.

Krustenbraten Krustenbraten von der Moesta-BBQ Rotisserie-Moesta-BBQ Rotisserie-KrustenbratenMoestaBBQRotisserie01
Der Krustenbraten wird an der Schwarte eingeschnitten

In der Zwischenzeit habe ich den Pizzaring zusammengebaut und die Öffnung, durch die normalerweise die Pizza eingeschoben wird, verschlossen. Moesta-BBQ hat dafür den passenden Verschluss im Programm, der mit den Griffen am Ring angeschraubt wird. Die 2014er-Version des Pizzaringes hat direkt die passende Aufnahme für die Rotisserie, so dass nur noch die Aufnahme für den Motor angeschraubt werden muss und der Drehspieß dann aufgesetzt werden kann. Der Aufbau ist sehr einfach und in wenigen Minuten erledigt. Eine sehr anschauliche Dokumentation, die den Zusammenbau bebildert erklärt, liegt jedem Pizzaring und jeder Rotisserie bei.

Das Moesta-BBQ Rotisserie-Set eignet sich für alle gängigen Kugelgrills mit 57 und 60cm Durchmesser und kostet 79 Euro. Es besteht aus folgenden Artikeln:
1 x Edelstahl-Spieß (750 x 10mm) mit Griff
1 x Motor (batteriebetrieben) mit Befestigungselement
2 x Spießgabeln
1 x Spießführung
1 x Gewichtsausgleichselement
Achtung: Die Batterien sind nicht enthalten! Man benötigt 2×1,5V Batterien (Typ D) zum Betrieb des Motors.

Gegrillt habe ich auf meinem Napoleon Kugelgrill mit KOKOKO-Kokosbriketts von McBrikett. Diesen Brennstoff nutze ich hier zum ersten Mal. Außergewöhnlich ist schon die lange Form, die mit einem handelsüblichen Grillbrikett nichts mehr zu tun hat. McBrikett verspricht hier hohe Hitze und extrem lange Brenndauer von bis zu 6 Stunden. Also probieren wir das einfach mal aus mit dem Krustenbraten. Ich habe die Stangen senkrecht im Anzündkamin durchglühen lassen und die Stangen dann links und rechts im Kugelgrill platziert, so dass ich den Krustenbraten indirekt zwischen den beiden Hitzequellen grille. Die Briketts ließen sich rauchfrei anzünden, brauchten aber recht lange bis sie komplett durchgeglüht waren. 40-45 Minuten musste ich hier warten, bis sie einsatzbereit waren. Holzkohlebriketts sind etwa 15 Minuten eher einsatzbereit.

McBrikett Krustenbraten von der Moesta-BBQ Rotisserie-Moesta-BBQ Rotisserie-KrustenbratenMoestaBBQRotisserie02
Kokoko Kokoskohle von McBrikett wird entzündet

Jetzt wird es aber Zeit für den Krustenbraten auf der Moesta-BBQ Rotisserie. Nachdem der Kugelgrill einsatzbereit war, habe ich den Krustenbraten auf den Drehspieß gesteckt und auf dem Grill platziert. Zusätzlich habe ich die Bacon-Cheese Fächerkartoffeln mittig unter dem Krustenbraten im indirekt Bereich platziert. Den Grill habe ich auf 200 Grad Celsius eingeregelt.

Krustenbraten auf der Moesta-BBQ Rotisserie Krustenbraten von der Moesta-BBQ Rotisserie-Moesta-BBQ Rotisserie-KrustenbratenMoestaBBQRotisserie03
Krustenbraten auf der Moesta-BBQ Rotisserie

Nach etwa 90 Minuten waren 70 Grad Kerntemperatur erreicht. Kurz vor Schluss habe ich noch ein paar Kirschtomaten auf dem Grill platziert und nach 100 Minuten habe ich den Krustenbraten vom Grill genommen.

