Apple Butter hat nichts mit normaler Butter zu tun. Es handelt sich quasi um eine Art eingedicktes und gewürztes Apfelmus. Allerdings schmeckt es nicht nach Apfelmus. Um Apple Butter zu machen benötigt man einen Crockpot (auch Slow Cooker genannt).

Ein Crockpot ist ein „Langsamgarer“, in dem man Speisen schonend bei niedriger Temperatur über einen längeren Zeitraum zubereit. In den USA gibt es diese Geräte in nahezu jedem Haushalt. In Deutschland sind sie noch relativ unbekannt. Ich habe mir bei Amazon den Morphy Richards Slow Cooker gekauft. Dieses Gerät hat 3,5 Liter Inhalt und ist ideal für den Einstieg in die „Slow-Cooking-Szene“ 😀

Apple Butter

Doch warum erwähne ich das überhaupt? Mit Grillen und BBQ hat das Ganze ja eigentlich nichts mehr zu tun. Die Zubereitung hat natürlich nichts mit dem Thema dieses Blogs zu tun, aber das Endprodukt dafür umso mehr. Was man alles mit dieser „Apfelbutter“ machen kann, erfahrt Ihr ganz am Ende dieses Beitrages.

Für einen 3,5 Liter Crockpot brauchen wir folgende Zutaten:

  • 1,8 kg Apfelstücke
  • 1,5 Cups (=330 g) Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 2 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlene Nelken
  • 1 Prise Salz

Zuerst schält man die Äpfel, schneidet das Kerngehäuse raus und schneidet die Äpfel in kleine Stücke. Die Apfelstücke gibt man in den Crockpot. In den Morphy Richards Slow Cooker passen knapp 1,8kg Äpfel. Dann ist er aber auch wirklich randvoll. Aber das sollte er auch sein, denn das Ganze kocht sehr stark ein. Den Zucker vermischt man man mit den restlichen Zutaten. Die Vanilleschote wird ausgekratzt und den Inhalt gibt man in die Zuckermischung.

Apple Butter aus dem Crockpot-Apple Butter-AppleButter01
Die Äpfel werden gewürzt

 

Die Zuckermischung gibt man dann über die Apfelstücke. Deckel drauf und dann wird der Crockpot auf höchster Stufe eingeschaltet.

Apfelstücke mit Zuckermischung im Crockpot Apple Butter aus dem Crockpot-Apple Butter-AppleButter03
Der Crockpot wird voll beladen

 

Nach etwa 4 Stunden ist das Ganze schon etwas eingekocht und der Zucker schmilzt langsam.

Die Apfelstücke "schmilzen" Apple Butter aus dem Crockpot-Apple Butter-AppleButter04
Zwischenstand nach 4 Stunden

 

Nach weiteren 18 Stunden sind die Äpfel schon deutlich geschrumpft und gebräunt. Der Duft der sich entfaltet, wenn man den Deckel hebt ist genial! 🙂

Die Apfelstücke "schmilzen" Apple Butter aus dem Crockpot-Apple Butter-AppleButter05
Der Garvorgang schreitet voran und die Äpfel „schrumpfen“

 

Dann wird das die Masse mit einem Pürierstab verflüssigt. In diesem Zustand ist es aber noch zu flüssig.

Fast fertige Apfelbutter Apple Butter aus dem Crockpot-Apple Butter-AppleButter06
Der Apfelbrei nach dem Pürieren

 

Der Zucker karamellisiert mit den Äpfeln. Dadurch wird die „Apfelbutter“ dunkelbraun. Nachdem sie weitere 4-8 Stunden im Crockpot verbringt ist sie so weit eingedickt, das sie fertig ist. Jetzt erkennt man auch, wie wenig von den Äpfeln übrig bleibt. Das Ganze ist auf etwa 1/4 der Ursprungsmenge reduziert. Jetzt wird die noch heiße Apple Butter in Gläser abgefüllt.

Die Apple Butter ist fertig Apple Butter aus dem Crockpot-Apple Butter-AppleButter07
Die eingedickte „Apfelbutter“ im Crockpot

 

Insgesamt dauert der Vorgang ca. 18-24 Stunden. Aber diese Angabe ist mit Vorsicht zu genießen, denn es hängt vom Gerätetyp und auch von der Apfelsorte ab. Da hilft nur Ausprobieren. Man erkennt es an der Konsistenz, wann die Apple Butter fertig ist. Das Gute daran ist: Die Apple Butter macht sich quasi von selbst. Es dauert zwar sehr lange, aber man muss ja nicht dabei bleiben.

Apple Butter Apple Butter aus dem Crockpot-Apple Butter-AppleButter08
Apple Butter hält sich im Einmachglas bis zu einem Jahr

 

Doch was macht man mit Apple Butter?

In den USA ist Apple Butter ein beliebter Brotausfstrich zum Frühstück. Sie eignet sich auch zum Bestreichen von Pfannkuchen oder Reibekuchen. Man kann mit ihr BBQ-Saucen machen und sie als Glasur beim BBQ nehmen. Auf gegrillten Hähnchenfleisch und auf Ribs ist die „Butter“ sehr lecker.

So ein Crockpot ist eine feine Sache – nicht nur für Apple Butter.
Viel Spaß beim Nachmachen, es lohnt sich!

27 Kommentare

  1. Moin Memyself,

    kannst du zu dem Teil auch gute Kochbücher empfehlen oder wo du die Rezepte dafür her hast?

    Dank dir!

    BG Horst

    PS: Mach weiter so!