Krusti aus der Schweineschulter Krustenbraten von der Moesta-BBQ Rotisserie-Moesta-BBQ Rotisserie-KrustenbratenMoestaBBQRotisserie04
Nach etwa 1,5 Stunden ist der Krustenbraten fertig

Serviert mit Fächerkartoffeln und gegrillten Kirschtomaten war dieser Krustenbraten von der Moesta-BBQ Rotisserie ein sehr leckeres Mahl. 🙂

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Krustenbraten mit Bacon-Cheese Fächerkartoffeln

Die Moesta-BBQ Rotisserie ist eine deutliche Aufwertung vom Pizzaring

Fazit: Der Braten war sehr saftig. Die Würzung vom Tennessee Teardown BBQ-Rub passt hervorragend zum Krustenbraten. Das Highlight war aber die Kruste, welche auf der Rotisserie deutlich knuspriger und besser geworden als gewöhnlich. Die Moesta-BBQ Rotisserie ist eine deutliche Aufwertung für den Pizza-/Smokingring. Ich freue mich schon auf künftige Einsätze und die ersten Hähnchen vom Drehspieß.
Einen Kritikpunkt gibt es leider: Der batteriebetriebene Motor ist sehr laut. Wenn man beispielsweise Gäste hat und der Grill steht neben dem Tisch, könnte der Motor durchaus störend sein. Allerdings hat man das bei Moesta-BBQ bewusst in Kauf genommen, da man hier Mobilität in den Vordergrund gestellt hat. So kann man die Moesta-BBQ Rotisserie auch unterwegs überall betreiben und ist nicht auf eine Stromquelle am Grill angewiesen. Es soll demnächst im Zubehör auch einen „flüsterleisen“ kabelgebundenen Motor geben.

Alles in allem ist die Moesta-BBQ Rotisserie eine tolle Erweiterung zum normalen Pizzaring und man hat hier jetzt ein universelles Multitalent: Egal ob als Pizzaofen, als Smoke-Aufsatz, als Spießgrill oder als reine Erhöhung wenn man mal mehr Kapazität braucht. Moesta-BBQ bietet einfach gutes, durchdachtes Zubehör für den Kugelgrill.

Tipp: Auf der Homepage von Moesta-BBQ gibt es eine Bohrschablone zum Download, so dass man auch die Pizzaringe der ersten Generation mit der Rotisserie nachrüsten kann. Einfach ausdrucken, aufkleben und mit den passenden Bohrern für Edelstahl kann die Rotisserie-Aufnahme in den Ring gebohrt werden.

Und zu guter Letzt muss ich auch noch ein Wort über die Kokoskohle von McBrikett verlieren, denn die hat mich sehr überrascht: Ich habe den Kugelgrill um 12 Uhr mit den durchgeglühten Briketts gestartet. Als der Krustenbraten drauf kam, habe ich den Grill auf 200 Grad Celsius eingeregelt. Nachdem der Krustenbraten fertig war und ich ihn vom Grill genommen habe, habe ich die Ventile geöffnet und wollte den Grill einfach nur ausglühen lassen. Also ich um 18 Uhr den Grill reinstellen wollte, zeigte das Deckelthermometer noch 140 Grad C an. Die Kokosstangen waren zwar fast weg, aber die letzten Reste sorgten immerhin noch für 140 Grad C – und das nach 6 Stunden. So lange hat bei mir bisher noch kein Holzkohlebrikett gehalten…

8 Kommentare

  1. Danke für den schönen Bericht!

    Eine Frage: Passt der Ring auch auf nen Weber und mit welchem Durchmesser? Warum hast du den Napoleon und nicht den Weber?

    Liebe Grüße,

    Martin

    • Hi Martin,
      der Ring passt auf alle handelsüblichen Kugelgrills mit 57 oder auch 60cm Durchmesser. Mein Grillteam grillt u.a. mit Napoleon Grills.
      Auf dem Weber Kugelgrill geht das natürlich auch.

        • Weber ist ja quasi das Original und auch Marktführer. Napoleon baut aber auch sehr gute Grills und letztendlich ist es Geschmackssache.
          Ich werde aber in Kürze mal einen kleinen Testbericht zum Napoleon und zum Weber Kugelgrill schreiben und da auch auf die Unterschiede eingehen.

  2. Hi,
    hast du den Krustenbraten (die Schwarte) die ganze Nacht über in Salzwasser gelegt? Und wie war dein Mischungsverhältnis von Salz/Wasser?

    Danke und Gruß

    André

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