  2. Hi

    Bitte mehr slowcoocker rezepte so sachen wie: hühnerbeine, ganzes chicken, wings,hühnchenbrust, sweetpotatos, roastbeef, lambchops…. Glaub das wars fürs erste. Wenn du das gemacht hast hätt ich noch ein paar vorschläge;)

  3. Der Slow Cooker ist für mich auch neu. Ausser Apple Butter habe ich noch nichts da drin gemacht. Und mein Blog soll eigentlich Grillen&BBQ thematisieren. Gerne auch low & slow, aber nicht unbedingt im Slow Cooker. 😀

  4. Hallo,

    ich habe Deine Applebutter nach gemacht, sie ist super geworden!!
    Hab schon einiges gemacht in meinem Crocky, das ist ein super geniales Gerät! Warum hab ich das nicht schon früher entdeckt.

    Liebe Grüße aus Österreich 😉

  5. Sicher, dass das ganze auf High kochen soll? Das brutzelt ganz schön, ich vermute bei 30 Stunden, würde da nicht mehr viel übrig bleiben. Koche bereits seit sechs Stunden und wenn es so weiter geht, dürfte es bereits in weiteren sechs Stunden durch sein.

    Muss allerdings anmerken, das ich nur 900g Äpfel zur Verfügung hatte (zuviel Ausschuss). Dementsprechend das Rezept von den Mengen angepasst hab, dennoch kommt es mit so vor, als wenn das ganze besser auf low kochen sollte 😉

      • Ja, hab den gleichen in Silber! Die Phase wie bei Dir nach 18 Stunden gab es bei mir nicht, bereits nach sechs Stunden war alles nur noch eine kochende Masse. Bin dann mit dem Zauberstab rein und nach weiteren vier Stunden war es bereits fertig. Naja, egal beide Wege führten zum Ziel und du hast nicht zuviel versprochen. Es fing schon mit dem Geruch an, der einfach Hammer war, und auch die Butter selbst schmeckt klasse.

        Werde das ganze noch einmal auf Low und mit vollem Crocky wiederholen und Dir mein Ergebnis mitteilen!

        Danke für das schöne Rezept 🙂

        Gruß Klaus

          • Moin Moin,

            hab es gestern noch einmal angesetzt, dieses mal voller Pott und auf Stufe Low. So wie es scheint, haut das mit deinen Fotos hin, also entweder ist dir ein Flüchtigkeitsfehler damals unterlaufen, oder du hast die Stufen von dem Crocky falsch in Erinnerung (I = Low, II = High).

            Hab das Rezept dieses Mal etwas variiert mit etwas mehr Zimt, weniger Nelkenpulver, sowie Muskatnuss, Inger und Kurkuma.

            Muss aber zugeben, einen großartigen Unterschied schmecke ich zu deinem Rezept nicht 😀

            Also noch einmal danke fürs Rezept, vielleicht den Text anpassen auf Low!?

            Liebe Grüße

            Klaus

  6. Hi, grade via Facebook drübergestolpert. Wieviel Watt hat denn das Gerät und welche Menge entspricht einem Cup? Eine Tasse? Klingt total lecker, habe mir aber gerade einen Dörrautomaten zugelegt und absolut keinen Platz mehr. Mist.

  7. Ich habe die Apple Butter gerade mal nachgebastelt… mit einem 10er Do im BO. Das hat auch recht gut funktioniert, hat aber deutlich länger gedauert und ich musste den Deckel am Ende noch für rund drei Stunden runter nehmen, um die gewünschte Verdunstung zu erreichen. Das Ergebnis überzeugt aber!

    Darüber hinaus habe ich die Zuckermenge deutlich erhöht, weil mein Boskop doch recht sauer daher kommt 😉

    • Du hast das ernsthaft im Backofen gemacht? Respekt!
      Allerdings geht das ordentlich auf die Stromrechnung. Wenn du das häufiger machst, würde ich dir empfehlen einen Crockpot zu kaufen. 🙂

      • … klar geht das auf die Stromrechnung, aber bei weitem nicht so drastisch, wie du denkst und für einen Test ist die Anordnung hinreichend. Bevor ich mir einen slowcooker kaufe, muss ich doch erst einmal wissen, ob ich mit den zu erwartenden Ergebnissen zufrieden bin.

        Grundsätzlich weiß ich nach einigem Umgucken, dass ich keinen CP brauche, weil mich die meisten Rezepte nicht ansprechen, bzw. alternativ mit dem vorhandenen Equipement realisieren lassen.

        Deutlich ägerlicher ist, dass mein DO gelitten hat und nach neuem einbrennen ruft, weil die Säure der Äpfel hellere Stellen hinterlassen hat.

  8. Hab das jetzt auch mal nachgekocht. Mit diesen Anti-Allergenen Äpfeln (Name Honeycrunch) die meine Holde auch verträgt. Leider sind die scheinbar ziemlich süß, und mit der Zuckermenge ergibt das eine ganz schön süße Applebutter. Werde den Zucker nächstes Mal reduzieren.

    Außerdem hatte ich echt ein Problem zu sehen, wann das Zeug denn nun fertig ist. Keine Ahnung. Ich habs halt irgendwann mal nach den 30 Stunden raus. Aber das hätt auch noch weiter köcheln können.

    Außerdem hatte ich auch das gefühl, daß es mit High viel zu schnell geht. Habs nach etwa der Hälfte mal auf Low gestellt, und dann fühlte es sich richtiger an.

  9. Ich werde mich in Kürze auch mal an der Apple Butter probieren. Ich wollte nur mal nachfragen, ob Du wirklich die ganze Zeit den Deckel drauf hattest, weil die Crock Pots sind doch dafür bekannt, dass so gut wie keine Flüssigkeit verdunstet.

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